Neuer Vorstand für das Vereinsjahr 2019/20

Leipzig • Die Aktiven Mitglieder des LPRS – Leipziger Public Relations Studenten e.V. haben am 07. Mai 2019 einen neuen Vorstand gewählt. Julia Dietlmeier übernimmt ab sofort die Rolle der Vorstandsvorsitzenden und löst damit Fabian Virgil ab. Stellvertretend agiert Helene Lamprecht und leitet das Ressort Veranstaltungen, welches zuvor in der Hand von Paula Auksutat lag. 
Das Amt der Schatzmeisterin übernimmt Melanie Bauer von Jana Brockhaus. Das Mitglieder-Ressort übergab Katharina Tengler an Annika Lück. Das Ressort Kommunikation wird künftig von Björn Borchardt bekleidet, er löst Felix Vierheller ab.
Bis auf letzteren befinden sich alle Vorstandsmitglieder im zweiten Semester des Master of Arts Communication Management an der Universität Leipzig, während Björn Borchardt den Bachelor of Arts in Kommunikations- und Medienwissenschaft in Leipzig studiert.

Ganz herzlich bedankt sich der LPRS e.V. bei dem abgelösten Vorstand für die ausgezeichnete Arbeit im zurückliegenden Vereinsjahr: 
„Unser Ziel ist es an die erfolgreiche Arbeit unserer Vorgänger nahtlos anzuknüpfen. Gemeinsam möchten wir den LPRS weiter voranbringen und zusammen mit unseren aktiven Mitgliedern, Almuni-Mitgliedern, dem Beirat und unseren Förderern die Professionalisierung der Public Relations weiter antreiben. Getreu unserem Leitsatz ‚Mehr Wissen, mehr kennen, mehr können‘ streben wir auch in Zukunft danach, unser Netzwerk nachhaltig auszubauen und weiterhin mit Veranstaltungen aller Art die Brücke zwischen Theorie und Praxis zu schlagen.“, so die neue Vorstandsvorsitzende Julia Dietlmeier.

 

Nutzungsrecht: Bild frei zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit Berichterstattung, Credit: Maximilian van Poele

„Are you [for] real? Zwischen Schein und Sein in der Kommunikation“ Rückblick auf das REFRESH und das 14. LPRS>>FORUM

 

Alle, die sich am 3. Mai auf den Weg nach Leipzig gemacht haben, konnten einen ereignisreichen Tag mit dem LPRS e.V. verbringen. Akademische Impulse trafen auf Insights aus der Praxis, Grenzen der Realität verschwammen und der Begriff der Authentizität wurde heiß diskutiert.

Begonnen hat der Tag des LPRS>>Forums aber zunächst in der Bibliotheca Albertina:

 

REFRESH 2019

In der Albertina trafen schon früh am Morgen Alumni des Lehrbereichs auf Professionals aus anderen Teilen Deutschlands, ältere Jahrgänge auf jüngere Abschlussklassen – sie alle konnten sich von den Professoren des Lehrbereichs Communication Management über aktuelle Studien und ihre Ergebnisse informieren lassen.

Zu Beginn ordnete Professor Ansgar Zerfaß das Begriffswirrwarr rund um den Begriff der Strategischen Kommunikation und nahm das Publikum mit auf ein kleines Gedankenexperiment. Professor Alexander Godulla hingegen framte kurzerhand das Motto des Forumsabend „Are you for real?“ neu und fragte aus der Perspektive der Startup-Kommunikation heraus, wann etwas Bestand hat. Abgerundet wurde der Input aus der Wissenschaft durch eine bunte Mischung weiterer Studienergebnisse, die von der Finanz- bis zur Influencer-Kommunikation reichten.

 

14. LPRS>>FORUM

Von der Bibliothek ging es dann direkt zum MDR, genauer zum Mediengarten der media city Leipzig. Hier warteten elf Unternehmen, Agenturen & Beratungen darauf, unsere Mitglieder über ihre Ausbildungs- und Einstiegsmöglichkeiten zu informieren. Das LPRS>>Karrieretreffen fand wie auch schon in den letzten Jahren in Form eines Jobspeeddatings statt: Nach acht Minuten Gespräch wurde zu einem der sechs zugeteilten Partner gewechselt – immer auf der Suche nach einem potenziellen Match oder der nächsten Praktikumsmöglichkeit.

 

Im Anschluss begann das 14. LPRS>>Forum, offiziell eingeläutet durch die Begrüßung des LPRS>>Vorstands. Das Wort übergab der Vorstand anschließend an Daniel Neuen, Chefredakteur des PR-Report, der als Moderator durch den Abend führte. 165 Anmeldungen zählten die Organisatoren für das Forum. Aktive, Alumni, Referenten, Förderer, befreundete PR-Initiativen, Lehrende und Professionals reisten von nah und fern zum jährlichen LPRS>>Forum  an und formten ein Publikum aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Presse.

 

Unter dem Motto „Are you [for] real? Zwischen Schein und Sein in der Kommunikation“ brachten die Speaker an diesem Abend Licht ins Dunkel und referierten über Authentizität und Glaubwürdigkeit in der PR. Zunächst aber lockerte Magier Nico Haupt dank verblüffender Tricks bereits am frühen Abend die Stimmung unter den Anwesenden. Passend zum Thema ließ Haupt das Publikum an der eigenen Wahrnehmung zweifeln und holte dafür den ein oder anderen Zuschauer auf die Bühne.  

 

„Wir sind kein Liter Milch“

Dann folgte die erste Keynote des Abends: Dr. Jan Müller, Head of Group Communications bei MAN Energy Solutions, nahm die Zuschauer gemeinsam mit Nietzsche und Cicero mit auf einen gedanklichen Bar-Besuch, um die Bedeutung von Authentizität zu ergründen. Gemeinsam mit dem Publikum fragte er sich: Ist Authentizität wie ein Bio-Siegel für Kommunikation? „Heute soll alles möglichst echt, natürlich und unverfälscht sein. Ganz so wie unser Essen, nach Möglichkeit natürlich, bio und regional.“ Aber muss oder soll Kommunikation auch so sein? Müller meint: „Nein, wir sind kein Liter Milch, den man nach gewissen Richtlinien bio-zertifizieren kann oder nicht. Authentizität muss unter Real-Bedingungen betrachtet werden, sie ist die Konsistenz zwischen Reden und Handeln. Nicht alles, was „echt“ ist, ist in diesem speziellen Moment nun auch passend oder angemessen.“

„Es ist naiv, nach dem Echten zu suchen“

Michael Gentsch, Leiter der Marketingabteilung des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) und als dessen Vertreter gleichzeitig jüngster Förderer des LPRS, evaluierte in seiner Keynote den Begriff der „medialen Vertrauenskrise“. Mit dem Krisenbegriff mache man es sich zu einfach, so Gentsch. Vielmehr seien gesellschaftliche, kulturelle und politische Bedingungen für eine gewisses Stimmungsbild verantwortlich. Vertrauen könnte als „riskante Vorleistung“ leicht erschüttert werden, wie er am Beispiel der Berichterstattung zur „Hetzjagd“ in Chemnitz darlegte. Seine Conclusio lautet wie folgt: Auch wenn der Rundfunk-Staatsvertrag die Objektivität zur Pflicht eines Journalisten erklärt, so sei sie in der Realität im besten Fall „verklärt romantisch“.

Nach einer Pause, in der die ersten Eindrücke zum Thema Schein und Sein in der Kommunikation verdaut werden konnten, ging es weiter im Programm – oder so ähnlich. LPRS>>Vorständin Paula Auksutat interviewte Mandy Nieber, Alumna und Media Relations Managerin bei adidas, welche kurzerhand für die leider erkrankte Lena Stork einsprang. Die beiden sprachen unter anderem über die junge Belegschaft, die dynamische Kultur und interne Kommunikation im Headquarter des Weltkonzerns. Darüber hinaus lieferte Nieber eine klare Antwort auf die häufige Frage: Muss man als Kommunikator auf sozialen Netzwerken auch privat aktiv sein? „Nein“, die Sichtbarkeit der eigenen Person sei in einigen Personen durchaus sinnvoll, als Pressekontakt zu Quartalskennzahlen kein Must-Have. Lesen könne man schließlich auch ohne selbst Inhalte zu teilen.

Als letzten offiziellen Programmpunkt forderte Moderator Daniel Neuen  den drei Rednern zu fortgeschrittener Stunde noch einiges ab: In der Podiumsdiskussion stellte er die Masterfrage: „Wo liegt der Unterschied zwischen Offenheit, Ehrlichkeit und Authentizität, Herr Müller?“. Dr. Müller konterte: „Ehrlichkeit ist eine Zutat für Authentizität. Aber man muss nicht so ehrlich sein alles offen zu legen. Am Ende geht es um die richtige Dosis.“

 

Im Anschluss begann der gesellige Teil des Abends – es wurde genetzwerkt, gelacht, gefeiert und vielleicht noch über das ein oder andere Zitat des Abends resümiert.

Mit dem Kopf voller Eindrücke blicken wir zurück auf ein spannendes LPRS>>Forum und danken unseren Gästen für den wunderbaren Abend und allen aktiven Mitgliedern, Alumni, Förderern sowie Sponsoren des Vereins für die großartige Unterstützung.

 

Text: Lea Waskowiak & Felix Vierheller (M.A. Communication Management)

Alle Infos zum REFRESH 2019 & 14. LPRS>>Forum

REFRESH 2019 (Veranstaltung des Lehrbereichs Communication Management der Universität Leipzig)

Wer in Kommunikationsmanagement und PR aktiv ist, erlebt täglich neue Herausforderungen. Kaum eine Profession verändert sich so schnell und dynamisch. Ebenso rasch entwickelt sich der Stand der internationalen Forschung im Themenfeld. REFRESH ist eine eintägige Veranstaltung, die aktuelle praxisrelevante Studienergebnisse zur strategischen Kommunikation kompakt vermittelt und zum Austausch mit dem führenden Think-Tank zum Themenfeld im Deutschland einlädt. Am Puls der Zeit bleiben, neue Impulse erhalten, Wissen auffrischen – das ist das Ziel dieser jährlichen Veranstaltung der Universität Leipzig.

Weitere Informationen sowie das komplette Programm zum REFRESH 2019 sind hier zu finden.

Termin:    Freitag, 3. Mai 2019, 10.00 bis 16.00 Uhr

Ort:          Universität Leipzig, Bibliotheca Albertina, Beethovenstraße 6, 04107 Leipzig

                Großer Vortragssaal (Erdgeschoss links)

 

LPRS>> Forum 2019: Zwischen Schein und Sein in der Kommunikation

Seit es die Kommunikation gibt, gibt es den Streit zwischen Inhalt und Verpackung – was ist wichtiger? Wir versuchen uns heute eine Meinung zu bilden, in einer Welt, in der ein Überangebot an Inhalten um die Aufmerksamkeit der Rezipienten kämpft. Gerade in Zeiten von Fake News stellt sich die Frage, wie wichtig wahre, reale Inhalte noch sind. In der Informationsflut kämpfen Organisationen im Wettbewerb der Aufmerksamkeit um die Poleposition. Organisationen wie Individuen in der Öffentlichkeit prägt heute wie nie zuvor der Wunsch danach, authentisch und real zu sein. Aber was ist schon real?
Gemeinsam möchten wir uns dem Schein und Sein in der Kommunikation auf dem 14. LPRS Forum widmen.

Termin:  Freitag, 3. Mai 2019, ab 17.30 Uhr

Ort:        Mediengarten der media city Leipzig, Altenburger Str. 15, 04275 Leipzig

 

Ablauf:

Freitag (03.05.)

16:00-17:00 Uhr Karrieretreffen

17:30-18:30 Uhr Einlass und Sektempfang

18:30-19:00 Uhr Begrüßung

19:00-20:00 Uhr Impulsvortrag

20:00-21:00 Uhr Essen

21:00-22:00 Uhr Impulsvortrag und Abschlussrunde

 

Samstag (04.05.)

09-10:00 Uhr Frühstück

10-11:30 Uhr Vollversammlung

12-14:30 Uhr Workshops

 

Mitteldeutscher Rundfunk unterstützt den LPRS ab Mai als Förderer und ist auch gleich mit Forumsredner Michael Gentsch vertreten

Der LPRS – Leipziger Public Relations Studenten e.V. darf ab Mai 2019 den Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) als neuen Förderer begrüßen. Der LPRS zählt in erster Linie Kommunikationsagenturen und -beratungen zu seinen Förderern, daher heißt der Verein die ARD-Landesrundfunkanstalt ganz besonders herzlich willkommen. Der Sender für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit Sitz in Leipzig produziert mit rund 2.000 festen und vielen freien Mitarbeitern an 22 Standorten mehr als 225 Programmstunden täglich. Hier entstehen Multimediaangebote fürs Web und als App, ein Fernsehvollprogramm, zehn Radiosender und über 100 klassische Konzerte pro Jahr. Der MDR produziert qualitativ hochwertige Inhalte dabei nicht nur für die eigenen Kanäle, sondern auch für Das Erste, das Gemeinschaftsprogramm der ARD, für KiKA sowie für Partnerschaftsprogramme wie FUNK, ARTE, 3sat und Phoenix.

Von den rund acht Millionen Menschen im Sendegebiet erreicht das Multimediahaus damit täglich mehr als die Hälfte, innerhalb von zwei Wochen nahezu jeden. Zur Verantwortung als größtes und erfolgreichstes Medium in Mitteldeutschland gehört die Analyse und Reaktion auf sich wandelnde Kommunikationsbedürfnisse und die Veränderung des Technologie- und Medienumfelds. Im MDR-Entwicklungsplan 2018-2021 heißt es dazu: „Mit Blick auf die Vielzahl der technologischen und inhaltlichen Herausforderungen einer digitalen Medienwelt werden wir nicht alle notwendigen Strukturen und Lösungen, die wir für eine erfolgreiche Gestaltung unseres Auftrags benötigen, selbst vorhalten oder erarbeiten können. Um trotz unserer begrenzten Ressourcen wettbewerbsfähig zu sein, brauchen wir Kooperationen mit Hochschulen, Technologieexperten und Start-ups – insbesondere aus Mitteldeutschland – als wesentliche Bausteine unserer Strategie.”

Ansprechpartner seitens des MDR wird Michael Gentsch, Leiter der Abteilung Marketing und stellvertretender Leiter der Hauptabteilung Kommunikation, sein: „Mit dem Leipziger PR-Studiengang Communication Management verbindet uns bereits seit Jahren eine fruchtbare Zusammenarbeit: Von Nirgendwoher kamen mehr Studenten, junge Kolleginnen und Kollegen, Forschungsprojekte und Abschlussarbeiten zu uns. Wir haben also schon einiges gemeinsam angepflanzt und großgezogen, deshalb wurde es Zeit, dass wir mit dem Kooperationsvertrag noch ein Schild ans Beet stellen.”
Michael Gentsch selbst ist am 14. LPRS>>Forum zum kommenden Freitag bereits live zu erleben. Er spricht über „Vertrauen als Markenkern des gemeinsamen freien Rundfunks“.

In der Jobbörse auf www.lprs.de werden künftig regelmäßig freie Stellen im Bereich der Kommunikation beim MDR ausgeschrieben werden.

 

Neuer Förderer: PRCC Personalberatung unterstützt den LPRS

Leipzig • Der LPRS – Leipziger Public Relations Studenten e.V. begrüßt ab April die PRCC Personal- und Unternehmensberatung GmbH als neuen Förderer. Die 2010 von Thomas Lüdeke und Philip Müller gegründete Personalberatung ist spezialisiert auf die Vermittlung von Executives und Experten in den Bereichen Kommunikation und Marketing. Sie ist dem LPRS punktuell schon seit Jahren verbunden, nun möchten die Personalberater und der LPRS diese Verbindung weiter ausbauen.

„Der LPRS ist ein aktives und hoch professionelles Netzwerk der Kommunikationsbranche, das wir nun auch ganz offiziell als Förderer unterstützen“, sagt PRCC-Geschäftsführer Thomas Lüdeke. „Neben Workshop-Formaten, mit denen wir Studierendenmitglieder bei der beruflichen Orientierung unterstützen, werden wir auch das inzwischen große Alumni-Netzwerk der LPRS als Partner begleiten.“ Geplant ist beispielsweise ein Beratungsangebot für Alumni, die sich in einer wichtigen beruflichen Entscheidungssituation befinden.

Die PRCC Personalberatung besetzt deutschlandweit Positionen von der Kommunikations- und Marketingleitung bis zu Change Experten in Unternehmen und Agenturen. Sie begleitet Kandidatinnen und Kandidaten bei ihren beruflichen Entscheidungen.
www.prcc-personal.de

 

Wir sind wieder online!

Seit einem plötzlichen Shutdown aufgrund technischer Probleme im vergangenen Herbst war unter der Domain „www.lprs.de“ nichts weiter als ein Baustellensymbol zu finden. Da die alte Webseite jedoch optisch wie technisch aus einer vergangenen Ära stammte, wurde bereits von mehreren Vorständen der letzten Jahre eine Erneuerung beschlossen und erste Entwürfe und Ideen notiert. Diese neben dem Tagesgeschäft umzusetzen, stellte bis zuletzt die größte Aufgabe dar.

Gemeinsam mit Björn Borchardt konnte Kommunikationsvorstand Felix Vierheller bereits aus den Konzepten der Vorjahre profitieren: „Die Ausarbeitungen der Projektteams zur Webseite der vergangenen Jahre waren uns eine enorme Hilfe. So waren wir in erster Linie mit der Konsolidierung und Aktualisierung von Inhalten, dem Layouting und der technischen Umsetzung beschäftigt. Außerdem sind wir natürlich stolz, dass wir nun diesen Meilenstein umsetzen können, auch wenn es manchmal einen kleinen Schubser benötigt – in unserem Fall brauchten wir schnellstmöglich wieder eine Webseite.“

Beide erarbeiteten ein inhaltliches wie gestalterisches Konzept der neuen Repräsentanz. Mit Unterstützung der Leipziger Agentur C2 ging diese nun online.

Aufgrund der dargebotenen Eile geboten, mussten Inhalte priorisiert werden. Die neue Webseite enthält aktuell Informationen zum Verein, zu Vorstands-, Beirats- und Ehrenmitgliedern, zur Mitgliedschaft und Förderschaft sowie Veranstaltungen des LPRS.  Auf der News-Seite erwarten Besucher Ankündigungen und Berichte über vergangene und kommende Veranstaltungen sowie Aktuelles aus dem Vereinsleben. Künftig soll auch die neue Webseite die Vereinshistorie wiedergeben: ehemalige Vorstände und LPRS-Foren, welche seit 2004 jährlich stattfinden, sowie Ansprechpartner der Regionalgruppen werden nach und nach ergänzt.

 

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Ganz nah dran – Job-Shadowing bei OTTOCOMMS

Unsere Aktive Lea Waskowiak berichtet für den LPRS vom OTTOCOMMS Job Shadowing.

Bilanzpressekonferenz: Während der Vorstandsvorsitzende eines Unternehmens in einer Art Frontalbeschallung die Zahlen des vergangenen Geschäftsjahres präsentiert, machen sich Journalisten eifrig Notizen. Vielleicht überall, aber nicht bei OTTO.

Der Onlinehändler aus Hamburg hat nicht nur mit der Abschaffung des bekannten Versand-Katalogs einen Sprung ins kalte Wasser gewagt, sondern seit 2018 auch die übliche Form der Pressekonferenz auf den Kopf gestellt.

Unsere Aktive Lea Waskowiak hat Ende Februar in Vertretung des LPRS e.V. das neu entwickelte Format „Job-Shadowing“ des PR Career Centers getestet und das Kommunikations-Team von OTTO vor und während der Neuauflage der Bilanzpressekonferenz begleitet.

Die Pressekonferenz fand unter dem Motto „facts2go“ statt. Was heißt das genau? 

Die Pressekonferenz funktioniert als ein interaktiver Rundgang über den OTTO-Campus mit verschiedenen Stationen zu den Themen, die gegenüber den Medien kommuniziert werden sollen. Experten und Mitarbeiter aus dem Unternehmen werden an diesem Tag zu Speakern, die Produkte und Dienstleistungen erlebbar machen. OTTO ging es vor allem darum, den digitalen Wandel des Konzerns greifbar zu machen – und so Verständnis für den Transformationsprozess zu schaffen.

 

Transformation – vom Versandhändler zur Onlineplattform?

Genau! An den Stationen wurden kleine Cases für die Journalisten vorbereitet, das Thema E-Commerce quasi zum Anfassen . Die Tour über den Campus startete mit einem Rundgang über die Baustelle des neuen Hauptgebäudes und endete im collabor 8, einem großen Co-Working Space. Dort gab es verschiedene Stationen zu den Themen Computer Generated Imagery, Conversational Commerce und auch Internet of Things. Es ging darum zu vermitteln, wie OTTO damit das eigene Geschäftsmodell weiterentwickelt. Der Konzern ist z. B. Marktführer im Bereich Home und Living – und möchte mit VR und AR die Kaufentscheidung erleichtern, indem Kunden das ausgewählte Möbelstück in den eigenen vier Wänden betrachten können. Auch der Dialog mit OTTO war ein großes Thema: Hier wurde sehr anschaulich gezeigt, wie sich per Spracheingabe in der Küche oder vor dem Fernseher über die eigene Bestellung oder die neuesten Angebote informiert werden kann. Und mit ottoready wurde eine smarte Bestelloption vorgestellt, die sich gerade noch in der Testphase befindet: die vernetze Spülmaschine registriert wann Tabs zur Neige gehen und bestellt fast von selbst eine neue Packung bei OTTO.

 

Du warst zwei Tage in Hamburg. Wie lief das genau ab?

Ich war gemeinsam mit zwei anderen Studentinnen von PRIHO e.V. und dem PRSH e.V. vor Ort. Am ersten Tag, der Tag vor der Pressekonferenz, haben wir einen Einblick in die angestrebte Positionierung des Unternehmens erhalten – inklusive Status quo des Wandelprozesses. Außerdem wurde uns das Konzept hinter facts2go erklärt und wir durften einen Blick auf die Vorbereitung des Social Media Contents werfen. Besonders spannend waren aber die Proben an den einzelnen Stationen. Die Mitarbeiter hatten zwar zuvor ein Medientraining absolviert, beim Stellen von kniffligen oder fiesen Fragen hat man aber schnell gemerkt, wie viel da auch mal schief gehen kann. Am zweiten Tag fand dann die Pressekonferenz statt, wir haben uns unter die Journalisten gemischt und konnten nach unserer Erfahrung von Tag 1 ja nun ganz genau mitverfolgen, ob auch alles nach Plan läuft. Neben den Stationen gab es dann, ganz klassisch, zum Schluss noch Zahlen, Daten und Fakten zum Geschäftsjahr 2018.

 

Welche Eindrücke nimmst du vom Job-Shadowing mit?

Erst einmal hat das PR Career Center da ein tolles Format für die Initiativen auf die Beine gestellt, das es uns Studenten ermöglicht, auch ohne ein zeitaufwändiges Praktikum in Unternehmen reinzuschauen, Kontakte zu knüpfen und vor allem neue Perspektiven und Praktiken kennen zu lernen. Es wäre wünschenswert, wenn sich künftig viele Unternehmen daran beteiligen. Und es war natürlich auch spannend OTTOCOMMS kennen zu lernen. Das Team hat sich sehr viel Zeit für uns genommen, was nicht selbstverständlich ist, wenn ein so wichtiges Event kurz bevorsteht. Besonders beeindruckt war ich davon, dass die Cases an den verschiedenen Stationen von Mitarbeitern vorgestellt wurden, die gar nicht zur Kommunikationsabteilung gehören. Das war sehr vorbereitungsintensiv und ging mit einem gewissen Risiko einher – hat die Kommunikation der Themen aber nicht nur erlebbar, sondern vor allem auch sehr authentisch gemacht.

Text und Bilder: Lea Waskowiak

 

 

Neuer Förderer: Deekeling Arndt/AMO unterstützt den LPRS e.V.

Leipzig/Düsseldorf • Der LPRS – Leipziger Public Relations Studenten e.V. begrüßt Deekeling Arndt/AMO (DAA) im Januar 2019 als neuen Förderer. Als eine der führenden Kommunikationsberatungen Deutschlands mit Hauptsitz in Düsseldorf bietet das Unternehmen Beratungsangebote für die Kommunikationsabteilungen, Vorstände und das Topmanagement großer und mittelständischer Unternehmen aller Branchen an.

Seit 2016 ist die strategische Kommunikationsberatung zudem exklusiver deutscher Partner von AMO, einem internationalen Netzwerk von Beratungsunternehmen der Finanzmarkt- und Strategiekommunikation. Die Zugehörigkeit zum AMO Network unterstreicht die internationale Ausrichtung von DAA.

„Die Absolventen des Leipziger PR-Studiengangs genießen einen exzellenten Ruf, der sich auch aus dem regen Austausch zwischen Theorie und Praxis speist“, sagt Sebastian Krämer-Bach, Managing Partner bei Deekeling Arndt/AMO.
„Wir freuen uns, als eine der führenden Kommunikations- und Change-Beratungen in Deutschland diesen Austausch in Zukunft bereichern zu können.”

Deekeling Arndt/AMO wurde 1995 gegründet und hat ca. 70 Mitarbeiter, die auf die Beratung bei kritischen und komplexen Kommunikationsfragen spezialisiert sind. Zu den Kunden zählen große Unternehmen aus dem DAX ebenso wie MDAX- und SDAX-Unternehmen sowie mittelständische Firmen aus den Branchen Energie, Finanzen, Versicherung, Transport und Verkehr, Chemie, IT und Telekommunikation sowie Logistik.
www.deekeling-arndt.com

PR talk to go: Wir starten eine eigene Podcast-Reihe

Neues Format, brandaktuelle Inhalte: Der LPRS e.V. startet mit einer eigenen Podcast-Reihe “PR talk to go”. Das Format richtet sich neben Kommunikationsstudierende an alle Interessierte, die mehr über Trends sowie die Rolle und Entwicklung der Kommunikationsberufe erfahren möchten. Am 17. Dezember erscheint die erste Folge zum Thema Künstliche Intelligenz, die im Gespräch mit Peter Diekmann, Manager für Digitale Kommunikationsplattformen bei der Bertelsmann Stiftung, entstand.

Das Podcast-Format hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung und Vielfalt gewonnen: NutzerInnen schätzen vor allem, dass sie sich auf eine einfache und unterhaltsame Art Wissen aneignen können. Mit der Idee eines eigenen Podcasts trifft der LPRS somit den Zahn der Zeit: Insbesondere aus der Perspektive von Studierenden ist der Wunsch nach neuen Wissensquellen neben der Studienliteratur groß.

Vorab startete der Verein eine Trendumfrage unter aktiven Mitgliedern und Alumni – mit dem Ziel, die Interessen der Zielgruppe zu aktuellen sowie Zukunftsthemen zu identifizieren. Der Podcast “PR Talk to go” wird diese Themen adressieren und Aufschluss darüber geben, inwieweit die PR-Branche mit den Trendthemen zusammenhängt und wo Chancen und Herausforderungen liegen von ihnen profitieren kann. So haben zukünftige PR-Experten die Möglichkeit, sich branchenübergreifend zu informieren.


Das Team Podcast besteht aus (v.l.n.r.) Annika Dankers, Kristin Hansen, Sarah Maus (Moderatorin des ersten Podcasts & Team Lead), Paula Auksutat, Malene Maschmann und Inga-Marit Nölle

“Der LPRS e.V. hat seit seiner Gründung ein unfassbar großes Alumni-Netzwerk aufgebaut und damit auch: Kompetenz, Erfahrungen, spannende Cases. Für Einsteiger und Praktiker ist genau dieses Netzwerk etwas so Wertvolles. Der Podcast soll das Wissen über die regionalen Grenzen des Vereins hinaus sichtbar und teilbar machen” erläutert Josephine Kreutzer, Ideengeberin und ehemaliges Vorstandsmitglied. Der Verein möchte damit nicht nur Diskussionen anregen und einen Kommunikationsbeitrag leisten, sondern  sich auch auf dem PR-Meinungsmarkt platzieren.

In der ersten Podcast-Folge dreht sich alles um das Thema Künstliche Intelligenz und den Einfluss auf und die Veränderung in Kommunikationsabteilungen. Der LPRS e.V.  spricht darin mit dem Alumnus Peter Diekmann, Manager für Digitale Kommunikationsplattformen bei der Bertelsmann Stiftung, der sich kritisch mit den Herausforderungen dieser neuen Technologie auseinandersetzt. Diekmann geht dabei auch auf die Doppelfunktion der Kommunikationsabteilung  ein: Laut ihm müsse Künstliche Intelligenz zum einen verständlich im Unternehmen kommuniziert werden, zum anderen erfährt die Unternehmenskommunikation selbst durch den Einsatz von KI-Technologien einen Wandel – Pressemitteilungen können in Zukunft ohne großen Aufwand automatisch erstellt werden.

“Kommunikatoren werden mit den unterschiedlichsten Themen konfrontiert, die sie an ein diverses Publikum vermitteln müssen. Sich selbst auf dem neuesten Stand zu halten und mit Themen vertraut zu machen, gehört zum Daily Business. Das Podcast-Format für Studierende und Interessierte ist da eine tolle Gelegenheit, um sich mit den aktuellen Trends der Branche auseinanderzusetzen”, so Peter Diekmann.

Auch in Zukunft dürfen sich Interessierte regelmäßig auf Wissen und Inspirationen to go freuen: Insgesamt vier Mal im Jahr will der LPRS einen Experten aus der Praxis zu ausgewählten Trendthemen befragen und interessante Einblicke in die Welt der Kommunikation gewähren.Wir bedanken uns bei Josephine Kreutzer (Initiatorin), Frank Seckler (Jingle) und Phillip Holländer (Logo) für die stetige Unterstützung.

Hier geht’s zur ersten Folge auf unserem Soundcloud Profil.

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Von Twitter und Reputationen: Workshop mit Hering Schuppener

>> Workshop: Warum Authentizität keine gute Vorbereitung ersetzt und nicht jeder CEO twittern sollte

Vor Kurzem schlug es Jan Hiesserich (Managing Director bei Hering Schuppener) zum LPRS, um mit
den Studierenden in den Tiefgang und Austausch zu strategischer CEO-Kommunikation zu gehen.

CEOs begegnen der Öffentlichkeit heute in einer vernetzten, von sozialen Medien geprägten Zeit. Es
gelten andere Maßstäbe, die kommunikativen Anforderungen und Erwartungen an den
Geschäftsführer haben sich verändert. Begriffe wie „Social CEO“ erklimmen die Trending Topics,
Meinungen über die Notwendigkeit einer Positionierung und stärkeren Moralisierung immer lauter. Es
stellt sich die Frage, wie ein CEO jenen Herausforderungen begegnen soll und gleichzeitig die
Reputation des eigenen Unternehmens im Blick behalten kann. Welche Kanäle eignen sich, um mit
Mitarbeitern und der Öffentlichkeit zu kommunizieren? Und allem voran die hochbrisante Frage:
Sollte ein CEO twittern, um gesellschaftspolitisch Stellung zu beziehen?

>> Den Medien richtig gegenübertreten

Im Rahmen des Workshops zum Thema „CEO-Kommunikation“ am 13.12.2018 gab Jan Hiesserich
auf diese und weitere Fragen Antwort und gleichzeitig ein Verständnis mit auf den Weg, wie
Vorstandskommunikation in der Praxis heute verstanden wird. Oberstes Ziel der CEO-
Kommunikation müsse es sein, Zuhörer glaubwürdig Inhalte zu vermitteln. Jeder Auftritt eines
Geschäftsführers, egal ob auf einer Pressekonferenz oder in den sozialen Medien, müsse als Bühne
verstanden werden, die immer auch eine gewisse Vorbereitung abverlangt. Dabei liegt es schon lange
nicht mehr in der Entscheidungsgewalt des Einzelnen, in der Öffentlichkeit stehen zu wollen oder
nicht. Denn Journalisten werden in jedem Fall berichten – sei es über die emotional aufgeladene Rede
oder das misslungene Interview. Um die eigene Reputation und Glaubwürdigkeit des Unternehmens
nicht ins Wanken zu bringen, braucht es eine gefestigte Agenda und Haltung des CEOs gegenüber den
Medien.

Im Laufe des Workshops wurden theoretische Überlegungen immer wieder mit Erfahrungen aus dem
Berufsalltag in einer Kommunikationsagentur verknüpft und somit verdeutlicht: DEN einen CEO und
wie er sein muss, den gibt es nicht. Vielmehr muss dieser die Erwartungen an die eigene Rolle kennen
und versuchen, diesen so gut wie möglich gerecht zu werden. Dass Authentizität dabei nicht unbedingt
die beste Eigenschaft einer Führungspersönlichkeit ist, haben schon gescheiterte Kanzlerkandidaten
und Vorstandsvorsitzende großer Banken gezeigt.

>> Abschließende Worte

Hiesserich selbst berät als Managing Director bei Hering Schuppener heute Kunden in Fragen der
CEO-Reputation und betreut Unternehmen in der Entwicklung ihrer Kommunikationsstrategien. Eine
wichtige Aufgabe ist dabei die Untersuchung, wie der CEO in den Medien wahrgenommen wird und
ob es Differenzen zwischen Selbst-und Fremdwahrnehmung gibt. Ziel der Beratung ist ein angepasstes
Profil, der sogenannte „strategische Fit“. Dieser ergibt sich aus einer Analyse der Persönlichkeit des
Geschäftsführers, dem Unternehmenskontext sowie der ausgearbeiteten Strategie.
In den letzten Minuten unseres Workshops stand noch immer die Frage nach den sozialen Medien im
Raum. Auch diese, so Hiesserich, seien eine Bühne und verlangen dem CEO damit gewisse Dinge ab.
Zwar werden immer öfter auch gesellschafts- oder geopolitische Äußerungen erwartet, doch es müsse
klar sein: Besonders Twitter ist eine sehr persönliche Plattform und nicht jeder Geschäftsführer weiß
diese Bühne richtig zu nutzen.

Mit neuen Ideen, Einblicken und Wissen über Mythen der Vorstands-Kommunikation betrachten wir
die künftige CEO-Berichte nun aus einem differenzierteren Blickwinkel. Im Namen aller LPRS-
Mitglieder bedanken wir uns dafür herzlich bei unserem Referenten Jan Hiesserich!

Text: Leah Sophie Neubert.

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Partner & Förderer