PR-Talk to Go #5 – Carolin & Alexander von Zalando über internationale Unternehmenskommunikation

Geballte Kommunikationspower: Im Interview zum Thema Internationalisierung – von Deutschland in die Welt geben mit Carolin Döring und Alexander Styles gleich zwei Kommunikationsexperten spannende Einblicke in die Zalando-Welt. Von “die beste bis hin zur nervigsten Kampagne”, diese Auszeichnungen erhielt die berühmte Kampagne “Schrei vor Glück” in unterschiedlichen Ländern europaweit. Ein gutes Beispiel dafür, welches kommunikative Feingefühl bei einer internationalen Ausrichtung eines Unternehmens gefragt und gefordert ist. International = lokale Anpassung: In Europa sind die einzelnen Länder lange nicht auf dem gleichen Stand beim E-Commerce; während in Deutschland und der Schweiz verschiedene globale Player auf dem Spielfeld um Aufmerksamkeit ringen, muss in den osteuropäischen Ländern durch die Kommunikation erst einmal Vertrauen geschaffen werden. Wie das gelingt, welche Themen auf der Agenda stehen und welche Rolle Ausprobieren & Adaptieren in der Kommunikation spielen, erfahrt ihr in der fünften Ausgabe des LPRS Podcasts.

Link direkt zu SoundCloud: https://soundcloud.com/user-453134402/lprs-podcast-5-carolin-d-und-alex-s-von-zalando-uber-internationale-unternehmenskommunikation

15. LPRS>>Forum am 24.04.2020: Need for Lead – Führung in der digitalisierten Arbeitswelt

Die digitale Transformation birgt für Kommunikatorinnen und Kommunikatoren neue Chancen, stellt sie aber gleichzeitig auch vor Herausforderungen. Führungskräfte im Kommunikationsmanagement sind dabei mit einer ganzen Reihe von Themen – von agilen Organisationsstrukturen bis hin zum Umgang mit Arbeitsstress – konfrontiert. Das LPRS>>Forum 2020 soll dabei den in der Praxis vielzitierten Terminus Leadership 4.0 in den Fokus rücken.

Im Kontext moderner Arbeit sind alle Beteiligten gefordert umzudenken. Das bedeutet auch damit umgehen zu lernen, dass Hierarchie eben nicht mehr das „alles Entscheidende“ ist, sondern Wissen, Gestaltungskraft und gute Ideen den Unterschied ausmachen. Für Führungskräfte gilt, den Mitarbeitenden mehr Spielraum zu geben und Lösungen zu akzeptieren, die nicht in „einem Kopf “ entstanden sind, sondern in vielen Köpfen. Es geht zudem darum loszulassen, Unsicherheiten auszuhalten und sich selbst als Führungsperson einen permanenten Lernprozess zuzugestehen.

Vor dem Hintergrund agiler Organisationsstrukturen sind Führungskräfte auch mit wandelnden Anforderungen an ihre eigene Rolle konfrontiert. Mit der Transformation in weniger hierarchische Strukturen müssen sie ihre Mitarbeitenden bestärken Verantwortung zu übernehmen, Tools zur Selbstorganisation, wie Scrum oder Kanban, zu integrieren und sich selbst in diese neuen Strukturen einfügen. Letztendlich stellt sich also gerade im Kontext moderner Arbeit und Organisationsstruktur die Frage: Braucht es überhaupt noch Führungskräfte?

Zum 15. Jubiläum laden wir am 24. April herzlich zum LPRS>>Forum unter dem Thema „Need for Lead – Führung in der digitalisierten Arbeitswelt“ nach Leipzig ins Felix im Lebendigen Haus ein. Anmeldungen zum Forum werden ab Mitte Februar möglich sein.

Schreiben für die PR: Wie man Wörtern Wirkung verleiht – Schreibwerkstatt der DPRG

Gute Texte verschaffen Wettbewerbsvorteile. Wie man mit einfachen Worten einen Text locker und gleichzeitig aussagekräftig formulieren kann, das zeigte Jürgen Schnell, gelernter Journalist und Mitglied in der DPRG-Schreibwerkstatt. In einem aufschlussreichen Vormittagsworkshop am Freitag, dem 10. Januar 2020, versorgte der ehemalige Wirtschaftsressortchef der Sächsischen Zeitung die LPRSler mit zahlreichen Tipps und Tricks, zum Verfassen starker Texte. Insbesondere gelang es ihm dabei, dazu anzuregen, sich stärker mit der Auswahl und Wirkung bestimmter Wörter auseinanderzusetzen. Welches Wort passt wann am besten? Was kann es zum Beispiel bedeuten, wenn geschrieben wird, dass die Veranstaltung überwältigend war? War sie ermüdend, überfordernd oder unerwartet überzeugend? Die Antwort darauf mag jeder Teilnehmer selbst finden. Die Unterschiede, die hierbei die Wortwahl ausmachen kann, sind jedoch mit Sicherheit jedem von ihnen deutlich geworden.

Text: Lea Klein und Helene Lamprecht

„Die Digitalisierung ist ein großer Segen für die Kommunikation“ – PR-Salon mit Clarissa Haller

Ob es nun Social-Media-Analytics, Chatbots oder automatisch an die Nutzerinteressen angepasste Inhalte sind – die digitale Transformation hat die Kommunikationsbranche längst erreicht. Im Rahmen des PR-Salon der Leipziger Public Relations Studenten (LPRS) gab Clarissa Haller, Leiterin Group Communications des Münchner Traditionsunternehmens Siemens, am 13. November 2019 Einblicke in den Einsatz künstlicher Intelligenz in der Unternehmenskommunikation. Unter der Moderation von Jens Hagelstein (Lehrstuhl für Strategische Kommunikation) und Patricia Hauck (LPRS e.V.) sprach Haller unter anderem darüber, welche Anforderungen die zunehmende Digitalisierung an das Profil des Kommunikationsnachwuchses stellt.

In Zeiten von Alexa und Siri ist die Diskussion über die Chancen und Risiken künstlicher Intelligenz mittlerweile allgegenwärtig. Nach ihrem Wechsel an den Wittelsbacherplatz im Juli 2016 trieb Clarissa Haller, zuvor unter anderem in der Schweiz für ABB und Credit Suisse tätig, das Thema auch beim deutschen Technologiekonzern voran. Trotz der negativen Stimmen gegenüber Anwendungen künstlicher Intelligenz versuche sie immer, das Positive zu sehen. „Die Digitalisierung bietet unglaubliche Chancen und ist ein großer Segen für die Kommunikation.“, so Haller. Künstliche Intelligenz könne einfache Arbeiten übernehmen und erlaube der Kommunikationsabteilung mehr Zeit für andere, wichtigere Aufgaben.

Implementierung von KI braucht Zeit
In punkto Digitalthemen möchte Haller die Kompetenzen im Haus haben. Die digitale Kommunikation unter der Leitung von Mark Seall wartete dabei zuletzt mit einer Reihe neuer Lösungen auf. Dazu gehört unter anderem Coffee Mug, ein auf künstlicher Intelligenz basierender Newsfeed, der den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entsprechend ihrer Präferenzen Inhalte der Siemens-Plattformen vorschlägt. Die digitale Kaffeetasse sorgt aus Sicht der Kommunikationschefin insbesondere für mehr Sichtbarkeit im Intranet-Dschungel: „Allein im Intranet haben wir Millionen von Seiten, mit denen nicht interagiert wird. Das ist viel guter Content, der nicht gesehen wird.“ Dennoch verläuft die Einführung KI-basierter
Lösungen nicht ohne Anlaufschwierigkeiten. „Am Anfang habe ich Dinge angezeigt bekommen, die passten überhaupt nicht. Aber die KI lebt eben davon zu lernen. Die Herausforderung ist, die Leute nicht zu verlieren. So eine Implementierung braucht Zeit.“, so Haller.
Doch es gehe nicht nur darum, Inhalte für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sichtbar zu machen. Auch die Siemensianer selbst können zu Botschaftern des Unternehmens werden. Haller: „Es ist ja nicht mehr so, dass die Welt nur darauf wartet, was Siemens sagt. Mit internen Influencern erreichen wir eine ganz andere Reichweite und auch Glaubwürdigkeit.“ Die Plattform Ingenuity unterstützt diese mit Hilfe von KI nicht nur beim Schreiben von Texten, sondern schlägt passenden Autoren zudem konkrete Themen vor, die zum aktuellen Zeitpunkt in der Diskussion stehen.

Coffee Mug und Ingenuity gehen einher mit weiteren Lösungen, wie Analytics Unlocked. Die Plattform, die verschiedene Datenquellen konsolidiert und einen zentralen Engagement Score bereitstellt, musste sich zuletzt bei den PR Report Awards in der Kategorie Digitale Kommunikation geschlagen geben. Sinnbildlich – den Sieg holte Siemens mit einem anderen Projekt. Reimagine the game maß bis vor kurzem die Fanenergie in der Münchner Allianz Arena und visualisierte die Daten. Kommunikatoren als Kuratoren und Ansprechpartner Die Digitalisierung habe laut Clarissa Haller auch die Kultur in der Kommunikationsabteilung sehr verändert: „Es gibt eine große Begeisterung, solche Projekte umzusetzen.“ Doch was bedeutet die Digitalisierung nun für die notwendigen Kompetenzen des Kommunikationsnachwuchses? Nach wie vor brauche es Leute, die guten Content machen, die Arbeit habe sich jedoch stark verändert, so Haller. „Es geht darum, Inhalte zu kuratieren und Ansprechpartner zu sein. Man muss den Wandel der Kommunikation verstehen, gestalten und so Verantwortung übernehmen.“ Im Wandel mit Blick auf mehr Freiheit befindet sich aus Hallers Sicht auch das Wesen der Führung: „Leadership bedeutet, Mitarbeitern den Raum zu schaffen, um zu arbeiten und zu wachsen.“ Letztendlich könne jeder, unabhängig des Alters, seinen Beitrag leisten und Führung übernehmen.

Der LPRS e.V. bedankt sich bei Clarissa Haller für die spannenden Einblicke sowie interessanten und offenen Gespräche in der Leipziger Villa Ida.

Rotating Dinner mit der Brunswick Group

Immer häufiger oder zumindest immer öffentlicher stehen Unternehmen vor kommunikativen Krisen und dem damit einhergehenden Druck, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Die wohl wichtigste Frage, die sich dabei stellt, ist welche Strategie der gefährdeten Reputation des Unternehmens zugutekommt und wie effektiv gegen Kommunikationsengpässe vorgegangen werden kann. Die Antwort auf diese und viele weitere Fragen wurden dem LPRS am 21. November im Macis Biorestaurant von sieben Vertreterinnen und Vertretern der Brunswick Group ehrlich, tiefgehend und gleichzeitig in entspannter Atmosphäre beantwortet.

Das Aufeinandertreffen des LPRS und den Mitarbeitern der Brunswick Group aus Frankfurt am Main, München und Berlin wurde initiiert durch unsere Alumna Gertrud Kohl (Office Frankfurt Am Main), die seit Mitte des Jahres bei Brunswick als Executive tätig ist.

Geschmackvoller Input

„Ich bekomme immer noch Telefonanrufe, weil jemand bei mir eine Bowlingbahn reservieren will.“, leitet Dr. Philipp Schüler (Director in Frankfurt Am Main) die Vorstellungsrunde der Brunswick Group ein. Neben ihm und Frau Kohl sind fünf weitere Vertreter*innen der drei deutschen Geschäftsstellen angereist, die sich selbstverständlich nicht etwa mit Bowling-, sondern mit Kommunikationskonzepten befassen: Hector Carlos Reichard (Executive in Frankfurt.a.M.), David Emmering (Account Director in München), Regina Craja (Associate in Berlin), Sandra Meisinger (Executive Assistant und Human Resources Manager in Berlin) und Sascha Müller (Associate in Berlin).
Kulinarisch begleitet von köstlichen Appetizern, stellen die Expert*innen ihre Arbeitsbereiche vor und nehmen sowohl Bezug auf generelle Problemstellungen als auch auf spezifische Fallstudien aus ihrem Arbeitsalltag. Die Themen führen von Pharmazie, über Cyberbedrohungen, Marketing, Umweltbelastung bis zu Unternehmensumstrukturierungen. Sandra Meisinger gibt außerdem einen Einblick, wie die Bewerbung und der eventuelle Einstieg bei der Brunswick Group aussehen kann und welche Etappen im Einstellungsprozess auf Interessenten zukommen.
Im Anschluss kann der bewegte Teil des Abends beginnen. Das hervorragende Drei-Gänge-Menü wird jeweils an drei verschiedenen Tischen eingenommen, sodass man zu jedem Gang an einem neuen Tisch mit anderen Gesprächspartner*innen sitzt.

 

 

Neue Zukunftsperspektiven

Während des Essens bietet sich nun die Gelegenheit, die einzelnen Vertreter*innen der Brunswick Group genauer zu ihren Fällen zu befragen. Vielen Studierenden wird dabei erst bewusst, welche Chancen und Optionen die Beratungsbranche bietet. Passionierte, humorvolle und aufrichtige Gespräche bei Tisch weckten das Interesse an der Vielfältigkeit des Beraterberufes.

 

 

Symbiose aus Professionalität und Geborgenheit

Da viele der anwesenden LPRS Mitglieder Masterstudierende sind, die sich auf Arbeits- oder Praktikumssuche befinden, geht es auch viel um den Arbeitsalltag bei Brunswick, das zu bewältigende Pensum und auch um moralische Präferenzen und inwiefern diese eine Rolle spielen können bzw. dürfen.
Die Fragen werden von den Vertreter*innen unverblümt beantwortet. Auch wenn es Tage gibt, an denen man um 7 Uhr das Büro betritt und um 21 Uhr noch kein Feierabend in Sicht ist, herrscht stets ein angenehmes Miteinander, welches einem die Arbeit erleichtert. In Momenten, in denen volle Leistung aus persönlichen Gründen nicht möglich ist, wird sich gegenseitig geholfen, um Überlastungen und Lustlosigkeit zu vermeiden. Zumeist wird in Gruppen an einem Fall gearbeitet, sodass auf mehreren Ebenen agiert werden kann und eine effektive Arbeitsteilung gewährleistet ist. Auch wenn jeder sein Fachgebiet hat, sollte man in der Lage sein, sich auch mit Problemen anderen Ursprungs auseinanderzusetzen.
Neben dem gehaltvollen Input durch Brunswick bietet das Dinner den Mitgliedern des LPRS ebenfalls Gelegenheit sich untereinander neu oder besser kennenzulernen. Gemeinsame Erfahrungen, Geschmäcker und Zukunftsvorstellungen werden ausgetauscht und untermalt vom zurückhaltend festlichen Ambiente des Maci Restaurants.

 

 

 

Ganz ihrem Slogan „One Firm. Globally.“ entsprechend hat Brunswick gezeigt, dass sie ihren Stakeholdern lösungsorientiert und positiv zur Seite zu stehen. Dabei schöpfen sie ihre globalen Fähigkeiten optimal aus und legen gleichzeitig Wert auf effizientes, strukturiertes Personalmanagement. Aus Krisen werden Möglichkeiten.

Der LPRS – Leipziger Public Relations Studenten e.V bedankt sich bei der Brunswick Group für den warmherzigen, informationsgefüllten und zukunftsbejahenden Abend.

Managementtools in der Unternehmenskommunikation – Workshop mit Stephan Fink von Fink & Fuchs

Wie sieht der effiziente, effektive und vor allen Dingen zielgerichtete Einsatz von Managementtools in der Kommunikation aus? Dieser Frage gingen am 22. November 2019 Mitglieder des LPRS zusammen mit Stephan Fink, Vorstand der Fink & Fuchs AG, auf den Grund.

Bereits zu Beginn des Workshops wurde klar: Erwartungsmanagement ist enorm wichtig. Denn die Erwartungen von externen und internen Auftraggebern und deren entsprechende Ausformulierung stellen einen wichtigen Erfolgsfaktor für die spätere Kommunikation dar. Was sind die Ziele der Organisation? Wie sieht das Leitbild der Marke aus und gibt es eine Unternehmensvision? Antworten auf diese Fragen zu erhalten, machen für Stephan Fink, der schon seit 35 Jahren Organisationen aus unterschiedlichsten Branchen berät, ein gutes Briefing aus.

Doch mit dem Briefing fängt die Arbeit natürlich erst an und so arbeiteten sich die Teilnehmer zusammen mit Stephan Fink Schritt für Schritt durch den strategischen Kommunikationszyklus – von der Analyse über die Planung und Umsetzung bis hin zur abschließenden Evaluation. Dabei wurden die unterschiedlichen Tools und Anwendungsbereiche nicht nur vorgestellt, sondern kamen auch direkt zur praktischen Anwendung. 

„Die Größe unserer Gruppe war ideal, um ins Gespräch zu kommen und auch der Raum hatte Potenzial, um interaktiv zu werden.“ – Theresa Nickol

Was sind unsere Business- und Kommunikationsziele, wen gilt es zu erreichen und wie schaffen wir es, gefunden zu werden? Im Hinblick auf diese Fragen wurden Ansätze aus dem Design Thinking, Business Canvas oder Benchmarks vorgestellt und an einem praktischen Beispiel Tools wie SWOT-Analyse, Stakeholder Map oder Communication Touchpoint Analyse genauer ausdurchleuchtet und hinterfragt. 

Dabei können Onlinetools zur Analyse von Themen, Berichterstattung, Share-of-Voice, SEO oder Netzwerken wertvolle Hinweise darüber geben, welche Präsenz Unternehmen im Web haben und wie sie dort auffindbar sind. 

Wer sind wichtige Stakeholder und wo ergeben sich Berührungspunkte der Stakeholder mit dem Unternehmen? Solche Fragen scheinen auf den ersten Blick sehr banal, doch nur die tiefere Analyse sorgt für die notwendigen Zuspitzungen, liefert Ideen und Ansatzpunkte für zielführende Kommunikationsstrategien, die effektiv und nachhaltig auf die Businessziele des Unternehmens einzahlen. 

„Das Thema ist aktuell und für uns auch total relevant, wie ich finde.“ – Patricia Hauck

Neben der Notwendigkeit einer strukturierten Vorbereitung ist jedoch auch die nachvollziehbare und stringente Umsetzung von Strategien und Maßnahmen zu managen. Es mag einfach erscheinen, aber Maßnahmen präzise zu beschreiben, Kommunikationspläne, Checklisten, Protokolle sowie Redaktionspläne zu verfassen, spielen hier die entscheidende Rolle.  

Praktische Beispiele konnte Stephan Fink auch in Bezug auf die Evaluation geben. Mithilfe von Onlinetools können hier nicht nur Onlinebeiträge und deren Multiplikatoren betrachtet werden, sondern auch die Kanäle, auf denen ein Austausch zu einem Thema stattfindet. Die Tonalität ist allerdings weiterhin genauer zu betrachten, da die maschinelle Analyse hier nach wie vor an Grenzen stößt.

„Durch die Kombination aus interaktiven Themen und wertvollen Praxisbeispielen konnte ein ganzheitlicher Überblick über relevante Managementtools und ihre Anwendung vermittelt werden.“ – Lisa Zweier

Vielen Dank an Stephan Fink für seine Einblicke aus der Praxis.

Medientraining mit Henning Marten von WMP EuroCom – Workshop

Greta Thunberg holt sich den LPRS e.V. als Kommunikationsberater. Zumindest fiktiv. Beim Medientraining mit Henning Marten, Senior Director von WMP EuroCom, am 25. September 2019, durften sich nämlich neun Aktive des LPRS e.V. genau diesen Fall vorstellen und für einige Stunden auch ausleben. Als Szenario dachte sich Henning Marten die Talksendung LPRS KONTROVERS aus, in deren Rahmen die Oppositionen Team Greta vs. Team Fridays For Future, repräsentiert durch je eine Sprecherin, antreten sollten. Ziel dieses praktisch orientierten Medientrainings war es, durch professionelle Unterstützung zu erlernen, wie man souverän als Berater in der Öffentlichkeit auftritt und auch im Kreuzverhör der Medien die Ruhe bewahrt.

Henning Marten, der in seinem Leben wertvolle Erfahrungen als TV-Produzent für namhafte private, aber auch öffentlich-rechtliche Sender sammelte und aktuell bei der Unternehmens- und Kommunikationsberatung WMP EuroCom AG zahlreiche Mandanten aus der Wirtschaft, Politik und aus den Medien betreut, schien dafür der ideale Mentor.

Bei dem fiktiven Fall schwang sehr viel Reales mit: die 16-Jährige Greta Thunberg aus Schweden ist längst das Gesicht einer neuen Bewegung und damit einer ganzen Generation, die den Ernst der Lage begriffen hat und sich aktiv an der Klimaschutzdebatte beteiligt. Allerdings entwickelt sich Greta zunehmend zu einem Hassobjekt in den Medien und einem zentralen Feindbild im Netz. Es stellt sich also die Frage: Wohin führt diese Debatte?

Die neun Teilnehmerinnen hatten nun die Chance, die Antwort auf diese Frage aktiv zu gestalten. Aufgabe war es, die aktuelle Kontroverse aufzugreifen, die Lage aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten und schließlich innerhalb einer fiktiven Talkshow in den verbalen Ring zu treten.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde, um sich gegenseitig kennenzulernen, wurden die drei Teams Moderator, Fridays For Future und Greta vorgestellt. Die Moderatorin und ihre Redaktion dahinter beabsichtigen eine aufgeheizte Stimmung, um Gretas Untergang herbeizuführen und für eine gute Quote zu sorgen, Fridays For Future wollen Greta aufgrund der zunehmenden Personenkultur vom Thron der Bewegung stürzen und bringen deshalb vor allem sachliche Argumente ans Licht und Gretas Team muss sich entscheiden, ob sie in Würde die Talkshow verlässt oder durch die Kritiker entmachtet wird.

An dieser Stelle offenbarte uns Henning Marten vier wesentliche Punkte, die in der Beratung hinsichtlich Medienauftritten bedeutend sind:

  1. Kenne deinen Klienten!
  2. Finde deine drei Key Messages!
  3. Schreibe einen Probelauf für den Auftritt!
  4. Spiele diverse Szenarien bis zur Genüge nach!

Nach dem kurzen Briefing formierten sich die drei Dreiergruppen und die Argumente fetzten nur so durch den Raum. Denn nach nur einer halben Stunde mussten die drei Hauptdarstellerinnen feststehen und sich ihrer Position sicher sein, weil im Anschluss auch schon die Talkshow begann.
Sowohl vor als auch nach der Talksendung gab Henning Marten wertvolle Tipps, Anregungen und auch konstruktive Kritik zum Argumentationsstrang während der Show. Wir konnten viele essenzielle Informationen im Umgang mit oppositioneller Meinung mitnehmen, Neues ausprobieren und haben durch das Training viel Sicherheit bekommen. Zudem durften wir einiges Spannendes über den Berateralltag lernen. Danke an Henning Marten für einen lehrreichen Freitagnachmittag!

Text: Lea Sophie Klein

Public Affairs in Zeiten der Digitalisierung – WISSENschafftPRAXIS mit Dr. Daniel Wixforth von 365Sherpas

Unter dem Titel „Vom Geldkoffer zur Lobby-KI? Public Affairs zwischen alten Mythen und neuen Technologien” fand am 24. Oktober 2019 das Format WISSENschafftPRAXIS des LPRS e.V. statt. Dr. Daniel Wixforth, Partner bei 365 Sherpas Corporate Affairs & Policy Advice, war in Leipzig zu Gast und gab einen Einblick in die besonderen Herausforderungen einer politischen Beratung in Zeiten der Digitalisierung.

Politik steht heutzutage unter Dauerbeobachtung und Wirtschaft kann nicht mehr unpolitisch sein. Mit diesen Thesen beginnt Daniel Wixforth seinen Vortrag vor den Leipziger Studierenden. Was bedeutet das konkret für Politiker und Unternehmen? Einerseits müssen Politiker jederzeit darauf achten, wie sie in der Öffentlichkeit auftreten. Dabei kann es von Vorteil sein, die digitalen Medien zu nutzen, um sich selbst in der Öffentlichkeit zu positionieren – bevor es andere tun. Auf der anderen Seite können Unternehmen politischen Fragen nicht mehr aus dem Weg gehen. Sie müssen bereit sein, politisch Stellung zu nehmen. Beratungen wie 365 Sherpas helfen ihnen dabei, in der politischen Sphäre zurechtzukommen. Sie schlagen die Brücke zwischen Wirtschaft und Politik und machen beide Sphären miteinander kommunikationsfähig, erklärt Daniel Wixforth. Dafür ist es wichtig, aktuelle und anstehende Gesetzgebungsverfahren zu kennen, über gesellschaftliche Debatten und Entwicklungen Bescheid zu wissen und übergeordnete politische Entwicklungen zu beobachten.

Die wertvollsten Marken gehören heute den Digitalkonzernen – ein klares Zeichen für die hohe Bedeutung der Digitalisierung für Wirtschaft und Politik. Die Märkte verändern sich und der Bedarf an neuen Regulierungen wächst, wodurch auch die Digitalpolitik immer relevanter wird. Politik sucht in digitalen Zeiten Orientierung und Modernisierung. Intransparenz kann sie sich nicht mehr leisten. Das gilt auch für den Lobbyismus, der lang nicht mehr so klandestin daherkommen kann wie früher vielleicht einmal. Außerdem setzen sich Lobby-Interessen bei Weitem nicht immer durch. Das lässt sich beispielhaft an der Anti-TTIP-Bewegung von 2015 illustrieren. Das Abkommen gibt es bis heute nicht, obwohl es die deutsche Wirtschaft damals einhellig befürwortete. Die Interessenvertretung wird zudem nicht nur immer transparenter, sondern auch immer digitaler. Neue Tools machen etablierte Strukturen überflüssig. „Die Branche steht vor einem deutlichen Qualitäts- und Professionalisierungsschub”, sagt Daniel Wixforth. Zentrale Fähigkeiten eines modernen Beraters sind für ihn digitalpolitische Fachkompetenz, Datenkompetenz und unternehmerische Qualitäten. Die soziale Kompetenz bleibt aber dennoch die wichtigste Größe in der Lobby-Arbeit: „Am Ende entscheidet immer der Faktor Mensch.”

 

 

Kurzinterview:

Der Begriff Lobbyismus hat für Viele einen negativen Beigeschmack. Transparenz kann man bei „geheimen Machenschaften” und „Hinterzimmer-Deals” eher nicht erwarten, oder? Was ist an solchen Vorurteilen dran? Wird man auch im beruflichen Alltag damit konfrontiert?

Dr. Daniel Wixforth: Man wird damit konfrontiert und ich finde das auch gar nicht schlimm. Ich glaube, dass es ein Teil der Modernisierung unserer Branche ist, sich damit offen auseinanderzusetzen und zu sagen, wie wir arbeiten, welche Standards wir uns selbst setzen und dass ich in zehn Jahren Politikberatung noch nicht einmal bei einem „Hinterzimmer-Deal” dabei war. Im Gegenteil: Es gibt längst eine Entwicklung, die auf verschiedenen Ebenen mehr und mehr Transparenz verlangt. Politik will und muss heute transparenter sein und Unternehmen haben Compliance-Richtlinien, die zu mehr Transparenz anhalten und verpflichten. Und das ist auch gut so. Nichtsdestotrotz müssen wir unsere Arbeit und das Verhältnis von Wirtschaft und Politik immer wieder erklären – gerade in der breiteren Öffentlichkeit, die sich nicht jeden Tag mit dem Thema beschäftigt. Ich finde, wir sollten damit auch kein Problem haben. Wir sollten offen damit umgehen, dass Interessenvertretung nicht nur legitim, sondern in einer Demokratie sogar notwendig ist, aber dass sie natürlich auch gewissen Standards unterliegen muss. Das ist für mich eine Frage der Professionalität.

 

Digitalisierung ist ein Thema, mit dem sich nicht nur die Gesellschaft und viele Branchen der Wirtschaft beschäftigen, sondern das auch in der Politik weit oben auf der Agenda steht. Welche Rolle spielen neue Technologien wie Big Data und KI für die Public Affairs?

Für uns als Branche spielen neue Technologien schon eine Rolle, aber sicher noch nicht so eine große, wie sie es eigentlich müssten. Unsere Kompetenz liegt momentan ganz oft noch darin, Unternehmen zu beraten, wie man mit diesen großen Technologien politisch umgeht. Wir müssen in den Fragen kompetent sein, wie diese Technologien funktionieren, was dahinter steckt und wie sie politisch reguliert werden. Das ist aber eine andere Ebene als die Frage, wie wir als Branche diese Technologien selbst nutzen, um unsere Beratungsleistung zu verbessern. Dahingehend, glaube ich, wird in Zukunft noch ganz viel passieren und auch ganz viel passieren müssen. Ich glaube es ist wichtig, dass wir junge Leute für Public Affairs begeistern – Digital Natives, die ein Gespür für diese Technologien mitbringen, weil sie damit aufgewachsen sind. Nur so kann die Branche zukunftsfähig bleiben. Da haben wir – wie andere Branchen auch – noch viel vor uns.

 

Vor welchen Herausforderungen stehen politische Beratungen heute und welche großen Veränderungen kommen auf die Branche zu?

Ich glaube, eine wichtige Herausforderung ist, dass Kommunikation immer schneller wird, auch politische Kommunikation. Davon lassen sich nicht nur die Politik, sondern manchmal auch Wirtschaftsakteure treiben. Für uns als Berater, ähnlich wie für Journalisten übrigens auch – obwohl wir uns sonst eher nicht vergleichen –, wird es immer wichtiger, auch mal den Schritt zurück zu machen, auf die Bremse zu treten und analytisch einzuordnen. Sich mal zu fragen, ob wir jetzt eigentlich auf jeden schnellen Zug aufspringen müssen. Oder ob es nicht an der einen oder anderen Stelle auch Sinn machen kann, kurz auf Pause zu drücken und nachzudenken: darüber, wie ich als Unternehmen in gewissen Situationen kommuniziere, wie überlegte Kommunikation aussieht, oder vielleicht auch mal gar nicht zu kommunizieren. Das heißt nicht, dass man in vielen Situationen nicht auch reaktionsfähig und schnell sein muss, aber eben nicht in jeder Situation. Ich glaube, diese Kompetenz wird immer wichtiger werden. Zu unterscheiden, wann ich mit allem mitgehe und wann ich vielleicht mal nicht alles mache, was technisch und operativ möglich wäre. Den Kunden darin zu beraten und ihm dabei zur Seite zu stehen – das ist eine Herausforderung, mit der wir jetzt schon zu tun haben und mit der wir in Zukunft noch mehr zu tun haben werden.

 

 

Text & Interview: Lisa Burgstedt

PR-Talk to Go #4: Alexander Klepel über die Herausforderungen in der NPO-Kommunikation

Mozilla = ein Browser? Weit gefehlt. Mit Policy-Arbeit, Machine-Learning, Virtual Reality sowie Community Arbeit deckt Mozilla ein breites Themenspektrum ab und setzt sich als Non-Profit-Organisation zugleich für Internet Health, Datenschutz und Co. ein. Die Rolle der Kommunikation ist dabei von unschätzbarem Wert für die Wahrnehmung und die Unterstützung innerhalb und außerhalb der Organisation. Zwischen Nutzergewohnheiten, Internetriesen und kleinem Budget erzählt uns Alex Klepel als Kommunikationsleiter im Bereich Open Innovation im Gespräch mit LPRS>>Mitglied Sarah Maus vom täglichen Spagat und großen Visionen bei Mozilla. Einblicke in die Kommunikationsarbeit einer dezentralisierten NonProfit-Organisation und viele weitere Fragen & Antworten gibt es in einer neuen Folge des LPRS Podcast PR Talk to go.

Link zur ganzen Episode: https://soundcloud.com/user-453134402/lprs-podcast-4-alex-klepel-uber-die-herausforderungen-in-der-npo-kommunikation

Text und Gespräch: Sarah Maus, Paula Auksutat

Der LPRS in der Kommunikationswelt zwischen Rhein und Ruhr – Sommerexkursion 2019

Die jährliche Sommerexkursion führte 15 Aktive des Leipziger Public Relations Studenten e.V. (LPRS) diesmal in die Region Rhein-Ruhr. In Düsseldorf und Essen standen dabei Anfang August drei spannende Tage auf Beratungs-, Agentur- sowie Unternehmensseite auf dem Programm. Mit dabei: PRCC Personal- und Unternehmensberatung, komm.passion, JP | KOM und thyssenkrupp.

Zunächst begrüßte PRCC-Geschäftsführer Thomas Lüdeke die Exkursionsteilnehmenden im Büro in der Düsseldorfer Altstadt. Als spezialisierte Personalberatung für Kommunikation und Marketing haben sich Lüdeke und sein Kollege Philip Müller einen Namen in der Branche gemacht und sind seit April 2019 zudem Förderer des LPRS e.V. Doch während man aus Studierendensicht bereits Erfahrungen in Unternehmen und Agenturen sammeln konnte, stellte die Arbeit eines Personalberaters für alle nach wie vor weitgehende terra incognita dar. Lüdeke nahm sich die Zeit für Einblicke in meist gar nicht so alltägliche Welt der Personalberatung. „Da führt man dann beispielsweise auf einmal ein Gespräch auf Mallorca“, erzählte er die Anekdote seines Kollegen, der spontan einen Kandidaten auf der spanischen Urlaubsinsel traf. Generell seien standardisierte Bewerbungsgespräche nicht mehr zwangsläufig zeitgemäß. Man setze sich auch mal mit Kandidatinnen oder Kandidaten in ein Café, um ungezwungen für eine halbe Stunde zu reden. „Unkonventionelles gehört dazu. Das zeigt auch, wie flexibel man ist“, so Lüdeke.

Neben der Personalvermittlung auf Leitungsebene bringt PRCC auch aufstrebende Nachwuchskommunikatorinnen und -kommunikatoren mit Agenturen und Unternehmen zusammen. Ein wertvoller Ratschlag für das nächste Bewerbungsgespräch: Dialogorientierung. „Als Bewerberin oder Bewerber sollte man es vermeiden, im Gespräch in den Präsentationsmodus zu gehen und sich ausschließlich selbst darzustellen. Der Dialog mit dem Gesprächspartner muss im Vordergrund stehen“, erläutert Lüdeke einen der Fallstricke in der Kandidatenauswahl.

Wie komm.passion seine Organisationsstruktur dem Kunden anpasst

Mit zahlreichen weiteren Karrieretipps im Gepäck ging es am Folgetag weiter zu Förderer komm.passion. Gründer und CEO Prof. Dr. Alexander Güttler, Senior Consultant Laura Sorgenicht sowie Junior Consultant und LPRS-Alumnus Sebastian Weber berichteten über die Kommunikationsagentur. Im Zentrum des Interesses – die Organisationsstruktur von komm.passion. Denn die Agentur um Gründer Güttler arbeitet seit einem Markenrelaunch vor gut zwei Monaten offiziell nicht mehr nur agil, sondern ‚amorph‘. Was das in der Praxis heißt: 2014 führte die Agentur Projektgruppen ein, die in jeweils auf das Kundenproblem und eigene Kapazitäten abgestimmter Zusammensetzung arbeiten. „So erhält man bei uns auch als Einsteiger in der Position eines sogenannter Project Owners die Verantwortung für kleinere Projekte. Diese werden dann mit der Zeit komplexer“, erklärte Güttler.

In ihrer Funktion als Projektleiter geben die Project Owner (PO) dabei jeden Freitag ihre Planungen, wie sie Mitarbeiter in der kommenden Woche einsetzen wollen, an eine zentrale Stelle weiter. Die konsolidierten Wünsche werden dann am Montagvormittag auf einer Tafel vorgestellt und im Rahmen einer standortübergreifenden Videokonferenz diskutiert, um Überbuchungen von Mitarbeitern zu vermeiden. Als Pendant des Project Owners kommt zudem ein erfahrener Berater als Supervisor hinzu. Sie werden in gewissen Fällen durch einen Kreativdirektor oder weitere Sub-Project Owner ergänzt.

thyssenkrupp im Wandel

Von Düsseldorf-Bilk ging es nach Essen – das Ziel: thyssenkrupp. Jakob Barzel (Pressesprecher Konzernthemen), Patricia Janßen (Content Manager) und Julia Weil (Volontärin Unternehmenskommunikation) führten die Studierenden durch das 2010 eröffnete thyssenkrupp Quartier auf dem Gelände der ehemaligen Krupp-Gussstahlfabrik. Es wird deutlich, dass sich der deutsche Traditionskonzern mit Blick auf die vergangenen Jahre nicht nur unternehmerisch in einem starken Wandel befindet. Im Gespräch ging es um die Bedeutung der Marke thyssenkrupp und interne Markenbotschafter, Social Media, den Social CEO und die Customized Agency Bobby & Carl sowie Veränderungskommunikation im Rahmen von Wechseln im Top-Management, der letztendlich gescheiterten Konzernteilung und des folgenden Strategiewechsels. Barzel und Janßen zeigten, wie sich auch die Kommunikation durch die Herausforderungen gewandelt hat.

Während andere Unternehmen für einen geplanten Markenrelaunch große Budgets zur Verfügung stellen können, musste thyssenkrupp mit weitaus weniger finanziellen Ressourcen auskommen. „Das musste dann natürlich kreativ angegangen werden“, erläutert Content-Managerin Janßen beispielsweise die Idee, die Belegschaft zunächst mit Spraydosen sowie Schablonen für den neuen Markennamen sowie das Logo auszustatten. Einen großen Erfolg bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stellten laut Pressesprecher Barzel zudem die blauen Turnschuhe dar, mit denen Ex-CEO Heinrich Hiesinger und Kommunikationschef Alexander Wilke einst das Cover des PR Reports zierten und in deren interne Kommunikation auch Bobby & Carl, die Joint-Venture-Agentur mit thjnk, involviert war.

Nachhaltigkeitskommunikation bei JP | KOM

Nach dem abendlichen Treffen mit der LPRS-Regionalgruppe Rhein-Ruhr stand zum Abschluss der Sommerexkursion der Besuch bei Förderer JP | KOM an. Mit den LPRS-Alumni Manuel Wecker, Director Digital, und Melanie Raudszus, Beraterin bei der Düsseldorfer Agentur, rückte die Arbeit der Studierenden im Rahmen eines Kurzworkshops selbst in den Fokus. Das Thema konnte angesichts der anhaltenden Diskussion um Fridays for Future und die unternehmerische Verantwortung im Klimawandel nicht aktueller sein. In Kleingruppen galt es ein Nachhaltigkeitskonzept für einen großen Versandhändler zu entwickeln. Die 6-3-5-Methode zur Ideenfindung entstammte der Toolbox von JP | KOM und förderte zahlreiche Ideen zu Tage. Diese reichten von Blicken hinter die Kulissen der Logistik, der Entwicklung unternehmenseigener Nachhaltigkeitsziele bis zur stärkeren Einbindung weiterer Stakeholder – wie Umweltorganisationen oder Medien – durch Dialogformate und Hintergrundgespräche.

Der LPRS e.V. bedankt sich bei allen Beteiligten für die vielfältigen Einblicke und einen spannenden Austausch.

Text: David Eeckhout

Partner & Förderer