Medientraining mit Henning Marten von WMP EuroCom – Workshop

Greta Thunberg holt sich den LPRS e.V. als Kommunikationsberater. Zumindest fiktiv. Beim Medientraining mit Henning Marten, Senior Director von WMP EuroCom, am 25. September 2019, durften sich nämlich neun Aktive des LPRS e.V. genau diesen Fall vorstellen und für einige Stunden auch ausleben. Als Szenario dachte sich Henning Marten die Talksendung LPRS KONTROVERS aus, in deren Rahmen die Oppositionen Team Greta vs. Team Fridays For Future, repräsentiert durch je eine Sprecherin, antreten sollten. Ziel dieses praktisch orientierten Medientrainings war es, durch professionelle Unterstützung zu erlernen, wie man souverän als Berater in der Öffentlichkeit auftritt und auch im Kreuzverhör der Medien die Ruhe bewahrt.

Henning Marten, der in seinem Leben wertvolle Erfahrungen als TV-Produzent für namhafte private, aber auch öffentlich-rechtliche Sender sammelte und aktuell bei der Unternehmens- und Kommunikationsberatung WMP EuroCom AG zahlreiche Mandanten aus der Wirtschaft, Politik und aus den Medien betreut, schien dafür der ideale Mentor.

Bei dem fiktiven Fall schwang sehr viel Reales mit: die 16-Jährige Greta Thunberg aus Schweden ist längst das Gesicht einer neuen Bewegung und damit einer ganzen Generation, die den Ernst der Lage begriffen hat und sich aktiv an der Klimaschutzdebatte beteiligt. Allerdings entwickelt sich Greta zunehmend zu einem Hassobjekt in den Medien und einem zentralen Feindbild im Netz. Es stellt sich also die Frage: Wohin führt diese Debatte?

Die neun Teilnehmerinnen hatten nun die Chance, die Antwort auf diese Frage aktiv zu gestalten. Aufgabe war es, die aktuelle Kontroverse aufzugreifen, die Lage aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten und schließlich innerhalb einer fiktiven Talkshow in den verbalen Ring zu treten.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde, um sich gegenseitig kennenzulernen, wurden die drei Teams Moderator, Fridays For Future und Greta vorgestellt. Die Moderatorin und ihre Redaktion dahinter beabsichtigen eine aufgeheizte Stimmung, um Gretas Untergang herbeizuführen und für eine gute Quote zu sorgen, Fridays For Future wollen Greta aufgrund der zunehmenden Personenkultur vom Thron der Bewegung stürzen und bringen deshalb vor allem sachliche Argumente ans Licht und Gretas Team muss sich entscheiden, ob sie in Würde die Talkshow verlässt oder durch die Kritiker entmachtet wird.

An dieser Stelle offenbarte uns Henning Marten vier wesentliche Punkte, die in der Beratung hinsichtlich Medienauftritten bedeutend sind:

  1. Kenne deinen Klienten!
  2. Finde deine drei Key Messages!
  3. Schreibe einen Probelauf für den Auftritt!
  4. Spiele diverse Szenarien bis zur Genüge nach!

Nach dem kurzen Briefing formierten sich die drei Dreiergruppen und die Argumente fetzten nur so durch den Raum. Denn nach nur einer halben Stunde mussten die drei Hauptdarstellerinnen feststehen und sich ihrer Position sicher sein, weil im Anschluss auch schon die Talkshow begann.
Sowohl vor als auch nach der Talksendung gab Henning Marten wertvolle Tipps, Anregungen und auch konstruktive Kritik zum Argumentationsstrang während der Show. Wir konnten viele essenzielle Informationen im Umgang mit oppositioneller Meinung mitnehmen, Neues ausprobieren und haben durch das Training viel Sicherheit bekommen. Zudem durften wir einiges Spannendes über den Berateralltag lernen. Danke an Henning Marten für einen lehrreichen Freitagnachmittag!

Text: Lea Sophie Klein

Von Twitter und Reputationen: Workshop mit Hering Schuppener

>> Workshop: Warum Authentizität keine gute Vorbereitung ersetzt und nicht jeder CEO twittern sollte

Vor Kurzem schlug es Jan Hiesserich (Managing Director bei Hering Schuppener) zum LPRS, um mit
den Studierenden in den Tiefgang und Austausch zu strategischer CEO-Kommunikation zu gehen.

CEOs begegnen der Öffentlichkeit heute in einer vernetzten, von sozialen Medien geprägten Zeit. Es
gelten andere Maßstäbe, die kommunikativen Anforderungen und Erwartungen an den
Geschäftsführer haben sich verändert. Begriffe wie „Social CEO“ erklimmen die Trending Topics,
Meinungen über die Notwendigkeit einer Positionierung und stärkeren Moralisierung immer lauter. Es
stellt sich die Frage, wie ein CEO jenen Herausforderungen begegnen soll und gleichzeitig die
Reputation des eigenen Unternehmens im Blick behalten kann. Welche Kanäle eignen sich, um mit
Mitarbeitern und der Öffentlichkeit zu kommunizieren? Und allem voran die hochbrisante Frage:
Sollte ein CEO twittern, um gesellschaftspolitisch Stellung zu beziehen?

>> Den Medien richtig gegenübertreten

Im Rahmen des Workshops zum Thema „CEO-Kommunikation“ am 13.12.2018 gab Jan Hiesserich
auf diese und weitere Fragen Antwort und gleichzeitig ein Verständnis mit auf den Weg, wie
Vorstandskommunikation in der Praxis heute verstanden wird. Oberstes Ziel der CEO-
Kommunikation müsse es sein, Zuhörer glaubwürdig Inhalte zu vermitteln. Jeder Auftritt eines
Geschäftsführers, egal ob auf einer Pressekonferenz oder in den sozialen Medien, müsse als Bühne
verstanden werden, die immer auch eine gewisse Vorbereitung abverlangt. Dabei liegt es schon lange
nicht mehr in der Entscheidungsgewalt des Einzelnen, in der Öffentlichkeit stehen zu wollen oder
nicht. Denn Journalisten werden in jedem Fall berichten – sei es über die emotional aufgeladene Rede
oder das misslungene Interview. Um die eigene Reputation und Glaubwürdigkeit des Unternehmens
nicht ins Wanken zu bringen, braucht es eine gefestigte Agenda und Haltung des CEOs gegenüber den
Medien.

Im Laufe des Workshops wurden theoretische Überlegungen immer wieder mit Erfahrungen aus dem
Berufsalltag in einer Kommunikationsagentur verknüpft und somit verdeutlicht: DEN einen CEO und
wie er sein muss, den gibt es nicht. Vielmehr muss dieser die Erwartungen an die eigene Rolle kennen
und versuchen, diesen so gut wie möglich gerecht zu werden. Dass Authentizität dabei nicht unbedingt
die beste Eigenschaft einer Führungspersönlichkeit ist, haben schon gescheiterte Kanzlerkandidaten
und Vorstandsvorsitzende großer Banken gezeigt.

>> Abschließende Worte

Hiesserich selbst berät als Managing Director bei Hering Schuppener heute Kunden in Fragen der
CEO-Reputation und betreut Unternehmen in der Entwicklung ihrer Kommunikationsstrategien. Eine
wichtige Aufgabe ist dabei die Untersuchung, wie der CEO in den Medien wahrgenommen wird und
ob es Differenzen zwischen Selbst-und Fremdwahrnehmung gibt. Ziel der Beratung ist ein angepasstes
Profil, der sogenannte „strategische Fit“. Dieser ergibt sich aus einer Analyse der Persönlichkeit des
Geschäftsführers, dem Unternehmenskontext sowie der ausgearbeiteten Strategie.
In den letzten Minuten unseres Workshops stand noch immer die Frage nach den sozialen Medien im
Raum. Auch diese, so Hiesserich, seien eine Bühne und verlangen dem CEO damit gewisse Dinge ab.
Zwar werden immer öfter auch gesellschafts- oder geopolitische Äußerungen erwartet, doch es müsse
klar sein: Besonders Twitter ist eine sehr persönliche Plattform und nicht jeder Geschäftsführer weiß
diese Bühne richtig zu nutzen.

Mit neuen Ideen, Einblicken und Wissen über Mythen der Vorstands-Kommunikation betrachten wir
die künftige CEO-Berichte nun aus einem differenzierteren Blickwinkel. Im Namen aller LPRS-
Mitglieder bedanken wir uns dafür herzlich bei unserem Referenten Jan Hiesserich!

Text: Leah Sophie Neubert.

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Consulting Day bei NeulandQuartier – Berater für einen Tag

Man nehme eine Hand voll engagierter Studenten, einen spannenden Case sowie die tatkräftige Unterstützung einer namenhaften Leipziger Kommunikationsberatung – heraus kommt der erste Consulting Day des LPRS – Leipziger Public Relations Studenten e.V. In diesem Format konnten die Teilnehmer ihre Beraterqualitäten unter Beweis stellen, praktische Erfahrungen sammeln und dem Kunden – der Stadt Leipzig – ihre Ergebnisse präsentieren.  

>> Ein Kommunikationskonzept für das Leipziger Stadtbüro

Nach einem gemeinsamen Frühstück und einer Vorstellungsrunde durch Jörg Müller, Geschäftsführer und Senior Berater bei NeulandQuartier, ging es gleich in medias res. Silvia Haas und Ulrich Tietz von der Stadt Leipzig stellten ihr Anliegen vor: Ein Kommunikationskonzept, dass die derzeitigen und zukünftigen Leistungen des Leipziger Stadtbüros für die Leipziger Bürger_innen vereint sowie die neue Standorteröffnung im Sommer 2017 berücksichtigt. Diese Aufgabe galt es zu lösen.  

>> Von A wie Aufmerksamkeit bis Z wie Zielgruppen

Nachdem die LPRS-Mitglieder in einem Re-Briefing letzte Fragen klären konnten, folgte zunächst eine Umfeldanalyse. Auf Fragen wie „Welchen Nutzen hat das Stadtbüro für die Anspruchsgruppen?“ und „In welchem Kontext begegnen Personen dem Stadtbüro?“ fanden die Teilnehmer gemeinsam Antworten und diskutierten Chancen und Ausbaupotenziale sowie Risiken im Hinblick auf die kommunikative Ausrichtung. Unter der Anleitung von Jörg Müller sowie PR-Managerin Jessica Schott und Juniorberaterin Maren Schiel wurden im Anschluss erste Kommunikationsziele definiert. In zwei Gruppen aufgeteilt, erarbeiteten die LPRS-Mitglieder anschließend die Positionierung, leiteten Botschaften ab und entwickelten eine kreative Leitidee. Dabei wurde gebrainstormt, diskutiert und abgewogen. Es wurden Budgets kalkuliert, Plakatkampagnen entworfen und Veranstaltungsreihen konzipiert. Auf einer Road-Map wurden nach und nach die Maßnahmen für das 12-monatige Kommunikationskonzept abgetragen und fügten sich schrittweise zu einem runden Ergebnis zusammen.  

>> Pitch, Satz und Sieg

Um 17 Uhr wurde es ernst – das pitchen begann. In kurzer Zeit galt es den Kunden vom eigens entworfenen Konzept zu überzeugen. Beide Gruppen stellten die Ergebnisse der vergangenen Stunden vor – und können stolz auf sich sein. Sowohl Auftraggeber als auch Jörg Müller waren beeindruckt von dem, was die Teilnehmer in so kurzer Zeit auf die Beine gestellt haben. „Das sind zwei tolle Konzepte. Ein durchgängig roter Faden und kreative, moderne Ideen“, lobte Silvia Haas. Konstruktive Kritik rundete die Vorstellung ab und half den Studenten bei der Reflektion der Ergebnisse. Und auch für die Teilnehmer war der Tag ein voller Erfolg. „Es war super das gelernte einmal anwenden zu können und unter realen Bedingungen ein Konzept zu entwickeln“, erzählt Vivian Weitz, 3. Semester Communication Management.  

Der LPRS – Leipziger Public Relations Studenten e. V. bedankt sich bei seinem Förderer NeulandQuartier für die außerordentliche Unterstützung sowie der Stadt Leipzig für  einen spannenden Fall und die sehr gute Zusammenarbeit.

 

Text und Bilder: Gina Cimiotti (Master Communication Management)

Wie verhält man sich in einer Krise?

 „Ja, ist die Krise jetzt vorbei?“ – Mit einer Mischung aus Erleichterung und Anspannung blicken die Studierenden des LPRS e.V. um kurz vor halb sechs drein. Die CNC-Krisenexperten Alwin Binder, Tina Schmitt, Verena Puth und Leonard Wessendorff kommen klatschend aus ihrem Back Office, dem Seminarraum nebenan. Von dort aus hatten sie auf die Reaktionen der Studenten hin ca. 75 Minuten eine realitätsnahe Krisensituation simuliert und Situationen wie Journalistenanfragen, klärende Gespräche mit dem ortsansässigen Bürgermeister, Telefonate mit aufgebrachten und verzweifelten Angehörigen, die sich auch über die Sozialen Medien zu Wort meldeten, hervorgerufen. Allesamt musste von den Studierenden im Team gemanagt werden. 

>> Eine Frage des Teamworks

Was war passiert? Der LPRS e.V. hatte gemeinsam mit seinem neu gewonnenen Förderer CNC zu einer Krisensimulation eingeladen, zu der sich zahlreiche Mitglieder am frühen Nachmittag in der Burgstraße eingefunden hatten.

Nach einer kurzen Einführung über typische Krisenverläufe sowie Do’s und Dont’s in der herausfordernden Situation, stellte Alwin Binder den Ablauf der Simulation und die Funktionen des Tools „CNC Situation Room“ vor. „Ihr werdet gleich wie eine richtige Kommunikationsabteilung mit einer echten Krisensituation konfrontiert. Eure Aufgabe ist es, auf die verschiedenen Anfragen seitens der Öffentlichkeit, Politik und Mitarbeiter zu reagieren. Entscheidend sind Schnelligkeit, ein kühler Kopf und eine präzise Abstimmung als Team“, erklärt Alwin Binder. Das Tool, das von CNC selbst entwickelt wurde, dient dabei als Schnittstelle zwischen eingehenden Anfragen und der Arbeit, die vom studentischen Kommunikationsteam geleistet werden soll. Gleich nach Beginn nahmen die Teilnehmer die verschiedenen Rollen eines Kommunikationsteams ein. Eine der schwersten Fragen dabei: Wer übernimmt die Leitung des Teams? Wer führt die Stränge zusammen, wer übernimmt die Verantwortung? Einige Momente der Ermutigung später sind sich Studierendenschaft und Beraterteam einig, dass die LPRS-Vorstandsvorsitzende Thu Hoai Bui bestens für diesen Job geeignet ist. Gertrud Kohl und Carina Lichte übernahmen den Bereich Interne Kommunikation. Christopher Golombek und Jonathan Winter managten den Bereich Public Affairs. Alisa Miller, Rossitza Ivanova, Josefine Pohle und Anne Heinemann betreuten die Social Media Kanäle. Göran Kügler und Maximilian Hoffmann strukturierten jegliche externe Kommunikation und Gina Cimiotti und Josephine Kreutzer nahmen sich eifriger Presseanfragen an. 

>> Nur eine Simulation, und doch so realistisch

Die Berater verlassen den Raum und beginnen selbst, in ihre Rollen zu schlüpfen. Da wären zum Bespiel die des Journalisten und des Bürgermeisters. Aber auch interne Rollen, wie die des CEO oder der Werksleitung wurden vom Back Office durch Telefonate und E-Mail Verkehr zum Leben erweckt. Als es dann losgeht, ist die Stimmung noch relativ gelassen. Alle sind sich bewusst, dass es nur eine Simulation ist. Noch weiß keiner, was passiert ist. Man klickt sich durch die Funktionen des Tools, trinkt noch einmal einen Schluck. Per Tweet erreicht dann die erste Mitteilung das Kommunikationsteam: Explosion auf dem Werksgelände eines fiktiven Chemieunternehmens gesichtet. Die Organisation startet: Während die Kommunikationsleitung alle über den aktuellen Stand informiert, beginnt die externe Kommunikation damit, einen F&Q zu erstellen und formuliert eine erste Pressemitteilung. Public Affairs nimmt ersten Kontakt zum Bürgermeister auf. Auf den Social Media Kanälen beginnen die ersten heißen Diskussion. Die Berater halten die Studierenden in den nächsten 75 Minuten mit Journalistenanfragen, Artikeln, Bürgeranfragen und dem ein oder anderen üblichen Fallstrick auf Trab. „Wir wussten zwar alle, es ist nur eine Simulation, aber plötzlich war man mitten drin und hat die Krise als sehr real wahrgenommen“, resümiert Göran Kügler im Feedback nach der Simulation. Was üblicherweise im Rahmen von Idealmodellen oder theoretischen Ansätzen diskutiert wird, durften die Studierenden hier in die Praxis umsetzen.  

>> Gut gemanagt

Als die Tür sich öffnet und das CNC-Team klatschend den Raum betritt, können viele fast nicht fassen, dass es jetzt vorbei sein soll: Sie hatten doch gerade erst angefangen, die Krise zu managen, da gibt es doch noch was zu tun. Stattdessen tritt nach ein paar Minuten Erleichterung und reger Austausch ein: Gemeinsam ließen Experten und Studierende die letzte Stunde gemeinsam revue passieren. 

Der LPRS e.V. bedankt sich herzlich bei CNC für einen rundum realitätsnahen und begeisternden Workshop, aus dem die Studierenden durch die hervorragende Begleitung und konstruktive Manöverkritik sowie den Austausch beim anschließenden gemeinsamen Get-Together für ihren Erfahrungsschatz speisen können. 

 

Text: Gina Cimiotti und Josephine Kreutzer (Master Communication Management)

Fotos: Felix Abraham (Fotograf) und Rossitza Ivanova (Master Medienkulturforschung)

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Erfolgreich netzwerken mit Robert Hesse

Obwohl Kommunikation in all ihren Facetten das Metier der Mitglieder des LPRS – Leipziger Public Relations Studenten e.V ist, hat so manch einer Schwierigkeiten, wichtige und interessante Personen anzusprechen und Kontakte aufzubauen. Genau diese Beobachtung haben die LPRS-Beiräte und -Alumni Robert Hesse und Peter Diekmann, unter anderem während der jährlichen LPRS-Foren gemacht: wenig Interaktion und viele verpasste Gelegenheiten seitens der LPRS-Aktiven mit Förderern, Alumni und Referenten ins Gespräch zu kommen. Robert Hesse nahm  dies als Anlass, einen LPRS>>Workshop zum Thema „Erfolgreich netzwerken“ anzubieten. Am 12. Mai zeigte er, dass Networking keine Wissenschaft ist und professionelles Auftreten und Gesprächsthemenfindung leichter ist als gedacht.  

>> Dem Schicksal auf die Sprünge helfen

Die Quintessenz des Netzwerkens sei, jemanden kennen zu lernen, so Robert Hesse. Aber warum ist smarter Smalltalk und Networking überhaupt so wichtig? Der LPRS>>Beirat dazu: „Durch kluges Netzwerken können wir dem Schicksal – dem eigenen beruflichen Werdegang – auf die Sprünge helfen. Natürlich können wir nicht den einen Zufall planen, aber wir können Zufälle durchaus wahrscheinlicher machen.“ Er berichtete von geknüpften Kontakten, die ihm Jahre später eine große Hilfe waren oder andersherum und berufliche Türen geöffnet haben. Der Output aus erfolgreichen Networking-Aktivitäten sei ungleich größer als der Input und schlichtweg unbezahlbar. 

>> Am Anfang steht ein Plan

Im Austausch wurde deutlich, dass den Teilnehmern oftmals ein konkretes Ziel vor Augen fehle, was aber das Netzwerken entscheidend vereinfache. „Setzt euch in der Woche vor dem LPRS>>Forum ein, zwei Stündchen hin und überlegt, wo ihr in fünf Jahren beruflich stehen wollt und was ihr machen wollt, appellierte Robert Hesse an die Teilnehmer. Dass sich dieser Plan im Laufe der Zeit ändern könne, sei nicht schlimm, elementar sei es, überhaupt einen zu haben. Ein eigener Plan fungiere quasi als Eisbrecher für alle potentiellen Gespräche mit interessanten, aber einem unbekannten Personen. Aus dem Ziel bzw. Plan ließen sich entsprechende Fragen und Gesprächsöffner ableiten und die Hürde, jemanden anzusprechen, verkleinere sich. Mithilfe einer eigenen Agenda ist ein proaktives und selbstbewusstes Auftreten kein Hexenwerk mehr! 

>> Keinen Geburtstag mehr vergessen

Der LPRS-Beirat erklärte nicht nur, warum Netzwerken relevant für den eigenen Erfolg sei und wieso es einen Plan brauche, sondern gab den Teilnehmern auch viele kleine Ratschläge mit auf den Weg. Eine erste Maßnahme sei beispielsweise, das persönliche Adressbuch und Geburtstagskalender systematisch und professionell anzulegen und zu pflegen. Mithilfe von Geburtstags- und Weihnachtsgrüßen könne man sich unkompliziert in Erinnerung rufen. Auch sei es ratsam, auf Veranstaltungen der anvisierten Zielbranche präsent zu sein und so mit interessanten Personen in Kontakt zu kommen. Grundsätzlich empfiehlt Robert Hesse ein Profil bei Xing und LinkedIn zu haben, da diese Plattformen ein sich selbst automatisierendes Adressbuch darstellen und das In-Verbindung-Bleiben vereinfachen.

An dieser Stelle danken wir unserem LPRS-Beirat Robert Hesse recht herzlich für seinen persönlichen Einblick und die vielen hilfreichen Tipps. Wir wissen jetzt, was zum erfolgreichen Networking dazu gehört!

 

Text: Rebecca Hadler (Master Communication Management)

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