Jetzt anmelden zum REFRESH & LPRS>> Forum 2019

Auf dieser Seite können Sie sich bis zum 15. April für das REFRESH 2019 sowie für das LPRS>> Forum 2019 anmelden. Das Formular für beide Veranstaltungen finden Sie weiter unten. 

REFRESH 2019 (Veranstaltung des Lehrbereichs Communication Management der Universität Leipzig)

Wer in Kommunikationsmanagement und PR aktiv ist, erlebt täglich neue Herausforderungen. Kaum eine Profession verändert sich so schnell und dynamisch. Ebenso rasch entwickelt sich der Stand der internationalen Forschung im Themenfeld. REFRESH ist eine eintägige Veranstaltung, die aktuelle praxisrelevante Studienergebnisse zur strategischen Kommunikation kompakt vermittelt und zum Austausch mit dem führenden Think-Tank zum Themenfeld im Deutschland einlädt. Am Puls der Zeit bleiben, neue Impulse erhalten, Wissen auffrischen – das ist das Ziel dieser jährlichen Veranstaltung der Universität Leipzig.

Termin:    Freitag, 3. Mai 2019, 10.00 bis 16.00 Uhr

Ort:          Universität Leipzig, Bibliotheca Albertina, Beethovenstraße 6, 04107 Leipzig

                Großer Vortragssaal (Erdgeschoss links)

Teilnahmegebühr:  Teilnahme inkl. Kaffee/Getränken für Alumni: kostenfrei

                                 Teilnahme inkl. Mittagsimbiss und Kaffee/Getränken für Externe: 395.- EUR 

                                 Early Bird Ticket bis 31.03.19: 375.- EUR 

 

LPRS>> Forum 2019: Zwischen Schein und Sein in der Kommunikation

Seit es die Kommunikation gibt, gibt es den Streit zwischen Inhalt und Verpackung – was ist wichtiger? Wir versuchen uns heute eine Meinung zu bilden, in einer Welt, in der ein Überangebot an Inhalten um die Aufmerksamkeit der Rezipienten kämpft. Gerade in Zeiten von Fake News stellt sich die Frage, wie wichtig wahre, reale Inhalte noch sind. In der Informationsflut kämpfen Organisationen im Wettbewerb der Aufmerksamkeit um die Poleposition. Organisationen wie Individuen in der Öffentlichkeit prägt heute wie nie zuvor der Wunsch danach, authentisch und real zu sein. Aber was ist schon real?
Gemeinsam möchten wir uns dem Schein und Sein in der Kommunikation auf dem 14. LPRS Forum widmen.

Termin:  Freitag, 3. Mai 2019, ab 17.30 Uhr

Ort:        Mediengarten der media city Leipzig, Altenburger Str. 15, 04275 Leipzig

Teilnahmegebühr:

Early Bird Tickets
(bis 31.03.19)
Ticket
Professionals (extern) 70,00 € 80,00 €
Alumni (Lehrbereich) 50,00 € 60,00 €
Lehrstuhl 20,00 € 30,00€
Förderer (je 2 Freikarten) 30,00 € 40,00 €
Aktive Mitglieder 8,00 € 10,00 €
Alumni 20,00 € 30,00 €
Mitglieder anderer PR-Initiativen 12,00 € 15,00 €

 

Beiräte und Ehrenmitglieder erhalten jeweils Freikarten.

Zahlung: Die jeweilige Gebühr (s. Tabelle) ist nach Anmeldung unter Angabe des Namens auf das Vereinskonto zu überweisen. Die Kontodaten werden per E-Mail bekannt gegeben.

Ablauf:

Freitag (03.05.)

16:00-17:00 Uhr Karrieretreffen

17:30-18:30 Uhr Einlass und Sektempfang

18:30-19:00 Uhr Begrüßung

19:00-20:00 Uhr Impulsvortrag

20:00-21:00 Uhr Essen

21:00-22:00 Uhr Impulsvortrag und Abschlussrunde

 

Samstag (04.05.)

09-10:00 Uhr Frühstück

10-11:30 Uhr Vollversammlung

12-14:30 Uhr Workshops

 

Anmeldung REFRESH & LPRS>> Forum 2019
Informationen zu 1) Karrieretreffen und 2) Workshops: 1) Das LPRS-Karrieretreffen findet im Speeddating-Format statt: Im zeitlichen Rahmen von einer Stunde nehmen sich Vertreter von Unternehmen, Agenturen und Beratungen Zeit, um mit aktiven LPRS e.V. Mitgliedern in Kontakt zu kommen. In kurzen Gesprächen besteht die Möglichkeit, sich darüber auszutauschen, welche Vorstellungen Bewerber und Arbeitgeber voneinander haben, wie Bewerbungsmodalitäten aussehen oder wie einen gelungener Lebenslauf aufgebaut sein sollte. 2) Bei den Workshops sind sowohl Aktive, als auch Alumni des LPRS herzlich eingeladen. Hier heißt es selbst aktiv werden: Das Thema are you [for] real kann hands-on erlebt werden. In den vergangenen Jahren konnten wir immer spannende Workshops zu aktuellen Themen der Branche anbieten. Die Vergabe der Plätze erfolgt nach Ablauf der Anmeldefrist.

Wir sind wieder online!

Seit einem plötzlichen Shutdown aufgrund technischer Probleme im vergangenen Herbst war unter der Domain „www.lprs.de“ nichts weiter als ein Baustellensymbol zu finden. Da die alte Webseite jedoch optisch wie technisch aus einer vergangenen Ära stammte, wurde bereits von mehreren Vorständen der letzten Jahre eine Erneuerung beschlossen und erste Entwürfe und Ideen notiert. Diese neben dem Tagesgeschäft umzusetzen, stellte bis zuletzt die größte Aufgabe dar.

Gemeinsam mit Björn Borchardt konnte Kommunikationsvorstand Felix Vierheller bereits aus den Konzepten der Vorjahre profitieren: „Die Ausarbeitungen der Projektteams zur Webseite der vergangenen Jahre waren uns eine enorme Hilfe. So waren wir in erster Linie mit der Konsolidierung und Aktualisierung von Inhalten, dem Layouting und der technischen Umsetzung beschäftigt. Außerdem sind wir natürlich stolz, dass wir nun diesen Meilenstein umsetzen können, auch wenn es manchmal einen kleinen Schubser benötigt – in unserem Fall brauchten wir schnellstmöglich wieder eine Webseite.“

Beide erarbeiteten ein inhaltliches wie gestalterisches Konzept der neuen Repräsentanz. Mit Unterstützung der Leipziger Agentur C2 ging diese nun online.

Aufgrund der dargebotenen Eile geboten, mussten Inhalte priorisiert werden. Die neue Webseite enthält aktuell Informationen zum Verein, zu Vorstands-, Beirats- und Ehrenmitgliedern, zur Mitgliedschaft und Förderschaft sowie Veranstaltungen des LPRS.  Auf der News-Seite erwarten Besucher Ankündigungen und Berichte über vergangene und kommende Veranstaltungen sowie Aktuelles aus dem Vereinsleben. Künftig soll auch die neue Webseite die Vereinshistorie wiedergeben: ehemalige Vorstände und LPRS-Foren, welche seit 2004 jährlich stattfinden, sowie Ansprechpartner der Regionalgruppen werden nach und nach ergänzt.

 

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Ganz nah dran – Job-Shadowing bei OTTOCOMMS

Unsere Aktive Lea Waskowiak berichtet für den LPRS vom OTTOCOMMS Job Shadowing.

Bilanzpressekonferenz: Während der Vorstandsvorsitzende eines Unternehmens in einer Art Frontalbeschallung die Zahlen des vergangenen Geschäftsjahres präsentiert, machen sich Journalisten eifrig Notizen. Vielleicht überall, aber nicht bei OTTO.

Der Onlinehändler aus Hamburg hat nicht nur mit der Abschaffung des bekannten Versand-Katalogs einen Sprung ins kalte Wasser gewagt, sondern seit 2018 auch die übliche Form der Pressekonferenz auf den Kopf gestellt.

Unsere Aktive Lea Waskowiak hat Ende Februar in Vertretung des LPRS e.V. das neu entwickelte Format „Job-Shadowing“ des PR Career Centers getestet und das Kommunikations-Team von OTTO vor und während der Neuauflage der Bilanzpressekonferenz begleitet.

Die Pressekonferenz fand unter dem Motto „facts2go“ statt. Was heißt das genau? 

Die Pressekonferenz funktioniert als ein interaktiver Rundgang über den OTTO-Campus mit verschiedenen Stationen zu den Themen, die gegenüber den Medien kommuniziert werden sollen. Experten und Mitarbeiter aus dem Unternehmen werden an diesem Tag zu Speakern, die Produkte und Dienstleistungen erlebbar machen. OTTO ging es vor allem darum, den digitalen Wandel des Konzerns greifbar zu machen – und so Verständnis für den Transformationsprozess zu schaffen.

 

Transformation – vom Versandhändler zur Onlineplattform?

Genau! An den Stationen wurden kleine Cases für die Journalisten vorbereitet, das Thema E-Commerce quasi zum Anfassen . Die Tour über den Campus startete mit einem Rundgang über die Baustelle des neuen Hauptgebäudes und endete im collabor 8, einem großen Co-Working Space. Dort gab es verschiedene Stationen zu den Themen Computer Generated Imagery, Conversational Commerce und auch Internet of Things. Es ging darum zu vermitteln, wie OTTO damit das eigene Geschäftsmodell weiterentwickelt. Der Konzern ist z. B. Marktführer im Bereich Home und Living – und möchte mit VR und AR die Kaufentscheidung erleichtern, indem Kunden das ausgewählte Möbelstück in den eigenen vier Wänden betrachten können. Auch der Dialog mit OTTO war ein großes Thema: Hier wurde sehr anschaulich gezeigt, wie sich per Spracheingabe in der Küche oder vor dem Fernseher über die eigene Bestellung oder die neuesten Angebote informiert werden kann. Und mit ottoready wurde eine smarte Bestelloption vorgestellt, die sich gerade noch in der Testphase befindet: die vernetze Spülmaschine registriert wann Tabs zur Neige gehen und bestellt fast von selbst eine neue Packung bei OTTO.

 

Du warst zwei Tage in Hamburg. Wie lief das genau ab?

Ich war gemeinsam mit zwei anderen Studentinnen von PRIHO e.V. und dem PRSH e.V. vor Ort. Am ersten Tag, der Tag vor der Pressekonferenz, haben wir einen Einblick in die angestrebte Positionierung des Unternehmens erhalten – inklusive Status quo des Wandelprozesses. Außerdem wurde uns das Konzept hinter facts2go erklärt und wir durften einen Blick auf die Vorbereitung des Social Media Contents werfen. Besonders spannend waren aber die Proben an den einzelnen Stationen. Die Mitarbeiter hatten zwar zuvor ein Medientraining absolviert, beim Stellen von kniffligen oder fiesen Fragen hat man aber schnell gemerkt, wie viel da auch mal schief gehen kann. Am zweiten Tag fand dann die Pressekonferenz statt, wir haben uns unter die Journalisten gemischt und konnten nach unserer Erfahrung von Tag 1 ja nun ganz genau mitverfolgen, ob auch alles nach Plan läuft. Neben den Stationen gab es dann, ganz klassisch, zum Schluss noch Zahlen, Daten und Fakten zum Geschäftsjahr 2018.

 

Welche Eindrücke nimmst du vom Job-Shadowing mit?

Erst einmal hat das PR Career Center da ein tolles Format für die Initiativen auf die Beine gestellt, das es uns Studenten ermöglicht, auch ohne ein zeitaufwändiges Praktikum in Unternehmen reinzuschauen, Kontakte zu knüpfen und vor allem neue Perspektiven und Praktiken kennen zu lernen. Es wäre wünschenswert, wenn sich künftig viele Unternehmen daran beteiligen. Und es war natürlich auch spannend OTTOCOMMS kennen zu lernen. Das Team hat sich sehr viel Zeit für uns genommen, was nicht selbstverständlich ist, wenn ein so wichtiges Event kurz bevorsteht. Besonders beeindruckt war ich davon, dass die Cases an den verschiedenen Stationen von Mitarbeitern vorgestellt wurden, die gar nicht zur Kommunikationsabteilung gehören. Das war sehr vorbereitungsintensiv und ging mit einem gewissen Risiko einher – hat die Kommunikation der Themen aber nicht nur erlebbar, sondern vor allem auch sehr authentisch gemacht.

Text und Bilder: Lea Waskowiak

 

 

Neuer Förderer: Deekeling Arndt/AMO unterstützt den LPRS e.V.

Leipzig/Düsseldorf • Der LPRS – Leipziger Public Relations Studenten e.V. begrüßt Deekeling Arndt/AMO (DAA) im Januar 2019 als neuen Förderer. Als eine der führenden Kommunikationsberatungen Deutschlands mit Hauptsitz in Düsseldorf bietet das Unternehmen Beratungsangebote für die Kommunikationsabteilungen, Vorstände und das Topmanagement großer und mittelständischer Unternehmen aller Branchen an.

Seit 2016 ist die strategische Kommunikationsberatung zudem exklusiver deutscher Partner von AMO, einem internationalen Netzwerk von Beratungsunternehmen der Finanzmarkt- und Strategiekommunikation. Die Zugehörigkeit zum AMO Network unterstreicht die internationale Ausrichtung von DAA.

„Die Absolventen des Leipziger PR-Studiengangs genießen einen exzellenten Ruf, der sich auch aus dem regen Austausch zwischen Theorie und Praxis speist“, sagt Sebastian Krämer-Bach, Managing Partner bei Deekeling Arndt/AMO.
„Wir freuen uns, als eine der führenden Kommunikations- und Change-Beratungen in Deutschland diesen Austausch in Zukunft bereichern zu können.”

Deekeling Arndt/AMO wurde 1995 gegründet und hat ca. 70 Mitarbeiter, die auf die Beratung bei kritischen und komplexen Kommunikationsfragen spezialisiert sind. Zu den Kunden zählen große Unternehmen aus dem DAX ebenso wie MDAX- und SDAX-Unternehmen sowie mittelständische Firmen aus den Branchen Energie, Finanzen, Versicherung, Transport und Verkehr, Chemie, IT und Telekommunikation sowie Logistik.
www.deekeling-arndt.com

PR talk to go: Wir starten eine eigene Podcast-Reihe

Neues Format, brandaktuelle Inhalte: Der LPRS e.V. startet mit einer eigenen Podcast-Reihe “PR talk to go”. Das Format richtet sich neben Kommunikationsstudierende an alle Interessierte, die mehr über Trends sowie die Rolle und Entwicklung der Kommunikationsberufe erfahren möchten. Am 17. Dezember erscheint die erste Folge zum Thema Künstliche Intelligenz, die im Gespräch mit Peter Diekmann, Manager für Digitale Kommunikationsplattformen bei der Bertelsmann Stiftung, entstand.

Das Podcast-Format hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung und Vielfalt gewonnen: NutzerInnen schätzen vor allem, dass sie sich auf eine einfache und unterhaltsame Art Wissen aneignen können. Mit der Idee eines eigenen Podcasts trifft der LPRS somit den Zahn der Zeit: Insbesondere aus der Perspektive von Studierenden ist der Wunsch nach neuen Wissensquellen neben der Studienliteratur groß.

Vorab startete der Verein eine Trendumfrage unter aktiven Mitgliedern und Alumni – mit dem Ziel, die Interessen der Zielgruppe zu aktuellen sowie Zukunftsthemen zu identifizieren. Der Podcast “PR Talk to go” wird diese Themen adressieren und Aufschluss darüber geben, inwieweit die PR-Branche mit den Trendthemen zusammenhängt und wo Chancen und Herausforderungen liegen von ihnen profitieren kann. So haben zukünftige PR-Experten die Möglichkeit, sich branchenübergreifend zu informieren.


Das Team Podcast besteht aus (v.l.n.r.) Annika Dankers, Kristin Hansen, Sarah Maus (Moderatorin des ersten Podcasts & Team Lead), Paula Auksutat, Malene Maschmann und Inga-Marit Nölle

“Der LPRS e.V. hat seit seiner Gründung ein unfassbar großes Alumni-Netzwerk aufgebaut und damit auch: Kompetenz, Erfahrungen, spannende Cases. Für Einsteiger und Praktiker ist genau dieses Netzwerk etwas so Wertvolles. Der Podcast soll das Wissen über die regionalen Grenzen des Vereins hinaus sichtbar und teilbar machen” erläutert Josephine Kreutzer, Ideengeberin und ehemaliges Vorstandsmitglied. Der Verein möchte damit nicht nur Diskussionen anregen und einen Kommunikationsbeitrag leisten, sondern  sich auch auf dem PR-Meinungsmarkt platzieren.

In der ersten Podcast-Folge dreht sich alles um das Thema Künstliche Intelligenz und den Einfluss auf und die Veränderung in Kommunikationsabteilungen. Der LPRS e.V.  spricht darin mit dem Alumnus Peter Diekmann, Manager für Digitale Kommunikationsplattformen bei der Bertelsmann Stiftung, der sich kritisch mit den Herausforderungen dieser neuen Technologie auseinandersetzt. Diekmann geht dabei auch auf die Doppelfunktion der Kommunikationsabteilung  ein: Laut ihm müsse Künstliche Intelligenz zum einen verständlich im Unternehmen kommuniziert werden, zum anderen erfährt die Unternehmenskommunikation selbst durch den Einsatz von KI-Technologien einen Wandel – Pressemitteilungen können in Zukunft ohne großen Aufwand automatisch erstellt werden.

“Kommunikatoren werden mit den unterschiedlichsten Themen konfrontiert, die sie an ein diverses Publikum vermitteln müssen. Sich selbst auf dem neuesten Stand zu halten und mit Themen vertraut zu machen, gehört zum Daily Business. Das Podcast-Format für Studierende und Interessierte ist da eine tolle Gelegenheit, um sich mit den aktuellen Trends der Branche auseinanderzusetzen”, so Peter Diekmann.

Auch in Zukunft dürfen sich Interessierte regelmäßig auf Wissen und Inspirationen to go freuen: Insgesamt vier Mal im Jahr will der LPRS einen Experten aus der Praxis zu ausgewählten Trendthemen befragen und interessante Einblicke in die Welt der Kommunikation gewähren.Wir bedanken uns bei Josephine Kreutzer (Initiatorin), Frank Seckler (Jingle) und Phillip Holländer (Logo) für die stetige Unterstützung.

Hier geht’s zur ersten Folge auf unserem Soundcloud Profil.

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Von Twitter und Reputationen: Workshop mit Hering Schuppener

>> Workshop: Warum Authentizität keine gute Vorbereitung ersetzt und nicht jeder CEO twittern sollte

Vor Kurzem schlug es Jan Hiesserich (Managing Director bei Hering Schuppener) zum LPRS, um mit
den Studierenden in den Tiefgang und Austausch zu strategischer CEO-Kommunikation zu gehen.

CEOs begegnen der Öffentlichkeit heute in einer vernetzten, von sozialen Medien geprägten Zeit. Es
gelten andere Maßstäbe, die kommunikativen Anforderungen und Erwartungen an den
Geschäftsführer haben sich verändert. Begriffe wie „Social CEO“ erklimmen die Trending Topics,
Meinungen über die Notwendigkeit einer Positionierung und stärkeren Moralisierung immer lauter. Es
stellt sich die Frage, wie ein CEO jenen Herausforderungen begegnen soll und gleichzeitig die
Reputation des eigenen Unternehmens im Blick behalten kann. Welche Kanäle eignen sich, um mit
Mitarbeitern und der Öffentlichkeit zu kommunizieren? Und allem voran die hochbrisante Frage:
Sollte ein CEO twittern, um gesellschaftspolitisch Stellung zu beziehen?

>> Den Medien richtig gegenübertreten

Im Rahmen des Workshops zum Thema „CEO-Kommunikation“ am 13.12.2018 gab Jan Hiesserich
auf diese und weitere Fragen Antwort und gleichzeitig ein Verständnis mit auf den Weg, wie
Vorstandskommunikation in der Praxis heute verstanden wird. Oberstes Ziel der CEO-
Kommunikation müsse es sein, Zuhörer glaubwürdig Inhalte zu vermitteln. Jeder Auftritt eines
Geschäftsführers, egal ob auf einer Pressekonferenz oder in den sozialen Medien, müsse als Bühne
verstanden werden, die immer auch eine gewisse Vorbereitung abverlangt. Dabei liegt es schon lange
nicht mehr in der Entscheidungsgewalt des Einzelnen, in der Öffentlichkeit stehen zu wollen oder
nicht. Denn Journalisten werden in jedem Fall berichten – sei es über die emotional aufgeladene Rede
oder das misslungene Interview. Um die eigene Reputation und Glaubwürdigkeit des Unternehmens
nicht ins Wanken zu bringen, braucht es eine gefestigte Agenda und Haltung des CEOs gegenüber den
Medien.

Im Laufe des Workshops wurden theoretische Überlegungen immer wieder mit Erfahrungen aus dem
Berufsalltag in einer Kommunikationsagentur verknüpft und somit verdeutlicht: DEN einen CEO und
wie er sein muss, den gibt es nicht. Vielmehr muss dieser die Erwartungen an die eigene Rolle kennen
und versuchen, diesen so gut wie möglich gerecht zu werden. Dass Authentizität dabei nicht unbedingt
die beste Eigenschaft einer Führungspersönlichkeit ist, haben schon gescheiterte Kanzlerkandidaten
und Vorstandsvorsitzende großer Banken gezeigt.

>> Abschließende Worte

Hiesserich selbst berät als Managing Director bei Hering Schuppener heute Kunden in Fragen der
CEO-Reputation und betreut Unternehmen in der Entwicklung ihrer Kommunikationsstrategien. Eine
wichtige Aufgabe ist dabei die Untersuchung, wie der CEO in den Medien wahrgenommen wird und
ob es Differenzen zwischen Selbst-und Fremdwahrnehmung gibt. Ziel der Beratung ist ein angepasstes
Profil, der sogenannte „strategische Fit“. Dieser ergibt sich aus einer Analyse der Persönlichkeit des
Geschäftsführers, dem Unternehmenskontext sowie der ausgearbeiteten Strategie.
In den letzten Minuten unseres Workshops stand noch immer die Frage nach den sozialen Medien im
Raum. Auch diese, so Hiesserich, seien eine Bühne und verlangen dem CEO damit gewisse Dinge ab.
Zwar werden immer öfter auch gesellschafts- oder geopolitische Äußerungen erwartet, doch es müsse
klar sein: Besonders Twitter ist eine sehr persönliche Plattform und nicht jeder Geschäftsführer weiß
diese Bühne richtig zu nutzen.

Mit neuen Ideen, Einblicken und Wissen über Mythen der Vorstands-Kommunikation betrachten wir
die künftige CEO-Berichte nun aus einem differenzierteren Blickwinkel. Im Namen aller LPRS-
Mitglieder bedanken wir uns dafür herzlich bei unserem Referenten Jan Hiesserich!

Text: Leah Sophie Neubert.

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„From Transaction to Transformation“

In der Veranstaltungsreihe „WISSENschafftPRAXIS“ des LPRS e.V. teilen Referenten aus der Praxis regelmäßig ihre Erfahrung aus der Kommunikationsarbeit mit Studierenden. Am 11. Dezember 2018 sprachen Egbert Deekeling, Gründer und Senior Partner und Sebastian Krämer-Bach, Managing Partner der strategischen Kommunikationsberatung Deekeling Arndt/AMO, über Strategie, Transaktionen und die Transformation von Unternehmen. Im Interview beantwortet Sebastian Krämer-Bach Fragen zur Veränderung von Change-Prozessen.

 

Inwiefern haben sich die Herausforderungen, vor denen Unternehmen bei Transformationen stehen, verändert? Warum spielt Kommunikation heute eine größere Rolle als früher?

Eine Kernaufgabe von Kommunikation ist immer schon die Vermittlung der Interessen von Unternehmen und Stakeholdern. Das gilt extern wie intern und wird in Change-Prozessen umso wichtiger, denn hier übernimmt die Unternehmenskommunikation oft genug die Rolle eines Mittlers zwischen verschiedenen Auftraggebern im Unternehmen, etwa zwischen der Strategieabteilung und der HR-Abteilung. Sie sorgt dafür, dass mit einem übergreifenden Change-Narrativ die strategischen Überlegungen in einen Veränderungsprozess übersetzt werden können. Anders gesagt: Nur die Kommunikationsabteilung kann sicherstellen, dass die notwendigen Veränderungsprozesse auch durch Narrativ erfassbar und verständlich werden. Insbesondere dann, wenn das Ziel von Transformationsprozessen die permanente Veränderungsbereitschaft an sich ist.

 

Sie betrachten Change-Prozesse also eher als einen konstanten Prozess, denn als Projekte, die irgendwann abgeschlossen werden können?

Ja, bei einem klassischen Change-Thema wäre man für ein Projekt engagiert worden, hätte Start- und Zielpunkt definiert, das Projekt umgesetzt und den Change-Prozess dann irgendwann auch abgeschlossen. Heute bewegen wir uns in Transformationsprozessen und diese Prozesse sind revolvierend. Sie beginnen, bewegen sich in eine bestimmte Richtung, dann verändert sich gegebenenfalls Rahmenbedingungen und Ansprüche und wir müssen die Richtung anpassen. Veränderungsprozesse sind viel kontinuierlicher geworden, weil sie immer wieder neue Einflüsse aufnehmen und neue Veränderungsnotwendigkeiten produzieren. Und damit wird der Transformationsprozess zu einem kontinuierlichen Projekt, nicht zuletzt auch der Selbstbefähigung zur konstanten Weiterentwicklung.

 

Werden Sie von Kunden für bestimmte Projekte angefragt oder befinden Sie sich in einem fortlaufenden Beratungsprozess?

Idealerweise begleitet man einen Kunden, indem man seine Bedürfnisse identifiziert, die Bedürfnisse „vordenkt“ und damit in der Lage ist, Situationen, in denen sich der Kunde befindet, zu antizipieren und den besten Rat zu geben. Das bedeutet natürlich, den Kunden langfristig zu begleiten.

 

Im Ankündigungstext zum Vortrag haben sie geschrieben: „Kommunikation steht im Zentrum unternehmerischer Aktivität – was nicht kommuniziert werden kann, findet nicht statt“. Ist dieses Bewusstsein, wie wichtig Kommunikation bei Strategieveränderungen ist, bei Ihren Kunden auch vorhanden oder müssen Sie oft Überzeugungsarbeit leisten?

Bei den Kunden ist das Bewusstsein schon sehr stark ausgeprägt. Das gilt gerade auch für die Vorstandsebene, die „C-Suite“: Vorstände begreifen Kommunikation immer mehr als strategischen Teil der Unternehmensführung. Die „Licence to operate“ eines Unternehmens hängt ja immer von anderen ab und kann nur durch einen Dialog gesichert werden. Damit ist die Kommunikation in der Tat ein Dreh- und Angelpunkt für alle strategischen Entwicklungen. Wer nicht in der Lage ist, diese Entwicklungen mit einem Narrativ zu versehen und dieses Narrativ so anschlussfähig für die Stakeholder-Gruppen zu gestalten, dass die sich darin wiederfinden, wird nicht in der Lage sein, seine Projekte erfolgreich umzusetzen.

 

Es lässt sich eine Tendenz dahin beobachten, dass Kommunikationsberatungen immer öfter Leistungen anbieten, die über reine Kommunikationsarbeit hinausgehen und auf der anderen Seite Unternehmensberatungen in das Feld der Kommunikation vordringen. Ihr Ansatz „From Transaction to Transformation“ geht auch über reine Kommunikation hinaus. Wer ist Ihrer Meinung nach besser geeignet, um Change-Prozesse zu begleiten – Unternehmensberater oder Kommunikationsberater?

Ich glaube nicht, dass die einen besser oder anderen schlechter geeignet wären – es gibt einfach verschiedene Perspektiven auf die Themen. Während der Change-Berater eher die Dispositionen der Mitarbeiter oder anderer Stakeholder sieht, hat der Strategieberater häufig einen im Kern betriebswirtschaftlichen Blick. Was es braucht, ist eine Schnittstellenorganisation, die beide Expertisen zusammenbringt. An dieser Stelle kann die Kommunikation wirken, indem sie die vorhandenen Kompetenzen zusammenbringt und gleichzeitig ihren eigenen Wertbeitrag klar herausstellt.

 

Interview von Jana Nagel, Master Communication Management (1. Semester), LPRS e.V.

 

 

 

 

 

Generalist trifft Spezialist – So geht Kommunikationsberatung heute!

Über die 2007 gegründete Agentur pioneer communications (früher pioneer PR) sprach Gründer und Managing Partner Alexander Witt mit den Leipziger Public Relations Studenten des LPRS e.V.

Vor 11 Jahren trug die Agentur noch den Namen pioneer PR. Spiegelt diese Entwicklung den Bedarf von Unternehmen an genereller Kommunikationsberatung wider?

Alexander Witt: Man sieht ganz gut an unser eigenen Entwicklung und der vollzogenen Namensveränderung, dass sich die Erwartungen unserer Kunden über die Zeit stark verändert haben. Wir sind damals als „pioneer PR“ gestartet mit einem klaren Fokus auf klassische  Presse- & Medienarbeit und strategische Kommunikationsberatung. Allerdings haben wir schnell gemerkt, dass die Nachfrage auf Kundenseite über das klassische PR-Handwerk immer wieder hinausging. Auf diese Entwicklung haben wir nicht nur mit dem kontinuierlichen Ausbau unseres Beratungs- und Leistungsangebots reagiert, sondern uns dann folgerichtig auch in „pioneer communications“ umbenannt. Mit dieser Namensänderung ging aber auch ein ganz grundlegender Schritt in der Ausrichtung und Entwicklung der Agentur einher. Seitdem haben wir den Anspruch, unsere Kunden möglichst ganzheitlich und über alle Kommunikationsdisziplinen hinweg zu betreuen. Dabei versuchen wir zu jeder Zeit den besten Mix anzubieten und hier und da Elemente ein Stück weit neu zu denken. Das hatte natürlich auch starke Auswirkung darauf, wie wir uns Team quantitativ und qualitativ verstärkt haben.

Inwieweit haben sich die Anforderungen an eine Kommunikationsberatung über die Jahre entwickelt?

Alexander Witt: Ich glaube, die Entwicklung von pioneer communications spiegelt in einigen Bereichen auch die Entwicklung der Branche ganz gut wider. Viele Kunden möchten sich ganzheitlich beraten lassen – Leistungen gebündelt aus einer Hand und von einem verlässlichen Partner erhalten. Das bedeutet natürlich auch, dass Unternehmen und Organisationen eine immer größere Bandbreite an Services und Kommunikationsmaßnahmen erwarten. Agenturen müssen sich somit möglichst breit aufstellen und gleichzeitig tiefe Fachkenntnisse in den einzelnen Fachrichtungen aufweisen.

Heute, 2018, stellt sich pioneer communications als Full-Service-Agentur mit ganzheitlicher Kommunikationsberatung auf. Heißt das, dass sie sich als Agentur eher zu den Generalisten zählen würden?

Alexander Witt: Ich sehe uns eher als eine Community von Generalisten und Spezialisten. Wir sind Beides. Demnach haben wir Mitarbeiter bei uns, die Allgemein- und Spezialwissen gut miteinander vereinen. Eine Full-Service Agentur kann aber nicht nur aus Generalisten bestehen. Es muss ein Zusammenspiel von beidem sein. Denn um ein Kommunikationskonzept erfolgreich zu entwickeln und umzusetzen, benötigt es letztendlich nicht nur Generalisten mit dem nötigen Überblickswissen, sondern auch Spezialisten in jedem einzelnen Bereich der Kommunikation.

Wie beeinflusst diese Marktpositionierung die Struktur der Berater bei pioneer communications? Wie viele Kommunikationsberater sind bei Ihnen Generalisten, und wie viele zählen Sie zu den Spezialisten?

Alexander Witt: Der größte Teil unserer Berater hat ein sehr gutes und breites Grundlagenwissen. Gleichzeitig weisen sie in bestimmten Disziplinen oder auch in bestimmten Branchen ein tiefergehendes Spezialwissen auf. Das hängt zum einen von ihren individuellen Stärken ab und natürlich davon, was ihnen dabei hilft, den Anforderungen ihrer Kunden gerecht zu werden. Ein breites Grundlagenwissen ist extrem hilfreich, gerade wenn man strategisch berät und Kampagnen entwickelt. So muss ein Generalist nicht nur die Räume erkennen, sondern das ganze Haus zimmern können – also aus vielen Einzelelementen die beste Lösung entwickeln. Wenn es dann um die Umsetzung, also die konkrete Ausgestaltung der einzelnen „Räume“ geht, kommt der Spezialist ins Spiel. Das gilt vor allem in Bereichen wie Kreation, Digitalmarketing und Social Media um nur Einige zu nennen. Durch diese Kombination und durch einen systemischen Beratungsansatz versuchen wir, die Anforderungen des Marktes bestmöglich zu bedienen.

Ihre Agentur ist in den letzten 2 Jahren stark gewachsen. Ca. 70 Mitarbeiter verteilt auf 3 Standorte beraten mittlerweile verschiedenste Kunden. Worauf haben Sie in dieser Zeit besonders Wert gelegt bei der Einstellung neuer Kommunikationsexperten: Spezialisten oder Generalisten?

Alexander Witt: Wir haben in erster Linie darauf geachtet, dass neue Mitarbeiter zu unserer Unternehmenskultur passen und unsere Entwicklung verstehen und mitgestalten möchten.  Dabei ist uns gar nicht so wichtig, ob sie schon die gesamte Klaviatur der Kommunikation beherrschen oder nur in bestimmten Bereichen ein gewisses Fachwissen mitbringen. Denn daran arbeiten wir dann auch gemeinsam in unserer internen pioneer Academy. Je nach Fähigkeiten oder auch dem, was wir in der Agentur brauchen, bilden wir selbst aus und versuchen alle Mitarbeiter mit einem guten Überblickswissen auszustatten – also in Richtung Generalist zu entwickeln. Darauf aufbauend geht es darum, Spezialwissen aufzubauen und Experten in ein, zwei oder auch drei Bereichen zu sein.

Wird das auch in Zukunft so bleiben? Mit welcher Entwicklung werden wir zukünftig konfrontiert sein?

Alexander Witt: Ich glaube, das wird sich nicht wesentlich verändern. Man wird weiterhin einen Mix aus Generalisten und Spezialisten haben, gerade bei größeren Agenturen die ganzheitlich beraten. Natürlich wird es Agenturen geben, die sehr spezifisch auf eine bestimmte Branche oder auch auf bestimmte Kanäle beraten werden. Aber auch die werden an bestimmten Stellen Generalisten benötigen.

Was bedeutet diese Entwicklung für Berufsanfänger? Welche Fähigkeiten sollten Kommunikationsberater von Morgen für die Arbeit in einer Agentur mitbringen?

Alexander Witt: Berufseinsteiger sollten ein sehr gutes Grundlagenwissen mitbringen. Das betrifft auch wie man Tools, Techniken und Methoden einsetzt, um sich immer wieder auf neue Situationen einstellen zu können. Sie sollten neugierig und offen für Veränderungen sein. Also auch bereit sein, ständig etwas dazu zu lernen und sich in bestimmten Bereichen neu einzubringen. Denn dass, was heute funktioniert, kann für morgen schon nicht mehr gelten. Darauf muss ich flexibel reagieren und ab und zu zwei Puzzle-Stücke neu kombinieren, um ein besseres Ergebnis zu erhalten.

Interview von Tom Kornblum, 1. Semester Communication Management, LPRS e.V.

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Mut zu was? 3 Fragen zum Kommunikationskongress 2018

Der diesjährige Kommunikationskongress stand unter dem Motto “Mut”. Über 1500 Kommunikationsverantwortliche waren in Berlin dabei, um über aktuelle Trends und Herausforderungen der Unternehmenskommunikation zu sprechen. Ein eindrucksvolles Event resümieren Paula Auksutat, Jana Brockhaus und Katharina Tengler, die dort den LPRS e.V. vertreten duften.

An welche Keynote müsst ihr zuerst denken, wenn ihr an den Kommunikationskongress 2018 zurückdenkt?

An die Keynote von Prof. Dr. Vajkoczy. Er ist Direktor der Klinik für Neurochirurgie an der Charité Berlin. Er hat die Frage in den Raum geworfen, wer wohl mutiger sei: der Patient oder der Arzt. Mit seiner Keynote hat er ermutigt, Vertrauen in die eigene Leistung zu haben. Aber auch die Keynote von Dr. Franziska Giffey, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, hat Eindruck hinterlassen, in der sie Mut zu klaren Botschaften gefordert hat. Haltung zeigen, auch wenn es mal ungemütlich wird, war ihr Appell.

Die zwei Tage standen unter dem Fokusthema „Mut“. Aber Mut zu was?

Mut, Insekten zu snacken. Oder die eigene Höhenangst unter Beweis zu stellen. Das Veranstaltungsteam hat sich coole Mutproben überlegt, denen man sich direkt vor Ort stellen konnte. In erster Linie ging es aber vor allem darum, einfach mal Gewohntes auf den Kopf zu stellen. Mut zu haben, Veränderungen nachzugehen und Haltung zu zeigen. Nicht nur im politischen Sinne, sondern auch im Job. Mut zur Profession und zum Fortschritt. Mut, sich neuen Technologien anzunehmen und diese für sich zu nutzen. Einfach mal ein Risiko einzugehen.

Neben einer Menge an Vortragsformaten, Speakern und dem Rahmenprogramm: Was war das Highlight der zwei Tage?

Mhmm, das ist eine schwierige Frage. Eines der Highlights war auf jeden Fall die Keynote von Journalistin und Moderatorin Dunja Hayali. Sie hat erzählt, wie sie mit den Anfeindungen auf Social Media umgeht und appellierte, gegen Hatespeech vorzugehen und einen Beitrag für einen offenen Dialog zu leisten. Sie hat uns ermutigt, nicht nur „den Lauten“ zuzuhören, sondern auch selbst Haltung zu zeigen. Denn wenn man mal reflektiert, hat sie vollkommen Recht: Die Mehrheit

schweigt. Neben der Inspiration, die wir in den zwei Tagen bekommen haben, war definitiv auch ein Highlight, konkrete Einblicke in Best Practices zu erhalten. Zum Beispiel in das Kulturwandelprojekt von Siemens.

Paula Auksutat, Jana Brockhaus & Katharina Tengler

Ergänzung: Wenn ihr mal in die Keynote von Prof. Dr. Vajkoczy reinhören möchtet, sie wurde von Quadriga veröffentlicht: https://www.youtube.com/watch?v=vzEjinaBTeg

 

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13. LPRS>>Forum “Die Kunst des Scheiterns – Wie man in der PR aus Fehlern lernt”

  1. LPRS>>Forum “Die Kunst des Scheiterns – Wie man in der PR aus Fehlern lernt”

 

Am 04. Mai öffnete der LPRS – Leipziger Public Relations e.V. – anlässlich des 13. LPRS>>Forum die Türen des Mediencampus für knapp 170 Gäste, die nach Leipzig gekommen waren, um Vorträgen zum diesjährigen Leitthema “Die Kunst des Scheiterns – wie man in der PR aus Fehlern lernt” beizuwohnen. Gemeinsam mit Gästen aus Branche, Wissenschaft und Wirtschaft hatten die Mitglieder des LPRS e.V. eingeladen, Fragen rund um das Thema Fehlerkultur und dessen Potenzial Antrieb für Innovationen zu sein, zu diskutieren.

 

>Stunde 8 Speeddates und zahlreiche Tipps

 

Unter diesem Motto startete am Freitag für 20 Studierende das LPRS>> Forum mit dem Karrieretreffen. Nach einer kurzen Begrüßung ging das Speednetworking schnell los, denn die Zeit war eng getaktet: Alle sieben Minuten wurde mit einer Klingel der Wechsel eingeläutet, bei dem die Studierenden zu einem ihrer acht Gesprächspartner wechselten. Die Reihenfolge wurde vorher vom Organisationsteam durch ein individuelles Matchingverfahren zugeteilt. Aufseiten der Kommunikationspraktiker waren insgesamt 14 Förderer, Unterstützer und Alumni vertreten, die sich den Fragen der Aktiven stellten, aus ihrem Arbeitsalltag berichteten und wertvolle Bewerbungstipps gaben. Diese lockere und sehr persönliche Gesprächsebene bot den Studierenden die Möglichkeit die Kommunikationsexperten alles zu fragen, was sie interessierte. Da fiel es einigen Teilnehmern gar nicht so leicht, beim Klingeln zum nächsten Gesprächspartner weiterzuziehen. So ergaben sich auch nach dem offiziellen Ende des Karrieretreffens noch zahlreiche Gespräche und die eine oder andere Visitenkarte wurde ausgetauscht.

 

Nachdem sich alle Gäste eingefunden hatten und das ein oder andere Wiedersehen zwischen Aktiven Mitgliedern, Alumni und Freunden des Vereins gefeiert wurde, eröffnete die Vorstandsvorsitzende Thu Hoai Bui offiziell das 13. LPRS>>Forum und bedankte sich für die tatkräftige Unterstützung der Aktiven Mitglieder, ohne deren großartiges Engagement der Abend nicht möglich gewesen wäre. Das Wort übergab sie dann an Daniel Neuen, Chefredakteur des PR-Report, der als Moderator durch die Abendveranstaltung führte. Bevor es mit den Impulsvorträgen in medias res ging, startete der Poetry Slammer Malte Rosskopf mit zwei seiner Texte und sorgte für Bauchschmerzen vor Lachen und stimmte damit auf humorvolle Weise auf den kommenden Abend ein.

 

>>Fehler, manchmal auch Freund und Helfer

Den Aufschlag für die Impulsvorträge machte Martin Frommhold, Leiter der Unternehmenskommunikation und Pressesprecher bei der OTTO GmbH & Co KG. Der Versandhandel steckt schon länger in der digitalen Transformation und wandelt sich verstärkt zu einer Plattform. Eine solche Veränderung verlange Mut und auch den Wunsch Neues auszuprobieren und Altes zu hinterfragen. Eine Fehlerkultur sei entscheidend auf diesem Weg und werde bei OTTO schon länger zum Beispiel durch interne FuckUp Nights gelebt, so der gestandene PR-Profi. Allerdings sei es immer wieder die Aufgabe die eigene Mannschaft zu sensibilisieren und gemeinsam die Rückschau auf Fehler zu begehen, um daraus zu lernen. “In vielerlei Hinsicht wirken Fehler ja auch als Motivator – es das nächste mal besser zu machen”, so Frommhold.

 

>>Ohne Fehler keine Erfahrung und ohne Erfahrung keine Fehler

Anna-Lena Müller, ehemals Head of Digital Channels bei Microsoft Deutschland, stellte den Umgang mit Fehlern in den Fokus ihres Vortrags. Fehler an sich seien weniger das Problem, als das, was aktuell einerseits mit einem unrealistischen Hype um eine Fehlerkultur gemacht würde sowie andererseits das einseitige Verteufeln von Fehltritten. Man müsse vor allem bei der Begriffsdefinition des Fehlers ansetzen. Diese impliziere, dass grundsätzlich alles Falsche auch ein Fehler sei – ein Trugschluss, den es zu beheben gelte. Denn: “Ohne Fehler keine Erfahrung und ohne Erfahrung keine Fehler”, bekräftigt Müller. Weiterhin macht die XY-jährige deutlich, dass in der vom Output getriebenen PR-Branche oftmals ein ungesunder Perfektionismus an den Tag gelegt werde, der ursächlich für Fehler sei. Mehr Gelassenheit und weniger Druck würden in vielen Fällen mehr helfen und weniger Fehler produzieren. Und wenn dann doch mal was schief läuft? Zeit nehmen, reflektieren, den Fehler einordnen und die Schuld nicht sofort nur bei sich suchen. Und zum Schluss Verantwortung übernehmen, denn dann werden auch Lernprozesse in Gang gesetzt.

>>Mut und Vertrauen in sich als Antwort auf Versagensängste

Einen Blick zurück auf den beruflichen Werdegang und damit verbundene Fehltritte warf Senior Vice President Communication der Deutschen Telekom AG, Philipp Schindera. Mit der Ambition nach journalistischen Sternen zu greifen, musste er in jungen Jahren die ein oder andere Niederlage einstecken. Dass er heute für die Telekom sprechen darf, so der erfahrene Kommunikator, verdankt er unter anderem seinem Durchhaltevermögen aber auch dem Mut sich größeren Aufgaben anzunehmen und vor diesen nicht aus Angst Fehler zu machen zurück zu schrecken. „Traut euch, übernehmt Verantwortung. Wenn euch jemand eine Aufgabe gibt vor der ihr Respekt habt, dann hat derjenige das Vertrauen darin, dass ihr das gut machen werdet.“ Ein Appell an mehr Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten und den Mut immer wieder Neues zu probieren sind sicherlich gute Ratschläge für junge Nachwuchskräfte der Branche.

 

>>Vom Fehlermanagement hin zu einer langfristigen Fehlerkultur

Nach jedem Vortrag stellten sich die Referenten noch den Fragen des Publikums. Mit der Anwendung Slido, die auch schon im vergangenen Jahr zum Einsatz kam, hatten die Besucher des LRPS>>Forum die Möglichkeit Fragen an die Vortragenden zu richten. Nach einem ausgiebigen Abendessen mit Barbecue schloss sich die Abschlussrede von Simone Gerwers, Managementberaterin und Executive Führungskräfte Coach von an. Sie machte zunächst deutlich, dass ein Gros der Unternehmen bereits daran sind ein Fehlermanagement zu etablieren. Dies sei aber oftmals mehr der Versuch Fehler zu identifizieren und aufzudecken, getrieben von einem Optimierungsgedanken, anstatt langfristige Prozesse zum Umgang mit Fehlern zu etablieren. Auch die Krux des ständigen Perfektionsismusstrebens sprach Gerwers an und zeigt, dass die Angst vor Fehlern und Sicherheitsstrategien ganz natürliche Mechanismen des Menschen sind, die in Unternehmen und insbesondere von Führungskräften verinnerlicht werden müssten, um bei einer Fehlerkultur sinnvoll ansetzen zu können. Mehr Mut aber auch Demut, das Fördern von Resilienz sowie das Befördern von positiven Erfahrungen und “Entdeckerfreude” sind Tipps, die die Beraterin dem Publikum abschließend an die Hand gibt.

Den inhaltlichen Teil rundet eine Panel-Diskussion, die in Frage-Antwort-Manier doch sehr harmonisch bleibt, den Abend ab. Anschließend wurde genetzwerkt, gelacht und gefeiert und noch bis in die in die Nacht getanzt.

 

Der LPRS e.V. dankt seinen Gästen für einen wunderbaren Abend und allen aktiven Mitgliedern, Alumni, Förderern sowie Sponsoren des Vereins für die großartige Unterstützung beim 13. LPRS>>Forum.  

Text: Gina Cimiotti (M.A. Communication Management)

Bilder: Arthur Baum

 

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