Jetzt anmelden zum REFRESH & LPRS>> Forum 2019

Auf dieser Seite können Sie sich bis zum 15. April für das REFRESH 2019 sowie für das LPRS>> Forum 2019 anmelden. Das Formular für beide Veranstaltungen finden Sie weiter unten. 

REFRESH 2019 (Veranstaltung des Lehrbereichs Communication Management der Universität Leipzig)

Wer in Kommunikationsmanagement und PR aktiv ist, erlebt täglich neue Herausforderungen. Kaum eine Profession verändert sich so schnell und dynamisch. Ebenso rasch entwickelt sich der Stand der internationalen Forschung im Themenfeld. REFRESH ist eine eintägige Veranstaltung, die aktuelle praxisrelevante Studienergebnisse zur strategischen Kommunikation kompakt vermittelt und zum Austausch mit dem führenden Think-Tank zum Themenfeld im Deutschland einlädt. Am Puls der Zeit bleiben, neue Impulse erhalten, Wissen auffrischen – das ist das Ziel dieser jährlichen Veranstaltung der Universität Leipzig.

Termin:    Freitag, 3. Mai 2019, 10.00 bis 16.00 Uhr

Ort:          Universität Leipzig, Bibliotheca Albertina, Beethovenstraße 6, 04107 Leipzig

                Großer Vortragssaal (Erdgeschoss links)

Teilnahmegebühr:  Teilnahme inkl. Kaffee/Getränken für Alumni: kostenfrei

                                 Teilnahme inkl. Mittagsimbiss und Kaffee/Getränken für Externe: 395.- EUR 

                                 Early Bird Ticket bis 31.03.19: 375.- EUR 

 

LPRS>> Forum 2019: Zwischen Schein und Sein in der Kommunikation

Seit es die Kommunikation gibt, gibt es den Streit zwischen Inhalt und Verpackung – was ist wichtiger? Wir versuchen uns heute eine Meinung zu bilden, in einer Welt, in der ein Überangebot an Inhalten um die Aufmerksamkeit der Rezipienten kämpft. Gerade in Zeiten von Fake News stellt sich die Frage, wie wichtig wahre, reale Inhalte noch sind. In der Informationsflut kämpfen Organisationen im Wettbewerb der Aufmerksamkeit um die Poleposition. Organisationen wie Individuen in der Öffentlichkeit prägt heute wie nie zuvor der Wunsch danach, authentisch und real zu sein. Aber was ist schon real?
Gemeinsam möchten wir uns dem Schein und Sein in der Kommunikation auf dem 14. LPRS Forum widmen.

Termin:  Freitag, 3. Mai 2019, ab 17.30 Uhr

Ort:        Mediengarten der media city Leipzig, Altenburger Str. 15, 04275 Leipzig

Teilnahmegebühr:

Early Bird Tickets
(bis 31.03.19)
Ticket
Professionals (extern) 70,00 € 80,00 €
Alumni (Lehrbereich) 50,00 € 60,00 €
Lehrstuhl 20,00 € 30,00€
Förderer (je 2 Freikarten) 30,00 € 40,00 €
Aktive Mitglieder 8,00 € 10,00 €
Alumni 20,00 € 30,00 €
Mitglieder anderer PR-Initiativen 12,00 € 15,00 €

 

Beiräte und Ehrenmitglieder erhalten jeweils Freikarten.

Zahlung: Die jeweilige Gebühr (s. Tabelle) ist nach Anmeldung unter Angabe des Namens auf das Vereinskonto zu überweisen. Die Kontodaten werden per E-Mail bekannt gegeben.

Ablauf:

Freitag (03.05.)

16:00-17:00 Uhr Karrieretreffen

17:30-18:30 Uhr Einlass und Sektempfang

18:30-19:00 Uhr Begrüßung

19:00-20:00 Uhr Impulsvortrag

20:00-21:00 Uhr Essen

21:00-22:00 Uhr Impulsvortrag und Abschlussrunde

 

Samstag (04.05.)

09-10:00 Uhr Frühstück

10-11:30 Uhr Vollversammlung

12-14:30 Uhr Workshops

 

Anmeldung REFRESH & LPRS>> Forum 2019
Informationen zu 1) Karrieretreffen und 2) Workshops: 1) Das LPRS-Karrieretreffen findet im Speeddating-Format statt: Im zeitlichen Rahmen von einer Stunde nehmen sich Vertreter von Unternehmen, Agenturen und Beratungen Zeit, um mit aktiven LPRS e.V. Mitgliedern in Kontakt zu kommen. In kurzen Gesprächen besteht die Möglichkeit, sich darüber auszutauschen, welche Vorstellungen Bewerber und Arbeitgeber voneinander haben, wie Bewerbungsmodalitäten aussehen oder wie einen gelungener Lebenslauf aufgebaut sein sollte. 2) Bei den Workshops sind sowohl Aktive, als auch Alumni des LPRS herzlich eingeladen. Hier heißt es selbst aktiv werden: Das Thema are you [for] real kann hands-on erlebt werden. In den vergangenen Jahren konnten wir immer spannende Workshops zu aktuellen Themen der Branche anbieten. Die Vergabe der Plätze erfolgt nach Ablauf der Anmeldefrist.

13. LPRS>>Forum “Die Kunst des Scheiterns – Wie man in der PR aus Fehlern lernt”

  1. LPRS>>Forum “Die Kunst des Scheiterns – Wie man in der PR aus Fehlern lernt”

 

Am 04. Mai öffnete der LPRS – Leipziger Public Relations e.V. – anlässlich des 13. LPRS>>Forum die Türen des Mediencampus für knapp 170 Gäste, die nach Leipzig gekommen waren, um Vorträgen zum diesjährigen Leitthema “Die Kunst des Scheiterns – wie man in der PR aus Fehlern lernt” beizuwohnen. Gemeinsam mit Gästen aus Branche, Wissenschaft und Wirtschaft hatten die Mitglieder des LPRS e.V. eingeladen, Fragen rund um das Thema Fehlerkultur und dessen Potenzial Antrieb für Innovationen zu sein, zu diskutieren.

 

>Stunde 8 Speeddates und zahlreiche Tipps

 

Unter diesem Motto startete am Freitag für 20 Studierende das LPRS>> Forum mit dem Karrieretreffen. Nach einer kurzen Begrüßung ging das Speednetworking schnell los, denn die Zeit war eng getaktet: Alle sieben Minuten wurde mit einer Klingel der Wechsel eingeläutet, bei dem die Studierenden zu einem ihrer acht Gesprächspartner wechselten. Die Reihenfolge wurde vorher vom Organisationsteam durch ein individuelles Matchingverfahren zugeteilt. Aufseiten der Kommunikationspraktiker waren insgesamt 14 Förderer, Unterstützer und Alumni vertreten, die sich den Fragen der Aktiven stellten, aus ihrem Arbeitsalltag berichteten und wertvolle Bewerbungstipps gaben. Diese lockere und sehr persönliche Gesprächsebene bot den Studierenden die Möglichkeit die Kommunikationsexperten alles zu fragen, was sie interessierte. Da fiel es einigen Teilnehmern gar nicht so leicht, beim Klingeln zum nächsten Gesprächspartner weiterzuziehen. So ergaben sich auch nach dem offiziellen Ende des Karrieretreffens noch zahlreiche Gespräche und die eine oder andere Visitenkarte wurde ausgetauscht.

 

Nachdem sich alle Gäste eingefunden hatten und das ein oder andere Wiedersehen zwischen Aktiven Mitgliedern, Alumni und Freunden des Vereins gefeiert wurde, eröffnete die Vorstandsvorsitzende Thu Hoai Bui offiziell das 13. LPRS>>Forum und bedankte sich für die tatkräftige Unterstützung der Aktiven Mitglieder, ohne deren großartiges Engagement der Abend nicht möglich gewesen wäre. Das Wort übergab sie dann an Daniel Neuen, Chefredakteur des PR-Report, der als Moderator durch die Abendveranstaltung führte. Bevor es mit den Impulsvorträgen in medias res ging, startete der Poetry Slammer Malte Rosskopf mit zwei seiner Texte und sorgte für Bauchschmerzen vor Lachen und stimmte damit auf humorvolle Weise auf den kommenden Abend ein.

 

>>Fehler, manchmal auch Freund und Helfer

Den Aufschlag für die Impulsvorträge machte Martin Frommhold, Leiter der Unternehmenskommunikation und Pressesprecher bei der OTTO GmbH & Co KG. Der Versandhandel steckt schon länger in der digitalen Transformation und wandelt sich verstärkt zu einer Plattform. Eine solche Veränderung verlange Mut und auch den Wunsch Neues auszuprobieren und Altes zu hinterfragen. Eine Fehlerkultur sei entscheidend auf diesem Weg und werde bei OTTO schon länger zum Beispiel durch interne FuckUp Nights gelebt, so der gestandene PR-Profi. Allerdings sei es immer wieder die Aufgabe die eigene Mannschaft zu sensibilisieren und gemeinsam die Rückschau auf Fehler zu begehen, um daraus zu lernen. “In vielerlei Hinsicht wirken Fehler ja auch als Motivator – es das nächste mal besser zu machen”, so Frommhold.

 

>>Ohne Fehler keine Erfahrung und ohne Erfahrung keine Fehler

Anna-Lena Müller, ehemals Head of Digital Channels bei Microsoft Deutschland, stellte den Umgang mit Fehlern in den Fokus ihres Vortrags. Fehler an sich seien weniger das Problem, als das, was aktuell einerseits mit einem unrealistischen Hype um eine Fehlerkultur gemacht würde sowie andererseits das einseitige Verteufeln von Fehltritten. Man müsse vor allem bei der Begriffsdefinition des Fehlers ansetzen. Diese impliziere, dass grundsätzlich alles Falsche auch ein Fehler sei – ein Trugschluss, den es zu beheben gelte. Denn: “Ohne Fehler keine Erfahrung und ohne Erfahrung keine Fehler”, bekräftigt Müller. Weiterhin macht die XY-jährige deutlich, dass in der vom Output getriebenen PR-Branche oftmals ein ungesunder Perfektionismus an den Tag gelegt werde, der ursächlich für Fehler sei. Mehr Gelassenheit und weniger Druck würden in vielen Fällen mehr helfen und weniger Fehler produzieren. Und wenn dann doch mal was schief läuft? Zeit nehmen, reflektieren, den Fehler einordnen und die Schuld nicht sofort nur bei sich suchen. Und zum Schluss Verantwortung übernehmen, denn dann werden auch Lernprozesse in Gang gesetzt.

>>Mut und Vertrauen in sich als Antwort auf Versagensängste

Einen Blick zurück auf den beruflichen Werdegang und damit verbundene Fehltritte warf Senior Vice President Communication der Deutschen Telekom AG, Philipp Schindera. Mit der Ambition nach journalistischen Sternen zu greifen, musste er in jungen Jahren die ein oder andere Niederlage einstecken. Dass er heute für die Telekom sprechen darf, so der erfahrene Kommunikator, verdankt er unter anderem seinem Durchhaltevermögen aber auch dem Mut sich größeren Aufgaben anzunehmen und vor diesen nicht aus Angst Fehler zu machen zurück zu schrecken. „Traut euch, übernehmt Verantwortung. Wenn euch jemand eine Aufgabe gibt vor der ihr Respekt habt, dann hat derjenige das Vertrauen darin, dass ihr das gut machen werdet.“ Ein Appell an mehr Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten und den Mut immer wieder Neues zu probieren sind sicherlich gute Ratschläge für junge Nachwuchskräfte der Branche.

 

>>Vom Fehlermanagement hin zu einer langfristigen Fehlerkultur

Nach jedem Vortrag stellten sich die Referenten noch den Fragen des Publikums. Mit der Anwendung Slido, die auch schon im vergangenen Jahr zum Einsatz kam, hatten die Besucher des LRPS>>Forum die Möglichkeit Fragen an die Vortragenden zu richten. Nach einem ausgiebigen Abendessen mit Barbecue schloss sich die Abschlussrede von Simone Gerwers, Managementberaterin und Executive Führungskräfte Coach von an. Sie machte zunächst deutlich, dass ein Gros der Unternehmen bereits daran sind ein Fehlermanagement zu etablieren. Dies sei aber oftmals mehr der Versuch Fehler zu identifizieren und aufzudecken, getrieben von einem Optimierungsgedanken, anstatt langfristige Prozesse zum Umgang mit Fehlern zu etablieren. Auch die Krux des ständigen Perfektionsismusstrebens sprach Gerwers an und zeigt, dass die Angst vor Fehlern und Sicherheitsstrategien ganz natürliche Mechanismen des Menschen sind, die in Unternehmen und insbesondere von Führungskräften verinnerlicht werden müssten, um bei einer Fehlerkultur sinnvoll ansetzen zu können. Mehr Mut aber auch Demut, das Fördern von Resilienz sowie das Befördern von positiven Erfahrungen und “Entdeckerfreude” sind Tipps, die die Beraterin dem Publikum abschließend an die Hand gibt.

Den inhaltlichen Teil rundet eine Panel-Diskussion, die in Frage-Antwort-Manier doch sehr harmonisch bleibt, den Abend ab. Anschließend wurde genetzwerkt, gelacht und gefeiert und noch bis in die in die Nacht getanzt.

 

Der LPRS e.V. dankt seinen Gästen für einen wunderbaren Abend und allen aktiven Mitgliedern, Alumni, Förderern sowie Sponsoren des Vereins für die großartige Unterstützung beim 13. LPRS>>Forum.  

Text: Gina Cimiotti (M.A. Communication Management)

Bilder: Arthur Baum

 

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Neue Visionen am PR-Horizont? Das war das LPRS-Forum 2017

  1. LPRS>>Forum „Wanted: The Next Big Thing – auf der Suche nach neuen Visionen am PR-Horizont“

Am 19. Mai 2017 begab sich der LPRS – Leipziger Public Relations Studenten e.V. –  beim 12. LPRS>>Forum auf die Suche nach dem Next Big Thing der PR. Gemeinsam mit den Gästen aus Branche, Wissenschaft und Wirtschaft luden die spannenden Referenten des Abends die Mitglieder des LPRS e.V. dazu ein, den Blick auf ihre Ideen für den nächsten Gamechanger der PR zu richten.  

Der Abend begann jedoch traditionell mit dem Sektempfang, der auf der Dachterrasse des Veranstaltungsorts, der LVZ Kuppelhalle, einen tollen Blick über ganz Leipzig bot. Mit interessanten Gesprächen und dem ein oder anderen Wiedersehen zwischen Aktiven Mitgliedern, Alumni und Freunden des Vereins wurde so der Weg in einen schönen Abend geebnet. Um 19 Uhr eröffnete der Vorstandsvorsitzende Jonas Scherhaufer dann offiziell das 12. LPRS>>Forum und bedankte sich bei allen Aktiven Mitgliedern, Alumni und Förderern des LPRS e.V. für ihre großartige Unterstützung, ohne die der Abend nicht möglich gewesen wäre. Direkt im Anschluss übernahm Daniel J. Hanke, Moderator des Abends und Alumnus des LPRS e.V., das Wort und sprach über seine Vergangenheit in Leipzig mit einem Pladoyer für die Stadt, aber vor allem auch für den Studienstandort und ganz besonders für den LPRS. Hanke freute sich dabei im Anschluss, das Wort an seinen Kollegen und Managing Partner bei Klenk & Hoursch, Dr. Georg Kolb für die Keynote zu übergeben. Kolb sprach über die Kommunikation in der vernetzten Welt. In seiner Kurzrede über soziale Phänomene wie das „Social Grooming“ machte er dem Publikum klar, dass die Zeit reif für neue Kommunikationsmodelle, abseits von Hierarchien hin zu netzwerkartigen Strukturen, sei. Das „Social Grooming“ helfe diese Netzwerke zu stabilisieren, in dem die Mitglieder sich gegenseitig kommunikativ und sozial „lausten“. Denn die Interaktion zwischen den Menschen sei von großer Bedeutung für die Erhaltung der sozialen Netzwerke. Mittel zum Zweck sei hierbei vor allem die Geschichte, die die Menschen nutzen, um miteinander zu kooperieren. Kolbs Quintessenz: Die Kommunikation brauche eine neue Rahmenerzählung und die Kommunikationsmodelle, die daraus entstünden, müssten die richtige Balance zwischen Hierarchie und Netzwerk finden.  

>> „Alexa, Alexa…?“

Den ersten Impulsvortrag und somit der erste Vorschlag für das Next Big Thing der PR kam von Benedict Rehbein, Geschäftsführer des LPRS>>Förderers pioneer communications und Alumnus des Vereins. Mit dem Titel ‚„Schatz, wir müssen reden!“ Warum es in Zukunft wieder „Voice first“ heißen wird‘ bot der LPRS>>Alumnus einen Einblick in die sprachgesteuerte Zukunft der Kommunikation. Mit seiner charmanten Begleitung, Alexa – der Sprachassistentin von Amazon – machte Rehbein deutlich, dass die Steuerung per Stimme in der Kommunikation immer prominenter wird und das ‚Internet of Voice‘ ein hohes Potential in sich trägt. Darüber hinaus gäbe es schon viel Technik, die Sprachsteuerung möglich mache und ein weiterer Pluspunkt sei, dass wir schon viel Vertrauen zu Technik hätten und diese durch Sprache noch weiter gefestigt würde. Zum Schluss seines Vortrags durfte dann auch Rehbeins charmante Assistentin Alexa noch etwas sagen: Sie erklärte auf Rehbeins Frage hin einem Raum voller PR-Profis, wer Günter Bentele und was PR sind. Doch auf die Frage was ihrer Meinung nach das Next Big Thing ist, musste auch sie eine Antwort schuldig bleiben.  

>> Nicht nur reden, sondern auch zuhören!

Im zweiten Impulsvortrag von Maria Borner, ebenfalls LPRS>>Alumna und Consultant bei FTI Consulting, drehte sich alles um das Thema Zuhören. Hierbei ging es nicht um das Zuhören, wie wenn man der eigenen Mutter am Telefon nur mit halben Ohr zuhört, sondern um organisationales Listening, also das Zuhören von Unternehmen oder Organisationen. Doch nach Borner liegen diese beiden Arten des Zuhörens häufig nicht so weit auseinander: Viele Organisationen hätten mittlerweile gelernt, sich ihren wichtigen Zielgruppen gegenüber zu artikulieren und jeder kennt das Resultat: Alle haben etwas zu sagen und es gibt eine Informationsflut, die über die relevanten Zielgruppen hinwegschwappt. Dem gezielten Zuhören werde jedoch in vielen Unternehmen noch wenig Beachtung geschenkt, so Borner, obwohl es ein wichtiger Bestandteil der strategischen Kommunikation sei. Dabei müsse das Zuhören nicht klassisch-funktional, sondern postmodern-emergent betrachtet werden: Nicht nur zuhören, weil man es muss, sondern, um mit den Zielgruppen in Dialog zu treten und herauszubekommen, was sie tatsächlich bewegt und was sie vom Unternehmen wollen. Daher auch Borners Playdoyer: „Listening is The Next Big Thing.“  

>> Emotional Media – jeder will geliebt werden

Die drei Vorschläge um das Next Big Thing der PR komplettierte Daniel Rehn, Digital Trend Scout bei der Agentur achtung!. Mit seinem Exkurs durch die kommunikativen Dauerbrenner-Trends der PR sorgte er mit Aussagen wie „Social Media ist tot“ oder „Jeder will geliebt werden und nicht polarisieren“ für einen kurzweiligen Vortrag, der den Zuhörern den „great shift“ der Kommunikation vor Augen führen sollte: Mit vielen Informationen, wenig Zeit und wenig Wissen auf Seiten der User hätten Soziale Medien ausgedient, da diese immer weniger genutzt würden, um Inhalte mit seinem Netzwerk zu teilen oder mit diesem zu interagieren. Stattdessen verbringen die meisten Nutzer laut Rehn ihre Zeit im Facebook-Messenger oder nutzten Snapchat, um direkt miteinander zu kommunizieren. Emotionales Storytelling sei dabei laut Rehn der Trend der Zukunft, da Emotionen immer noch höher gewichtet werden. Denn wie bereits zu Beginn erwähnt: Jeder will geliebt werden und nicht polarisieren.  

 >> The Next Big Thing? Auf jeden Fall neugierig bleiben!

Im Anschluss an die Impulsvorträge durften dann in der Pause die Besucher des 12. LPRS>>Forum über das Next Big Thing der PR entscheiden. Mit Hilfe der Anwendung Slido, die nicht nur zur Abstimmung, sondern auch für Fragen genutzt werden konnte, entschied sich der Saal für den Vortag von Daniel Rehn. Damit wurde das emotionale Storytelling zum Next Big Thing der PR gewählt und im Anschluss mit einer kleinen Podiumsrunde diskutiert. Die Gäste auf dem Podium um Daniel J. Hanke als Moderator waren vielfältig: Neben dem langjährigen Förderer und Beirat des LPRS e.V. Dietrich Schulze van Loon, durften ebenfalls Kathrin Kloppe, Alumna des LPRS e.V. und Referentin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie Nils Haupt, Kommunikationschef des Traditionsunternehmens Hapag-Lloyd Platz nehmen. Gemeinsam diskutieren sie über das emotionale Storytelling als Next Big Thing der PR und wurden sich einig, dass Emotionen auf jeden Fall wichtiger in der Kommunikation werden. Dabei sei es bei aller Technikgetriebenheit auch wichtig, nicht den Blick für das Wesentliche zu verlieren: Kommunikation werde immer noch durch Menschen gemacht, auch wenn die Technik ein immer größerer Bestandteil der Kommunikation werde, so Schulze van Loon. Dabei müssten die Kommunikatoren auch nach wie vor Haltung beweisen, stimmte Kloppe zu. Dem entgegnete Haupt mit dem Argument, dass Haltung zwar wichtig, aber häufig auch einfacher gesagt als getan sei. So gäbe es auch immer wieder Situationen in denen die eigene Haltung schwierig einzuhalten sei und man immer wieder abwägen müsse. Zum Schluss einigten sich dennoch alle Podiumsteilnehmer auf ein Next Big Thing: Neugierig sein und bleiben!  

 

Der LPRS e.V. dankt seinen Gästen für einen wunderbaren Abend und allen aktiven Mitgliedern, Alumni, Förderern sowie Sponsoren des Vereins für die großartige Unterstützung beim 12. LPRS>>Forum.  

Text: Juliane Gerstenberg (M.A. Communication Management)

Bilder: Maria Bauer

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