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RELEVANZ wird großgeschrieben! Der LPRS e.V. auf dem Branchenevent des Jahres

Vergangenen Donnerstag und Freitag, 21. und 22. September, nutzten fünf Aktive LPRS-Mitglieder sowie mehrere Alumni die Chance, am Kommunikationskongress im Berliner Congress Center teilzunehmen. Im Mittelpunkt des seitens des Magazins pressesprecher, des Bundesverbands deutscher Pressesprecher (BdP) sowie der Quadriga Hochschule veranstalteten „#kk17“ stand das Thema Relevanz: Was ist, was kommt, was bleibt?

>> Vier spannende Keynotes

tl_files/usercontent/Galerien/Exkursionen/2017/Kommunikationskongress 2017/KK17_6.jpgVier gänzlich verschiedene Keynotes standen dafür auf dem Programm. Dr. Frank Mastiaux, Vorsitzender des Vorstands von EnBW (Energie Baden-Württemberg AG), veranschaulichte den anwesenden PR-Praktikern, wie schnell die Energiewende traditionelle Geschäftsmodelle außer Kraft setzen konnte und in kürzester Zeit eine Änderung von Strategien und Strukturen bedingte. Kommunikation stellt für ihn einen notwendigen Weg dar, die Mitarbeiter am Veränderungsprozess teilhaben zu lassen. Für Julian Reichelt, Vorsitzender der BILD-Chefredaktionen, war es ein persönliches Anliegen, dem Publikum im Zeitalter stark konkurrierender Medienangebote aufzuzeigen, welche Inhalte tatsächlich Relevanz aufweisen. Sogenannte „Fake News“ seien ihm zufolge kein Konzept, welches unterstützt werden sollte. Vielmehr ginge es um eine Verpflichtung zu aufrichtiger Kommunikation. Der digitalen Zukunft hingegen widmete sich Ben Hammersley, Futurist, in seiner Keynote. Auf einzigartige Weise beschrieb er die strategischen Herausforderungen, die sich aus einem Post-Internet-Zeitalter ergeben. Darüber hinaus kam Anna Alex, Gründerin und Geschäftsführerin von Outfittery, zu Wort. Sie sprach davon, wie es sich ihr Unternehmen zur Aufgabe gemacht hat, mithilfe der Kombination menschlicher und künstlicher Intelligenz den relevantesten Anbieter für Männermode darzustellen. Dass Kommunikation hierfür eine entscheidende Rolle spielt, erscheint einleuchtend.

>> Fünfundsiebzig vielfältige Panels

Unterschiedlichste Panels konnten an beiden Tagen zeitgleich besucht werden. Ob nun Expert Sessions mit Tipps und Tricks für das soziale Intranet, Diskussionen zum Thema CEO-Positionierung oder der Meinungsaustausch über den Einfluss von künstlicher Intelligenz und Bots auf die Kommunikation – Relevanz wurde in umfangreicher Art und Weise thematisiert.

tl_files/usercontent/Galerien/Exkursionen/2017/Kommunikationskongress 2017/KK17_7.jpgUnter dem Vortragstitel „Die Krise als Chance“ beschrieb Sven Hirschler, Pressesprecher und Leiter Kommunikation des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV), beispielsweise, wie die Schließung des S-Bahn Tunnels in Frankfurt die Akzeptanz der Nutzer des RMV steigerte. Die Ausgangslage schien zunächst wenig Positives mit sich zu bringen, da im Jahr 2016 eine sechswöchige, komplette Sperrung des S-Bahn-Tunnels unter Frankfurt am Main bevorstand. Für den Verkehrsverbund, der in seinem Alltagsgeschäft generell keine positiven Botschaften an seine Zielgruppe richten, sondern maximal ein stabiles System bereitstellen kann, um seine Kunden zufriedenzustellen, konnte dies eigentlich mit einem Reputationsverlust gleichgesetzt werden. Doch kann aus einem vermeintlichen PR-Chaos nicht auch ein Imagegewinn für das Unternehmen werden? Sven Hirschler und sein Team schafften es durch das Erzählen von Geschichten beteiligter Mitarbeiter und der Sensibilisierung der Stakeholder, den besten Imagewert seit Jahren zu erreichen. „Mit der Kampagne wollten wir dem RMV ein bzw. mehrere Gesichter geben. Die Themen wurden einfach erklärt und bewusst ohne den Einsatz von Firmen-PR dargestellt“, erklärte Hirschler. Und diese Taktik zahlte sich offensichtlich aus.

Dass die Beziehung zwischen PR und Journalismus keine einfache ist, zeigte einmal mehr das BdP-Fachgruppengespräch mit Thomas Kuhn (Wirtschaftswoche), Dr. Nikolaus Förster (Impulse) und Oliver Schwartz (Corporate Communications Intellishop AG). Dieses sollte die Frage klären, wie es Unternehmen in Wirtschaftsredaktionen schaffen. Der Appell an die zuhörenden Kommunikationsprofis: Meldungen müssen Relevanz für den Leser schaffen und zum Profil der Zeitung bzw. des Magazins passen. Und: Gute Betreffzeilen sowie erfolgreiches Storytelling sind von großer Relevanz, um in Zeiten einer E-Mail-Flut die Aufmerksamkeit des Journalisten zu ergattern.

>> Ein Besuch im Bundestag

tl_files/usercontent/Galerien/Exkursionen/2017/Kommunikationskongress 2017/KK17_2.jpgNach lehrreichen Vorträgen und Diskussionsrunden konnten sich die LPRS-Mitglieder auf eine ganz besondere Station freuen: Gemeinsam mit einigen Alumni konnten wir durch eine tolle Organisation von Kathrin Kloppe, Referntin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, und Linda Eder, Assistentin der Bundestagsabgeordneten Brigitte Pothmer - beide Alumna des LPRS - den Bundestag besuchen. Nach einem Gang über die Aussichtsplattform und einem Besuch der Kuppel, konnten wir anschließend den Plenarsaal besichtigen und Linda erzählte und beantwortete Fragen zur Arbeit in der politischen Kommunikation.

>> Und eine glamouröse Speakersnight

tl_files/usercontent/Galerien/Exkursionen/2017/Kommunikationskongress 2017/KK17_5.jpgIm Anschluss und am Abend des ersten Kongresstages wartete eine ganz besondere Veranstaltung auf die Teilnehmer: Ein roter Teppich geleitete den Weg zum Friedrichstadt-Palast. Bei festlicher Erleuchtung nehmen die Gäste das erste Glas Wein oder Bier zu sich, bevor es durch die Flügeltüren in den Bühnenraum ging. Im Rahmen der etwa eineinhalbstündigen BdP-Gala wurden ausgewählte Pressestellen in den Kategorien Politik/Verwaltung, Verbände/NGOs und Unternehmen mit dem Goldenen Apfel gekürt: die Klinik Dortmund für ihre humorvolle Digital-Kampagne klinikumlive@socialmedia und die Wirtschaftsförderung Metropole Ruhr für die Verknüpfung innovativer Ideenfinder mit passenden Unternehmen der Region. Adidas und Henkel für den beeindruckenden CEO-Wechsel, der zeitgleich beide Unternehmen betraf.

Ein besonderes Highlight des Abends: Unsere LPRS-Alumna Meike Ostermeier erhielt für ihre Abschlussarbeit „Beitrag von Kommunikationsabteilungen zur digitalen Transformation in Unternehmen“ den BdP-Nachwuchsförderpreis und setzte sich damit gegen drei weitere Nominierte durch. Anschließend klang der Abend bei erstklassigem Catering, unterhaltenden Showtanz-Einlagen sowie DJ-Musik bis in die Morgenstunden aus. Ein rundum gelungener Abend!

Wir bedanken uns ganz herzlich für einen fantastischen Kommunikationskongress, tolle Vorträge und anregende Gespräche und dem BdP, dass wir auch dieses Jahr wieder mit dabei sein konnten!

Text: Marcus Fetzer, Alisa Miller, Josephine Kreutzer und Gertrud Kohl (2. Fachsemester Master Communication Management)

Fotos: LPRS e.V.

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