Managementtools in der Unternehmenskommunikation – Workshop mit Stephan Fink von Fink & Fuchs

Wie sieht der effiziente, effektive und vor allen Dingen zielgerichtete Einsatz von Managementtools in der Kommunikation aus? Dieser Frage gingen am 22. November 2019 Mitglieder des LPRS zusammen mit Stephan Fink, Vorstand der Fink & Fuchs AG, auf den Grund.

Bereits zu Beginn des Workshops wurde klar: Erwartungsmanagement ist enorm wichtig. Denn die Erwartungen von externen und internen Auftraggebern und deren entsprechende Ausformulierung stellen einen wichtigen Erfolgsfaktor für die spätere Kommunikation dar. Was sind die Ziele der Organisation? Wie sieht das Leitbild der Marke aus und gibt es eine Unternehmensvision? Antworten auf diese Fragen zu erhalten, machen für Stephan Fink, der schon seit 35 Jahren Organisationen aus unterschiedlichsten Branchen berät, ein gutes Briefing aus.

Doch mit dem Briefing fängt die Arbeit natürlich erst an und so arbeiteten sich die Teilnehmer zusammen mit Stephan Fink Schritt für Schritt durch den strategischen Kommunikationszyklus – von der Analyse über die Planung und Umsetzung bis hin zur abschließenden Evaluation. Dabei wurden die unterschiedlichen Tools und Anwendungsbereiche nicht nur vorgestellt, sondern kamen auch direkt zur praktischen Anwendung. 

„Die Größe unserer Gruppe war ideal, um ins Gespräch zu kommen und auch der Raum hatte Potenzial, um interaktiv zu werden.“ – Theresa Nickol

Was sind unsere Business- und Kommunikationsziele, wen gilt es zu erreichen und wie schaffen wir es, gefunden zu werden? Im Hinblick auf diese Fragen wurden Ansätze aus dem Design Thinking, Business Canvas oder Benchmarks vorgestellt und an einem praktischen Beispiel Tools wie SWOT-Analyse, Stakeholder Map oder Communication Touchpoint Analyse genauer ausdurchleuchtet und hinterfragt. 

Dabei können Onlinetools zur Analyse von Themen, Berichterstattung, Share-of-Voice, SEO oder Netzwerken wertvolle Hinweise darüber geben, welche Präsenz Unternehmen im Web haben und wie sie dort auffindbar sind. 

Wer sind wichtige Stakeholder und wo ergeben sich Berührungspunkte der Stakeholder mit dem Unternehmen? Solche Fragen scheinen auf den ersten Blick sehr banal, doch nur die tiefere Analyse sorgt für die notwendigen Zuspitzungen, liefert Ideen und Ansatzpunkte für zielführende Kommunikationsstrategien, die effektiv und nachhaltig auf die Businessziele des Unternehmens einzahlen. 

„Das Thema ist aktuell und für uns auch total relevant, wie ich finde.“ – Patricia Hauck

Neben der Notwendigkeit einer strukturierten Vorbereitung ist jedoch auch die nachvollziehbare und stringente Umsetzung von Strategien und Maßnahmen zu managen. Es mag einfach erscheinen, aber Maßnahmen präzise zu beschreiben, Kommunikationspläne, Checklisten, Protokolle sowie Redaktionspläne zu verfassen, spielen hier die entscheidende Rolle.  

Praktische Beispiele konnte Stephan Fink auch in Bezug auf die Evaluation geben. Mithilfe von Onlinetools können hier nicht nur Onlinebeiträge und deren Multiplikatoren betrachtet werden, sondern auch die Kanäle, auf denen ein Austausch zu einem Thema stattfindet. Die Tonalität ist allerdings weiterhin genauer zu betrachten, da die maschinelle Analyse hier nach wie vor an Grenzen stößt.

„Durch die Kombination aus interaktiven Themen und wertvollen Praxisbeispielen konnte ein ganzheitlicher Überblick über relevante Managementtools und ihre Anwendung vermittelt werden.“ – Lisa Zweier

Vielen Dank an Stephan Fink für seine Einblicke aus der Praxis.

Medientraining mit Henning Marten von WMP EuroCom – Workshop

Greta Thunberg holt sich den LPRS e.V. als Kommunikationsberater. Zumindest fiktiv. Beim Medientraining mit Henning Marten, Senior Director von WMP EuroCom, am 25. September 2019, durften sich nämlich neun Aktive des LPRS e.V. genau diesen Fall vorstellen und für einige Stunden auch ausleben. Als Szenario dachte sich Henning Marten die Talksendung LPRS KONTROVERS aus, in deren Rahmen die Oppositionen Team Greta vs. Team Fridays For Future, repräsentiert durch je eine Sprecherin, antreten sollten. Ziel dieses praktisch orientierten Medientrainings war es, durch professionelle Unterstützung zu erlernen, wie man souverän als Berater in der Öffentlichkeit auftritt und auch im Kreuzverhör der Medien die Ruhe bewahrt.

Henning Marten, der in seinem Leben wertvolle Erfahrungen als TV-Produzent für namhafte private, aber auch öffentlich-rechtliche Sender sammelte und aktuell bei der Unternehmens- und Kommunikationsberatung WMP EuroCom AG zahlreiche Mandanten aus der Wirtschaft, Politik und aus den Medien betreut, schien dafür der ideale Mentor.

Bei dem fiktiven Fall schwang sehr viel Reales mit: die 16-Jährige Greta Thunberg aus Schweden ist längst das Gesicht einer neuen Bewegung und damit einer ganzen Generation, die den Ernst der Lage begriffen hat und sich aktiv an der Klimaschutzdebatte beteiligt. Allerdings entwickelt sich Greta zunehmend zu einem Hassobjekt in den Medien und einem zentralen Feindbild im Netz. Es stellt sich also die Frage: Wohin führt diese Debatte?

Die neun Teilnehmerinnen hatten nun die Chance, die Antwort auf diese Frage aktiv zu gestalten. Aufgabe war es, die aktuelle Kontroverse aufzugreifen, die Lage aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten und schließlich innerhalb einer fiktiven Talkshow in den verbalen Ring zu treten.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde, um sich gegenseitig kennenzulernen, wurden die drei Teams Moderator, Fridays For Future und Greta vorgestellt. Die Moderatorin und ihre Redaktion dahinter beabsichtigen eine aufgeheizte Stimmung, um Gretas Untergang herbeizuführen und für eine gute Quote zu sorgen, Fridays For Future wollen Greta aufgrund der zunehmenden Personenkultur vom Thron der Bewegung stürzen und bringen deshalb vor allem sachliche Argumente ans Licht und Gretas Team muss sich entscheiden, ob sie in Würde die Talkshow verlässt oder durch die Kritiker entmachtet wird.

An dieser Stelle offenbarte uns Henning Marten vier wesentliche Punkte, die in der Beratung hinsichtlich Medienauftritten bedeutend sind:

  1. Kenne deinen Klienten!
  2. Finde deine drei Key Messages!
  3. Schreibe einen Probelauf für den Auftritt!
  4. Spiele diverse Szenarien bis zur Genüge nach!

Nach dem kurzen Briefing formierten sich die drei Dreiergruppen und die Argumente fetzten nur so durch den Raum. Denn nach nur einer halben Stunde mussten die drei Hauptdarstellerinnen feststehen und sich ihrer Position sicher sein, weil im Anschluss auch schon die Talkshow begann.
Sowohl vor als auch nach der Talksendung gab Henning Marten wertvolle Tipps, Anregungen und auch konstruktive Kritik zum Argumentationsstrang während der Show. Wir konnten viele essenzielle Informationen im Umgang mit oppositioneller Meinung mitnehmen, Neues ausprobieren und haben durch das Training viel Sicherheit bekommen. Zudem durften wir einiges Spannendes über den Berateralltag lernen. Danke an Henning Marten für einen lehrreichen Freitagnachmittag!

Text: Lea Sophie Klein

Public Affairs in Zeiten der Digitalisierung – WISSENschafftPRAXIS mit Dr. Daniel Wixforth von 365Sherpas

Unter dem Titel „Vom Geldkoffer zur Lobby-KI? Public Affairs zwischen alten Mythen und neuen Technologien” fand am 24. Oktober 2019 das Format WISSENschafftPRAXIS des LPRS e.V. statt. Dr. Daniel Wixforth, Partner bei 365 Sherpas Corporate Affairs & Policy Advice, war in Leipzig zu Gast und gab einen Einblick in die besonderen Herausforderungen einer politischen Beratung in Zeiten der Digitalisierung.

Politik steht heutzutage unter Dauerbeobachtung und Wirtschaft kann nicht mehr unpolitisch sein. Mit diesen Thesen beginnt Daniel Wixforth seinen Vortrag vor den Leipziger Studierenden. Was bedeutet das konkret für Politiker und Unternehmen? Einerseits müssen Politiker jederzeit darauf achten, wie sie in der Öffentlichkeit auftreten. Dabei kann es von Vorteil sein, die digitalen Medien zu nutzen, um sich selbst in der Öffentlichkeit zu positionieren – bevor es andere tun. Auf der anderen Seite können Unternehmen politischen Fragen nicht mehr aus dem Weg gehen. Sie müssen bereit sein, politisch Stellung zu nehmen. Beratungen wie 365 Sherpas helfen ihnen dabei, in der politischen Sphäre zurechtzukommen. Sie schlagen die Brücke zwischen Wirtschaft und Politik und machen beide Sphären miteinander kommunikationsfähig, erklärt Daniel Wixforth. Dafür ist es wichtig, aktuelle und anstehende Gesetzgebungsverfahren zu kennen, über gesellschaftliche Debatten und Entwicklungen Bescheid zu wissen und übergeordnete politische Entwicklungen zu beobachten.

Die wertvollsten Marken gehören heute den Digitalkonzernen – ein klares Zeichen für die hohe Bedeutung der Digitalisierung für Wirtschaft und Politik. Die Märkte verändern sich und der Bedarf an neuen Regulierungen wächst, wodurch auch die Digitalpolitik immer relevanter wird. Politik sucht in digitalen Zeiten Orientierung und Modernisierung. Intransparenz kann sie sich nicht mehr leisten. Das gilt auch für den Lobbyismus, der lang nicht mehr so klandestin daherkommen kann wie früher vielleicht einmal. Außerdem setzen sich Lobby-Interessen bei Weitem nicht immer durch. Das lässt sich beispielhaft an der Anti-TTIP-Bewegung von 2015 illustrieren. Das Abkommen gibt es bis heute nicht, obwohl es die deutsche Wirtschaft damals einhellig befürwortete. Die Interessenvertretung wird zudem nicht nur immer transparenter, sondern auch immer digitaler. Neue Tools machen etablierte Strukturen überflüssig. „Die Branche steht vor einem deutlichen Qualitäts- und Professionalisierungsschub”, sagt Daniel Wixforth. Zentrale Fähigkeiten eines modernen Beraters sind für ihn digitalpolitische Fachkompetenz, Datenkompetenz und unternehmerische Qualitäten. Die soziale Kompetenz bleibt aber dennoch die wichtigste Größe in der Lobby-Arbeit: „Am Ende entscheidet immer der Faktor Mensch.”

 

 

Kurzinterview:

Der Begriff Lobbyismus hat für Viele einen negativen Beigeschmack. Transparenz kann man bei „geheimen Machenschaften” und „Hinterzimmer-Deals” eher nicht erwarten, oder? Was ist an solchen Vorurteilen dran? Wird man auch im beruflichen Alltag damit konfrontiert?

Dr. Daniel Wixforth: Man wird damit konfrontiert und ich finde das auch gar nicht schlimm. Ich glaube, dass es ein Teil der Modernisierung unserer Branche ist, sich damit offen auseinanderzusetzen und zu sagen, wie wir arbeiten, welche Standards wir uns selbst setzen und dass ich in zehn Jahren Politikberatung noch nicht einmal bei einem „Hinterzimmer-Deal” dabei war. Im Gegenteil: Es gibt längst eine Entwicklung, die auf verschiedenen Ebenen mehr und mehr Transparenz verlangt. Politik will und muss heute transparenter sein und Unternehmen haben Compliance-Richtlinien, die zu mehr Transparenz anhalten und verpflichten. Und das ist auch gut so. Nichtsdestotrotz müssen wir unsere Arbeit und das Verhältnis von Wirtschaft und Politik immer wieder erklären – gerade in der breiteren Öffentlichkeit, die sich nicht jeden Tag mit dem Thema beschäftigt. Ich finde, wir sollten damit auch kein Problem haben. Wir sollten offen damit umgehen, dass Interessenvertretung nicht nur legitim, sondern in einer Demokratie sogar notwendig ist, aber dass sie natürlich auch gewissen Standards unterliegen muss. Das ist für mich eine Frage der Professionalität.

 

Digitalisierung ist ein Thema, mit dem sich nicht nur die Gesellschaft und viele Branchen der Wirtschaft beschäftigen, sondern das auch in der Politik weit oben auf der Agenda steht. Welche Rolle spielen neue Technologien wie Big Data und KI für die Public Affairs?

Für uns als Branche spielen neue Technologien schon eine Rolle, aber sicher noch nicht so eine große, wie sie es eigentlich müssten. Unsere Kompetenz liegt momentan ganz oft noch darin, Unternehmen zu beraten, wie man mit diesen großen Technologien politisch umgeht. Wir müssen in den Fragen kompetent sein, wie diese Technologien funktionieren, was dahinter steckt und wie sie politisch reguliert werden. Das ist aber eine andere Ebene als die Frage, wie wir als Branche diese Technologien selbst nutzen, um unsere Beratungsleistung zu verbessern. Dahingehend, glaube ich, wird in Zukunft noch ganz viel passieren und auch ganz viel passieren müssen. Ich glaube es ist wichtig, dass wir junge Leute für Public Affairs begeistern – Digital Natives, die ein Gespür für diese Technologien mitbringen, weil sie damit aufgewachsen sind. Nur so kann die Branche zukunftsfähig bleiben. Da haben wir – wie andere Branchen auch – noch viel vor uns.

 

Vor welchen Herausforderungen stehen politische Beratungen heute und welche großen Veränderungen kommen auf die Branche zu?

Ich glaube, eine wichtige Herausforderung ist, dass Kommunikation immer schneller wird, auch politische Kommunikation. Davon lassen sich nicht nur die Politik, sondern manchmal auch Wirtschaftsakteure treiben. Für uns als Berater, ähnlich wie für Journalisten übrigens auch – obwohl wir uns sonst eher nicht vergleichen –, wird es immer wichtiger, auch mal den Schritt zurück zu machen, auf die Bremse zu treten und analytisch einzuordnen. Sich mal zu fragen, ob wir jetzt eigentlich auf jeden schnellen Zug aufspringen müssen. Oder ob es nicht an der einen oder anderen Stelle auch Sinn machen kann, kurz auf Pause zu drücken und nachzudenken: darüber, wie ich als Unternehmen in gewissen Situationen kommuniziere, wie überlegte Kommunikation aussieht, oder vielleicht auch mal gar nicht zu kommunizieren. Das heißt nicht, dass man in vielen Situationen nicht auch reaktionsfähig und schnell sein muss, aber eben nicht in jeder Situation. Ich glaube, diese Kompetenz wird immer wichtiger werden. Zu unterscheiden, wann ich mit allem mitgehe und wann ich vielleicht mal nicht alles mache, was technisch und operativ möglich wäre. Den Kunden darin zu beraten und ihm dabei zur Seite zu stehen – das ist eine Herausforderung, mit der wir jetzt schon zu tun haben und mit der wir in Zukunft noch mehr zu tun haben werden.

 

 

Text & Interview: Lisa Burgstedt

PR-Talk to Go #4: Alexander Klepel über die Herausforderungen in der NPO-Kommunikation

Mozilla = ein Browser? Weit gefehlt. Mit Policy-Arbeit, Machine-Learning, Virtual Reality sowie Community Arbeit deckt Mozilla ein breites Themenspektrum ab und setzt sich als Non-Profit-Organisation zugleich für Internet Health, Datenschutz und Co. ein. Die Rolle der Kommunikation ist dabei von unschätzbarem Wert für die Wahrnehmung und die Unterstützung innerhalb und außerhalb der Organisation. Zwischen Nutzergewohnheiten, Internetriesen und kleinem Budget erzählt uns Alex Klepel als Kommunikationsleiter im Bereich Open Innovation im Gespräch mit LPRS>>Mitglied Sarah Maus vom täglichen Spagat und großen Visionen bei Mozilla. Einblicke in die Kommunikationsarbeit einer dezentralisierten NonProfit-Organisation und viele weitere Fragen & Antworten gibt es in einer neuen Folge des LPRS Podcast PR Talk to go.

Link zur ganzen Episode: https://soundcloud.com/user-453134402/lprs-podcast-4-alex-klepel-uber-die-herausforderungen-in-der-npo-kommunikation

Text und Gespräch: Sarah Maus, Paula Auksutat

Der LPRS in der Kommunikationswelt zwischen Rhein und Ruhr – Sommerexkursion 2019

Die jährliche Sommerexkursion führte 15 Aktive des Leipziger Public Relations Studenten e.V. (LPRS) diesmal in die Region Rhein-Ruhr. In Düsseldorf und Essen standen dabei Anfang August drei spannende Tage auf Beratungs-, Agentur- sowie Unternehmensseite auf dem Programm. Mit dabei: PRCC Personal- und Unternehmensberatung, komm.passion, JP | KOM und thyssenkrupp.

Zunächst begrüßte PRCC-Geschäftsführer Thomas Lüdeke die Exkursionsteilnehmenden im Büro in der Düsseldorfer Altstadt. Als spezialisierte Personalberatung für Kommunikation und Marketing haben sich Lüdeke und sein Kollege Philip Müller einen Namen in der Branche gemacht und sind seit April 2019 zudem Förderer des LPRS e.V. Doch während man aus Studierendensicht bereits Erfahrungen in Unternehmen und Agenturen sammeln konnte, stellte die Arbeit eines Personalberaters für alle nach wie vor weitgehende terra incognita dar. Lüdeke nahm sich die Zeit für Einblicke in meist gar nicht so alltägliche Welt der Personalberatung. „Da führt man dann beispielsweise auf einmal ein Gespräch auf Mallorca“, erzählte er die Anekdote seines Kollegen, der spontan einen Kandidaten auf der spanischen Urlaubsinsel traf. Generell seien standardisierte Bewerbungsgespräche nicht mehr zwangsläufig zeitgemäß. Man setze sich auch mal mit Kandidatinnen oder Kandidaten in ein Café, um ungezwungen für eine halbe Stunde zu reden. „Unkonventionelles gehört dazu. Das zeigt auch, wie flexibel man ist“, so Lüdeke.

Neben der Personalvermittlung auf Leitungsebene bringt PRCC auch aufstrebende Nachwuchskommunikatorinnen und -kommunikatoren mit Agenturen und Unternehmen zusammen. Ein wertvoller Ratschlag für das nächste Bewerbungsgespräch: Dialogorientierung. „Als Bewerberin oder Bewerber sollte man es vermeiden, im Gespräch in den Präsentationsmodus zu gehen und sich ausschließlich selbst darzustellen. Der Dialog mit dem Gesprächspartner muss im Vordergrund stehen“, erläutert Lüdeke einen der Fallstricke in der Kandidatenauswahl.

Wie komm.passion seine Organisationsstruktur dem Kunden anpasst

Mit zahlreichen weiteren Karrieretipps im Gepäck ging es am Folgetag weiter zu Förderer komm.passion. Gründer und CEO Prof. Dr. Alexander Güttler, Senior Consultant Laura Sorgenicht sowie Junior Consultant und LPRS-Alumnus Sebastian Weber berichteten über die Kommunikationsagentur. Im Zentrum des Interesses – die Organisationsstruktur von komm.passion. Denn die Agentur um Gründer Güttler arbeitet seit einem Markenrelaunch vor gut zwei Monaten offiziell nicht mehr nur agil, sondern ‚amorph‘. Was das in der Praxis heißt: 2014 führte die Agentur Projektgruppen ein, die in jeweils auf das Kundenproblem und eigene Kapazitäten abgestimmter Zusammensetzung arbeiten. „So erhält man bei uns auch als Einsteiger in der Position eines sogenannter Project Owners die Verantwortung für kleinere Projekte. Diese werden dann mit der Zeit komplexer“, erklärte Güttler.

In ihrer Funktion als Projektleiter geben die Project Owner (PO) dabei jeden Freitag ihre Planungen, wie sie Mitarbeiter in der kommenden Woche einsetzen wollen, an eine zentrale Stelle weiter. Die konsolidierten Wünsche werden dann am Montagvormittag auf einer Tafel vorgestellt und im Rahmen einer standortübergreifenden Videokonferenz diskutiert, um Überbuchungen von Mitarbeitern zu vermeiden. Als Pendant des Project Owners kommt zudem ein erfahrener Berater als Supervisor hinzu. Sie werden in gewissen Fällen durch einen Kreativdirektor oder weitere Sub-Project Owner ergänzt.

thyssenkrupp im Wandel

Von Düsseldorf-Bilk ging es nach Essen – das Ziel: thyssenkrupp. Jakob Barzel (Pressesprecher Konzernthemen), Patricia Janßen (Content Manager) und Julia Weil (Volontärin Unternehmenskommunikation) führten die Studierenden durch das 2010 eröffnete thyssenkrupp Quartier auf dem Gelände der ehemaligen Krupp-Gussstahlfabrik. Es wird deutlich, dass sich der deutsche Traditionskonzern mit Blick auf die vergangenen Jahre nicht nur unternehmerisch in einem starken Wandel befindet. Im Gespräch ging es um die Bedeutung der Marke thyssenkrupp und interne Markenbotschafter, Social Media, den Social CEO und die Customized Agency Bobby & Carl sowie Veränderungskommunikation im Rahmen von Wechseln im Top-Management, der letztendlich gescheiterten Konzernteilung und des folgenden Strategiewechsels. Barzel und Janßen zeigten, wie sich auch die Kommunikation durch die Herausforderungen gewandelt hat.

Während andere Unternehmen für einen geplanten Markenrelaunch große Budgets zur Verfügung stellen können, musste thyssenkrupp mit weitaus weniger finanziellen Ressourcen auskommen. „Das musste dann natürlich kreativ angegangen werden“, erläutert Content-Managerin Janßen beispielsweise die Idee, die Belegschaft zunächst mit Spraydosen sowie Schablonen für den neuen Markennamen sowie das Logo auszustatten. Einen großen Erfolg bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stellten laut Pressesprecher Barzel zudem die blauen Turnschuhe dar, mit denen Ex-CEO Heinrich Hiesinger und Kommunikationschef Alexander Wilke einst das Cover des PR Reports zierten und in deren interne Kommunikation auch Bobby & Carl, die Joint-Venture-Agentur mit thjnk, involviert war.

Nachhaltigkeitskommunikation bei JP | KOM

Nach dem abendlichen Treffen mit der LPRS-Regionalgruppe Rhein-Ruhr stand zum Abschluss der Sommerexkursion der Besuch bei Förderer JP | KOM an. Mit den LPRS-Alumni Manuel Wecker, Director Digital, und Melanie Raudszus, Beraterin bei der Düsseldorfer Agentur, rückte die Arbeit der Studierenden im Rahmen eines Kurzworkshops selbst in den Fokus. Das Thema konnte angesichts der anhaltenden Diskussion um Fridays for Future und die unternehmerische Verantwortung im Klimawandel nicht aktueller sein. In Kleingruppen galt es ein Nachhaltigkeitskonzept für einen großen Versandhändler zu entwickeln. Die 6-3-5-Methode zur Ideenfindung entstammte der Toolbox von JP | KOM und förderte zahlreiche Ideen zu Tage. Diese reichten von Blicken hinter die Kulissen der Logistik, der Entwicklung unternehmenseigener Nachhaltigkeitsziele bis zur stärkeren Einbindung weiterer Stakeholder – wie Umweltorganisationen oder Medien – durch Dialogformate und Hintergrundgespräche.

Der LPRS e.V. bedankt sich bei allen Beteiligten für die vielfältigen Einblicke und einen spannenden Austausch.

Text: David Eeckhout

Kommunikation für Cleantech-Unternehmen – von der Technologie zum Impact – WISSENschafftPRAXIS mit Jan Christoph Bohnert von Life Size Media

Unter dem Titel „Kommunikation für Cleantech-Unternehmen in Zeiten von Fridays for Future” fand am 23. Juli 2019 das Format WissenSchafftPraxis des LPRS e.V. statt. Jan Christoph Bohnerth, Head of Campaigns für Deutschland bei Life Size Media, war in Leipzig zu Gast und gab einen Einblick in die besonderen Herausforderungen bei der Cleantech-Kommunikation und die Arbeit von Life Size Media.

 

Während in Deutschland neue Hitzerekorde aufgestellt wurden, fanden sich viele aktive Vereinsmitglieder des LPRS e.V. sowie externe Gäste am 23. Juli zum letzten WissenSchafftPraxisVortrag in diesem Semester ein. Bei Temperaturen jenseits der 40 Grad, die in dieser Woche gemessen wurden, könnte das Thema Klimawandel kaum aktueller sein. Doch obwohl die Klimakrise das gesellschaftliche und politische Thema der Stunde ist, wissen viele Menschen mit dem Begriff Cleantech noch wenig anzufangen. Cleantech – wörtlich „saubere Technologien“ – meint Verfahren, Produkte oder Dienstleistungen, die durch Effizienz- und Produktivitätssteigerungen die Auswirkungen auf die Umwelt reduzieren und gleichzeitig Kosten mindern. Life Size Media hilft führenden Unternehmen, die solche Technologien entwickeln, ihre Wahrnehmung in der Öffentlichkeit zu stärken.

Cleantech-Unternehmen sind unter anderem in den Bereichen Elektromobilität, Speichertechnologien und Energieerzeugung vertreten – allesamt hochtechnische Themen. Diesen Fokus auf die Technologie und die Funktionsweise nennt Jan Christoph Bohnerth als eine der wichtigsten Herausforderungen für die Branche. Die Ingenieure, Tüftler und Entwickler der Lösungen schaffen es oft nicht, ein attraktives Narrativ rund um ihre Produkte zu kreieren. Die Einsatzfelder der Technologien sind häufig im B2B-Bereich; die Unternehmen müssen trotzdem ansprechende und begeisternde Geschichten erzählen, um ihre Geschäftsziele zu erreichen. Als gelungenes Beispiel dafür zeigte der Referent ein Video (https://www.youtube.com/watch?v=Q_hw2XhkqLY), das Life Size Media für Climeworks (www.climeworks.com) produziert hat. Das Unternehmen filtert CO2 aus der Atmosphäre und speichert es unterirdisch in Gesteinsschichten, was für negative Emissionen sorgt. Die Kommunikation des Unternehmens legt den Fokus nicht auf die Technologie, sondern auf den erzielten Impact und schafft es so, auch Laien abzuholen.

Nachhaltigkeit ist das „Buzzword“ der Stunde, viele Menschen interessieren sich plötzlich für Umweltschutz und das Klima. Für wie langfristig und nachhaltig hältst du diese Veränderung im Bewusstsein der Menschen?

Jan Christoph Bohnerth: Ich bin mir sicher, dass wir an einem Punkt angekommen sind, an dem man Fakten wie die Klimaerwärmung nicht mehr wegdiskutieren kann. Durch die „Fridays for Future“-Bewegung ist klar geworden, wie bedrohlich die Situation ist und dass wir extrem schnell extrem drastisch handeln müssen. Mit unserer Arbeit helfen wir Unternehmen, die umweltfreundliche Lösungen anbieten, ihre Anliegen in die Öffentlichkeit zu tragen. Fridays for Future hat ein Umdenken in der Gesellschaft bewirkt. Dass nachhaltige Unternehmen positiv wahrgenommen werden und an andere entsprechende Forderungen gestellt werden, begrüßen wir sehr.

 

Trotz der großen Aufmerksamkeit für die Klimadebatte kann mit dem Begriff Cleantech nicht jeder etwas anfangen. Ist deiner Meinung nach in der breiten Masse kein Interesse für saubere Technologien da?

Die große Herausforderung ist, dass die Unternehmen, mit denen wir arbeiten, sich in einem hochtechnischen Umfeld bewegen und die Produkte und Lösungen oft nicht leicht zu verstehen sind. Die Klimadebatte hilft Cleantech-Unternehmen trotzdem. Wenn die Nachhaltigkeit von Unternehmen plötzlich zum Thema für deren Kunden und Investoren wird, führt das zu einem Umdenken auf Entscheiderebene. Unternehmen entwickeln ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit und plötzlich werden Hindernisse, die einer Veränderung in Richtung saubere Technologien bisher im Weg standen, überwunden.

 

Ist unternehmerische Nachhaltigkeit deiner Meinung nach eine kommunikative Herausforderung beziehungsweise ein Problem, das durch Kommunikation gelöst werden kann?

Nachhaltigkeit für Unternehmen muss definitiv an die Unternehmensstrategie anknüpfen. Wenn das Thema nur in der Kommunikation verortet ist und dafür da ist, Imageproblemen mit ein bisschen CSR-Arbeit entgegenzuwirken, hilft das nur bedingt. Wenn aber die Geschäftsführung dafür sensibilisiert ist und auf strategischer Ebene erkennt, dass nachhaltiges Handeln das gesamte Unternehmen voranbringt, dann sehe ich kein Problem darin, wenn es an der Kommunikation aufgehängt ist. Unternehmen, vor allem mit externen Investoren, müssen häufig die an sie gestellten Renditeerwartungen erfüllen. Oft gibt es die saubereren Lösungen nicht direkt zum Nulltarif, sondern sie sind mit Investitionen verbunden, die sich aber zeitnah rechnen. Man muss aus den bestehenden Ansätzen ausbrechen und sich aus der Komfortzone herausbewegen. Das ist die Herausforderung, vor der Unternehmenslenker stehen und lange sind sie diesen Schritt einfach nicht gegangen. Solange Investoren die Nachhaltigkeit des Unternehmens nicht hinterfragen, fokussieren sich die meisten nur darauf das bestehende System zu optimieren, statt nach Alternativen zu suchen. Für eine lebenswerte Zukunft braucht es aber Entscheidungen und Lösungen, die langfristig und mutig sind. Das ist wahre unternehmerische Nachhaltigkeit für mich.

 

Text: Jana Nagl

Das LPRS>> Forum wird 15! – Save the Date für das Jubiläum

Wir freuen uns, euch den Termin für das 15. LPRS>>Forum bekanntgeben zu können: Am 24. April 2020 findet in Leipzig die größte Veranstaltung des LPRS – Leipziger Public Relations Studenten e.V. statt und feiert damit sein 15-jähriges Bestehen. Dazu möchten wir ganz herzlich einladen.

Das Forumswochenende erstreckt sich über den 24. und 25. April 2020.
Alle weiteren Informationen zum Thema, zu den Referenten und zum Veranstaltungsort werden rechtzeitig und immer aktuell auf unserer Homepage www.lprs.de veröffentlicht.

Wir freuen uns schon jetzt auf das 15. LPRS>>Forum und hoffen, dass ihr zahlreich erscheinen könnt.

Julia, Helene, Melanie, Björn & Annika – Vorstand des Vereinsjahres 2019/20

PR-Salon mit Julia Bönisch von sueddeutsche.de – Chefredakteurin im digitalen Zeitalter

 

 

Schwindende Leserzahlen, mangelnde Zahlungsbereitschaft und ein Wackeln der Grundpfeiler, auf denen Zeitungen einst bauten. Das ist Journalismus heute. Die Digitalisierung hat in diesem Bereich einiges auf den Kopf gestellt und fordert etablierte wie neue Zeitungsredaktionen täglich heraus. Eine, die sich vor dieser Herausforderung nicht scheut, ist Julia Bönisch, Chefredakteurin von Süddeutsche.de. Seit 2007 arbeitet sie in der Onlineredaktion der Süddeutschen Zeitung und wurde Ende 2017 in die Chefredaktion berufen. Am 27.Juni 2019 begrüßte sie der LPRS zu einer spannenden Diskussion im Rahmen des PR-Salons. In vertrauter Atmosphäre erzählte sie den Studierenden von ihren Erfahrungen als Chefredakteurin im digitalen Zeitalter. Die kritischen Fragen der Moderatoren Florian Dietsche (Aktiver des LPRS e.V.) und Prof. Alexander Godulla (Professor für Empirische Kommunikations- und Medienforschung an der Universität Leipzig) beantwortete sie offen, ehrlich und vor allem: direkt.

 

Von der analogen zur digitalen Marke

Die Studierenden des LPRS müssen an diesem Abend ein frustrierendes, aber reales Bild der jüngeren Leserschaft der SZ dargestellt haben. Niemand der Anwesenden besaß ein Online-Abo, geschweige denn ein Print-Abo der Süddeutschen Zeitung. Sich für die Inhalte interessieren, das täten die Studierenden schon, doch bezahlen dafür? Das Geld scheint bei Netflix und Amazon doch besser angelegt zu sein. Die Gründe für die mangelnde Zahlungsbereitschaft kennt Julia Bönisch. Sie weiß, dass die SZ, genau wie jede andere Zeitung in Deutschland, hart für ihre Leser kämpfen muss. Diese Situation zu meistern, das ginge nur über konsequent gute Inhalte und der ständigen Prüfung, ob der Content auch attraktiv sei. Bönisch führte aus, dass ein Umdenken stattfinden müsse, um eine stärker nutzerorientierte Arbeitsweise zu etablieren. Die Transformation und Kollaboration zwischen Print und Online Redaktion sei dabei manchmal fordernd, könne aber im besten Fall Synergien schaffen, die zu einer starken Marke online und offline führen. Die Süddeutsche Zeitung als großes Haus habe viele Vorteile gegenüber anderen Anbietern und arbeite ständig an sich und ihren Produkten, erzählt Frau Bönisch.

 

Redaktionen im Change Prozess

Die permanenten Umbrüche in der Umwelt der Zeitungen gehen nicht spurlos an Mitarbeitenden vorbei. So erscheint es besonders in diesen Zeiten wichtig, stark zu führen. Dies sei nur bedingt möglich, gibt Julia Bönisch zu bedenken. Die Sicherheit, die sich Mitarbeitende von ihr und ihren Kollegen wünschen, könne sie nicht konsequent vorleben. Wer wisse schon, wie die Welt der Redaktionen in einem Jahr aussieht? Was Julia Bönisch jedoch weiß, ist, dass man als Organisation entscheidungsfreudiger werden muss, um den Angestellten nicht nur Aufgaben „digital on top“ aufzuerlegen, sondern um eine sinnvolle Fokussierung auf bestimmte Produkte zu gewährleisten. Julia Bönisch beschreibt ihre tägliche Arbeit als Balanceakt zwischen verschiedenen Sicht- und Arbeitsweisen. Die digitale Transformation sei omnipräsent spürbar und erfordere hohes Engagement.

 

Als Frau an der Spitze

Bei einem vorrangig weiblich dominierten Studiengang und Verein war es natürlich nur logisch, dass zwei Männer durch den PR-Salon führten und die Fragen an Julia Bönisch stellten. Kleiner Scherz. Allen Anwesenden brannte gleichermaßen eine Frage besonders unter den Nägeln:

Wie ist es als Frau an der Spitze? Nicht immer leicht, die Antwort. Julia Bönisch erklärte, dass man sicherlich ein dickeres Fell da oben brauche, dabei sei es aber egal, ob Frau oder Mann. Als Frau müsse man sich eben auch trauen, Entscheidungen zu treffen und nicht mit jedem „Best-Buddy“ zu sein. Am Wichtigsten sei jedoch der Punkt, ob man führen will. Man müsse sich selber ehrlich prüfen und sich dieser Frage stellen. „Die schlimmsten Chefs sind immer die, die gar nicht Chef sein wollen. Seid ehrlich zu euch selbst.“ erzählte sie den gespannten LPRS-Mitgliedern.

 

Journalisten – eine bedrohte Art?  

Ob als Chefin oder Redakteur, auch das Berufsbild des Journalisten hat sich massiv geändert. Journalisten heute sollten Allrounder sein und können aus allen Fachbereichen stammen. Gerade diese Fachexpertise mache die Redaktion der SZ so vielfältig und präzise. Ob es sich heute noch lohne Journalist zu werden müsse jeder für sich entscheiden, so Julia Bönisch. Ihre persönliche Leidenschaft habe sie immer vorangetrieben. Natürlich sei der Beruf heute nicht mehr so attraktiv wie noch vor 20 Jahren, dafür sei alleine die Bezahlung zu schlecht. „Wenn einem aber so eine Strache-Aktion gelingt, dann hat man das Gefühl, man kann wirklich was bewegen. Und das ist ein tolles Gefühl.“

Gut recherchierte Inhalte bringen eben auch heute noch die meisten Klicks und manchmal auch eine Regierung zu Fall. Dafür muss sich der steinige Weg zwischen Print und Online lohnen.

Der LRPS – Leipziger Public Relations Studenten e.V. bedankt sich bei Julia Bönisch für die spannenden und persönlichen Einblicke in die Arbeitswelt einer Chefredakteurin.

 

Text: Jeanne Link

Foto: Tom Kornblum

Podcast #3: Kathrin Kloppe über Dialoge in der Kommunikation

“Es ist wie der Zucker im Kuchen, wie das Wasser im Bad”. Unser Gast im LPRS Podcast – PR-Talk to go ist in dieser Folge Kathrin Kloppe, Attaché des Auswärtigen Amts bei der ständigen Vertretung der Bundesrepublik in Brüssel. Sie zeichnet ein Bild der dialogischen Kommunikation, die “irgendwie dazu gehört, aber doch von vielen vergessen wird”. Wo häufig Ziele und Kernbotschaften im Mittelpunkt stehen, tritt der Dialog als elementarer Bestandteil der Kommunikation in den Hintergrund. Gemeinsam mit Communication-Management-Studentin Lea Waskowiak erörtert Kloppe diese Herausforderung auch vor dem Hintergrund digitaler Zeiten.

Hier geht’s zur Folge.

Beteiligte: Lea Waskowiak (Interview + Schnitt), Inga-Marit Nölle (Teaser), Sarah Maus (Organisation, Team Lead)

 

Neuer Vorstand für das Vereinsjahr 2019/20

Leipzig • Die Aktiven Mitglieder des LPRS – Leipziger Public Relations Studenten e.V. haben am 07. Mai 2019 einen neuen Vorstand gewählt. Julia Dietlmeier übernimmt ab sofort die Rolle der Vorstandsvorsitzenden und löst damit Fabian Virgil ab. Stellvertretend agiert Helene Lamprecht und leitet das Ressort Veranstaltungen, welches zuvor in der Hand von Paula Auksutat lag. 
Das Amt der Schatzmeisterin übernimmt Melanie Bauer von Jana Brockhaus. Das Mitglieder-Ressort übergab Katharina Tengler an Annika Lück. Das Ressort Kommunikation wird künftig von Björn Borchardt bekleidet, er löst Felix Vierheller ab.
Bis auf letzteren befinden sich alle Vorstandsmitglieder im zweiten Semester des Master of Arts Communication Management an der Universität Leipzig, während Björn Borchardt den Bachelor of Arts in Kommunikations- und Medienwissenschaft in Leipzig studiert.

Ganz herzlich bedankt sich der LPRS e.V. bei dem abgelösten Vorstand für die ausgezeichnete Arbeit im zurückliegenden Vereinsjahr: 
„Unser Ziel ist es an die erfolgreiche Arbeit unserer Vorgänger nahtlos anzuknüpfen. Gemeinsam möchten wir den LPRS weiter voranbringen und zusammen mit unseren aktiven Mitgliedern, Almuni-Mitgliedern, dem Beirat und unseren Förderern die Professionalisierung der Public Relations weiter antreiben. Getreu unserem Leitsatz ‚Mehr Wissen, mehr kennen, mehr können‘ streben wir auch in Zukunft danach, unser Netzwerk nachhaltig auszubauen und weiterhin mit Veranstaltungen aller Art die Brücke zwischen Theorie und Praxis zu schlagen.“, so die neue Vorstandsvorsitzende Julia Dietlmeier.

 

Nutzungsrecht: Bild frei zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit Berichterstattung, Credit: Maximilian van Poele

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